Der Soldat Ernst S. war der erste von 17 «Verrätern», die in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs als Zeichen des Widerstands der Obrigkeit gegen Nazideutschland hingerichtet wurden. Zur selben Zeit verschloss eben diese Obrigkeit beide Augen vor den offenkundigen Sympathien, die prominente Schweizer aus Politik und Industrie den Nationalsozialisten entgegenbrachten. Der Film erzählt aus der Perspektive von Zeitzeugen – unter anderem aus dem nahen Umfeld von Ernst S. – und von Edgar Bonjour, dem «offiziellen» Historiker der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. rief bei seinem Erscheinen eine Protestwelle hervor, gehört aber heute zweifellos zu den Klassikern, denn nicht zuletzt eröffnete er die Debatte um die Rolle der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Dieser Film wird als Hommage an den 2025 verstorbenen Regisseur Richard Dindo gezeigt.
Nach dem Film gibt es ein Gespräch und Buchvorstellung mit Martin Walder, Autor des Buchs «Richard Dindo. Erinnerungsarbeiter».




