Ausgewählte Rezensionen

«Denn noch immer gilt offiziell, dass die Revision des Zivilgesetzbuchs von 1981 die ‹administrativen Versorgungen› beendet habe. Ein neues Buch, das von der Zürcher Justizdirektion initiiert und finanziert wurde, kommt nun zu dem Schluss, dass die Missstände in der Zeit danach nicht aufgehört hätten und zweifelhafte Freiheitsentziehungen bis heute gang und gäbe seien. Das Buch heisst ‹Wegsperren›; verantwortet wurde es von den Historikern Urs Germann und Alix Heiniger sowie der Rechtswissenschafterin Nora Markwalder. […] Die ‹kritische und konstruktive Diskussion› um den Freiheitsentzug, das zeigt die Lektüre: Sie ist wertvoll.»

Zur Rezension

Urs Hafner, NZZ, 23. September 2026

  • Alix Heiniger, Urs Germann, Nora Markwalder, Vera Blaser, Susan Boos, Kevin Heiniger, Judith Kälin, Vanessa Rüegger, Simone Walser (Hg.)
    Wegsperren

    Zivil-, verwaltungs- und strafrechtlicher Freiheitsentzug im Kanton Zürich seit Mitte des 20. Jahrhunderts

    2026. Gebunden
    ISBN 978-3-0340-1846-3
    CHF 48.00 / EUR 48.00 

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bespricht Urs Hafner das Buch «Ein Netzwerk im Krieg» besprochen: «Ohne Moritz Tramer gäbe es vielleicht keine Kinderpsychiatrie, auch wenn er nicht ihr alleiniger Begründer ist. […] Jetzt lässt sich der Pionier mitsamt seinen widersprüchlichen Seiten entdecken.»

Urs Hafner, FAZ, 14. September 2026

  • Katrin Luchsinger, Stefanie Mahrer (Hg.)
    Ein Netzwerk im Krieg

    Moritz Tramer und die «Zeitschrift für Kinderpsychiatrie» 1934–1963

    Mit Beiträgen von Sabine Braunschweig, Mirjam Janett und Stefanie Salvisberg

    2026. Gebunden
    ISBN 978-3-0340-1844-9
    CHF 38.00 / EUR 38.00 

«Bis heute ranken sich Gerüchte um die Fabrik, die einst Langenthal prägte […]. Für sein neues Buch ‹Glanz und Elend der Porzellanindustrie› ist Meier diesen Gerüchten auf den Grund gegangen und hat die Geschichte der Fabrik rekonstruiert – von der ersten Tasse im Jahr 1908 über die Übernahme durch eine tschechische Investorengruppe 2003 bis zur heutigen Existenz als Handelsbetrieb. Dafür hat er tief im verstaubten Unternehmensarchiv gewühlt – im Obergeschoss der ehemaligen Fabrik, wo immer noch ein alter Kronleuchter aus Porzellan in einer Ecke liegt. In Protokollen und Geschäftsberichten hat Meier explizit nach Verflechtungen zwischen der Fabrik und Nazideutschland gesucht.»

Jessica King, Der kleine Bund, 20. Mai 2026

 

  • Oliver Meier
    Glanz und Elend der Porzellanindustrie

    Eine Langenthaler Weltgeschichte

    2026. Gebunden
    ISBN 978-3-0340-1842-5
    CHF 48.00 / EUR 48.00