Zürich während des Ersten Weltkriegs
Der «grosse Krieg» von 1914–1918 markiert eine Zeitenwende und den blutigen Auftakt der Moderne. Die Erinnerung an das mit Not und Leid verbundene Geschehen prägt die europäische Geschichte und steht 2014 im Zentrum von Gedenkveranstaltungen. Die Schweiz und der Kanton Zürich waren zwar militärisch nicht involviert, indirekt aber sehr wohl vom Krieg und seinen Auswirkungen betroffen. Aktivdienst und Rationierungsmassnahmen, soziale Unruhen und die Betreuung von Flüchtlingen und Internierten bestimmten den Alltag in Zürich.
Das Gewicht dieser Zeit kontrastiert in der Schweiz mit dem bescheidenen historischen Wissen über die eigenen Verhältnisse während des Ersten Weltkriegs. Diese nehmen in Geschichtsbüchern nur wenig Raum ein. Das vorliegende Buch greift die Erinnerung an die Kriegsjahre auf und fragt nach deren Bedeutung für die Stadt und den Kanton Zürich. Die 18 Beiträge werfen einen regionalgeschichtlichen Blick auf Wirtschaft, Alltag, Militär, Kultur sowie auf das Gedenken daran. Dabei schlagen sie eine Brücke von der europäischen Kriegs- zur Krisengeschichte im Raum Zürich.
ist assoziierte Professorin für Geschichte des Mittelalters an der Universität Bern. Sie war 2003–2018 Aktuarin und Vizepräsidentin der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich und ist seit 2016 Vorstandsmitglied der Schweizerischen Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften. Ihre Forschungsinteressen gelten der städtischen politischen Kultur, der Sozialgeschichte von Heer und Krieg und der Geschichte der Historiografie.
Der Reisrodel der Zürcher Constaffel, 1503–1583
Zürcher Reformationsgeschichten
Zürich in den langen Sechzigern
Das Bündnis von 1513 und seine Vorgeschichte
CD-ROM (Win/Mac)
Amtliche Historie und Politik im Spätmittelalter
Politisches Handeln während des Berner Twingherrenstreits 1469–1471
ist freischaffender Historiker und lebt in Winterthur. Neben seiner Tätigkeit in Museen und als Reiseleiter forscht und publiziert er zur Landesgeschichte der Ostschweiz mit besonderem Schwerpunkt auf der Adels- und Kirchengeschichte. Er ist Vizepräsident der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich.
Eine Chronik in 25 Kapiteln
Herausgegeben von der Stadt Kloten
Gesichter des Zürcher Oberlandes
Ein Renaissance-Abt im Zeitalter der Reformation
Vierzig russisch-schweizerische Lebensgeschichten aus vier Jahrhunderten
Hundert Jahre Winterthurer Eingemeindung
Mit Beiträgen von Andres Betschart, Miguel Garcia, Werner Huber, Beat Märki, Nadia Pettannice, Regina Speiser und Reto Westermann
Von der Vorstadtgasse zur Einkaufsstrasse
Winterthurer Wohnbaupolitik und die Wohnkolonie Hardau
Redaktion: Pearl Pedergnana
Winterthur und die Reformation
800 Jahre Seegräben
Zürcher Reformationsgeschichten
Schatten der Reformation
500 Jahre Kirche Turbenthal
Eine Adelsgeschichte mit Brüchen
Erika Hebeisen ist Historikerin und Kuratorin im Landesmuseum Zürich. Sie hat an der Universität Basel zur pietistischen Frömmigkeit promoviert. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen bei der Kriegs- Religions- und der Geschlechtergeschichte. Zur 68er-Bewegung hat sie im Historischen Museum Baden eine Ausstellung realisiert und 2008 den Band «Zürich 68. Kollektive Aufbrüche ins Ungewisse» mit herausgegeben.
Zürich in den langen Sechzigern
Am Berchtoldstag eines jeden Jahres stellt die Antiquarische Gesellschaft in Zürich ihr Neujahrsblatt vor. Der Band behandelt jeweils ein Thema der Zürcher oder Schweizer Geschichte. Dabei wird häufig jungen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, mit ihren Forschungsergebnissen an eine breitere Öffentlichkeit zu treten.

«Verschiedene Autoren nähern sich dem Thema mit unterschiedlichem Fokus und geben dadurch ein vielschichtiges Bild dieser Zeit.»
«‹Kriegs- und Krisenzeit› ist ein beeindruckend vielfältiges und differenziertes Buch. Kurzweilig und immer mit den Menschen im Mittelpunkt nähert es sich diesen einschneidenden vier Jahren in der Geschichte der Schweiz an. Es bietet eine facettenreichen Mehrwert zur gängigen Lehrbuchdarstellung des Ersten Weltkriegs, und es bietete diesen verständlich, bildprächtig und mit Blick fürs spannende Detail.»
«Das Buch ist faszinierend; es übernimmt die Rolle der nicht mehr lebenden Zeitzeugen. Entstanden ist keine staubtrockene wissenschaftliche Chronik, das Buch wirkt wie ein Spiegel, in dem Impressionen aus damaliger Zeit eingefangen sind; ein authentisches Buch, das Emotionen zulässt.»
«Fazit: eine wegweisende regionalgeschichtliche Studie.»
«Das Buch bietet weit mehr als Lokalhistorie. Unbedingt lesenswert auch in der übrigen Schweiz.»
«Die Beiträge […] vermitteln ein farbiges […] Bild zur Geschichte Zürichs während des Ersten Weltkriegs, in dem die Aspekte der Kriegswirtschaft, der Ernährungslage ebenso wenig fehlen wie Blitzlichter aufs Alltagsleben, auf die Radikalisierung der Arbeiterbewegung und auf die innovative, provokative Kunstszene in der Emigration.»
«Insgesamt handelt es sich beim vorliegenden Sammelband um eine lesenswerte Untersuchung über den Kanton Zürich im Ersten Weltkrieg. Das Buch eignet sich gut für eine breitere Leserschaft, zeigt aber auch Historikerinnen und Historikern interessante Aspekte des Alltags im Ersten Weltkrieg auf.»
«Diese lesenswerte Publikation reiht sich in eine ganze Reihe von lokalen Studien zum Ersten Weltkrieg ein [...]. Eröffnet wird der ansprechende und reich bebilderte Band durch einen Beitrag von EVA MAEDER, die einfühlsam ausgewählte Fotos und andere Dokumente zu Zürich im Ersten Weltkrieg interpretiert. [...] Insgesamt bieten die 18 Autorinnen und Autoren des Sammelbandes ein beeindruckendes Kaleidoskop über den Kanton Zürich im Ersten Weltkrieg. Nur als Kompliment ist daher der Wunsch zu verstehen, das Buch möge als Anregung für weitergehende Forschungen dienen.»