Die Grafen von Kyburg
Eine Adelsgeschichte mit Brüchen
Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 82
Broschur
2015. 224 Seiten, 210 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1271-3
CHF 48.00 / EUR 43.00 
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Einblick
  • In den Medien
  • Buchreihe
  • Service
Dank glücklichen Heiratsverbindungen und günstigen Rahmenbedingungen stiegen die Grafen von Kyburg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zum führenden Adelsgeschlecht der Deutschschweiz auf. Ursprünglich in Dillingen an der Donau beheimatet, gelang es ihnen, im 11. Jahrhundert in der Region Winterthur Fuss zu fassen und dank dem Erbe der Grafen von Lenzburg sowie der Herzöge von Zähringen Karriere zu machen. Doch wenig später starb die Familie 1264 mit Hartmann dem Älteren von Kyburg im Mannesstamm aus.
Hat die ältere Forschung den raschen Aufstieg und die eindrückliche Machtfülle betont, so verweisen neuere Untersuchungen auf die Kehrseite dieser Karriere. Die Kyburger blieben traditionelle Herrscher, wussten kaum Akzente zu setzen und konnten deshalb ihre Macht nicht wirklich konsolidieren, geschweige denn ausbauen.
Zum 750. Todestag des letzten Grafen vermittelt dieses Buch neue Einblicke in die Geschichte der Grafen von Kyburg, stellt Erinnerungsorte vor und präsentiert so exemplarisch ein hochmittelalterliches Adelsgeschlecht der Schweiz.
Peter Niederhäuser, lic. phil., Historiker. Nach dem Studium der Geschichte in Zürich, Lausanne und Leipzig Bearbeiter der Urkundenregesten im Staatsarchiv Zürich; heute freischaffender Historiker und breite Tätigkeit in der "Geschichtsvermittlung" (Museum, Journalismus sowie Führungen und Reiseleitungen). Er forscht und publiziert zur spätmittelalterlichen Ostschweiz mit Schwergewicht auf Adel und Habsburg, zu Stadt- und Ortsgeschichten sowie zur Industrie- und Architekturgeschichte.

Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag

Artikel
  • Adelsgeschichte zwischen Macht und Ohnmacht – zur Einleitung
  • Hochadel in Südwestdeutschland im 12. und 13. Jahrhundert – ein Überblick
  • Die Grafen von Kyburg – «fromme Gründer kirchlicher Stiftungen»?
  • Die Grafen von Kyburg und der Westen. Freiburg im Üchtland, die Nachbarn Savoyen und Bern
  • Grabstätten der Grafen von Kyburg
  • Prestigeträchtige Ehen und grosse Erbschaften? Herrschaft und Heiratspolitik der Grafen von Kyburg
  • Die kyburgische Münzprägung in der Münzlandschaft des 12. und 13. Jahrhunderts
  • Kyburger Erbe – neu überdenken!
  • Im Zeichen der Kontinuität? Die Grafen von Neu-Kyburg
  • Wie die Grafen von Kyburg eine ehrenvolle Geschichte erhielten. Die Erforschung der Kyburger Geschichte im 16. Jahrhundert
  • Erklärungen zu Lücken. Eine programmatische Suche nach den Kyburgern in der Geschichtskultur des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Die Kyburger – ein Fall fürs Museum?
  • Kyburgische Stätten und Erinnerungsorte
  • Dillingen und Neresheim – an den Anfängen kyburgischer Geschichte
  • Frauenfeld – Kleinstadt mit Kleinburg an idealer Lage
  • Die Mörsburg – eine Residenz und ein Witwensitz
  • Winterthur – eine geschaffene Stadt mit älteren Wurzeln
  • Die Kyburg – die 1000-jährige «Stammburg»
  • Baden – ein erfolgloses Zwischenspiel der Kyburger?
  • Lenzburg – Wege und Irrwege einer «Erbschaft»
  • Kastelen – die geheimnisvolle jüngste Grafenburg
  • Beromünster und Richensee – Fehden und Burgenbau
  • Burgdorf und Thun – im Schatten der Zähringer?

Pressestimmen
«Die von Peter Niederhäuser herausgegebenen Beiträge bieten einen aufschlussreichen und gegenüber der älteren Forschung revidierten Einblick in Herkunft und Geschichte der Grafen von Kyburg-Dillingen und deren historiografisches Nachleben bis in die heutige Zeit.» Roland Gerber, Berner Zeitschrift für Geschichte

Am Berchtoldstag eines jeden Jahres stellt die Antiquarische Gesellschaft in Zürich ihr Neujahrsblatt vor. Der Band behandelt jeweils ein Thema der Zürcher oder Schweizer Geschichte. Dabei wird häufig jungen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, mit ihren Forschungsergebnissen an eine breitere Öffentlichkeit zu treten.