Fridebüüte in Winterthur
Von der Belagerung 1460 zum Freilichtspiel 2002
Mit Illustrationen von Frida Bünzli
Broschur
2002. 140 Seiten
ISBN 978-3-0340-0581-4
CHF 29.90 / EUR 19.80 
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Als im Herbst 1460 Innerschweizer auf der Suche nach Beute und der Konfrontation mit den Herzögen von Österreich den Thurgau heimsuchten, schien es um Winterthur geschehen. Doch die Kleinstadt widersetzte sich den Eidgenossen mit dem Mut der Verzweiflung über Wochen hinweg so erfolgreich, dass sie nach Kriegsende letzte habsburgische Bastion in der Ostschweiz wurde. Bei dieser Bewährungsprobe spielte nicht nur der Opfermut der Männer eine Rolle. Besondere Erwähnung fanden auch die Frauen, deren Mithilfe schon früh Stoff für legendenhafte Ausschmückungen bot.
Beeindruckt von den tatkräftigen «Weibern» des Mittelalters, arbeitete eine Gruppe visionärer Winterthurerinnnen und Winterthurer die Idee eines Freilichtspiels aus, das die Vergangenheit der Eulachstadt aufgreifend etwas Einmaliges und Identitätsstiftendes schaffen soll. Im Sommer 2002 erlebt deshalb die Belagerung von 1460 eine Neuauflage. Ein eigens zu diesem Anlass geschriebenes Stück verwandelt den Kirchplatz in eine mittelalterliche Arena und bietet Hunderten von theaterbegeisterten Laien die Gelegenheit, ihren Traum von der Bühne zu verwirklichen.
Illustriert mit Zeichnungen von Frida Bünzli, erläutert das parallel zum Theaterspektakel entstandene Buch Winterthurs Treue Habsburg gegenüber, macht auf die Stellung der Frauen aufmerksam, skizziert die Geburt des Freilichtspiels, schildert den Weg zur Inszenierung und porträtiert einige Winterthurerinnen und Winterthurer, ohne deren Engagement das Theaterprojekt Idee geblieben wäre.

Peter Niederhäuser, lic. phil., Historiker. Nach dem Studium der Geschichte in Zürich, Lausanne und Leipzig Bearbeiter der Urkundenregesten im Staatsarchiv Zürich; heute freischaffender Historiker und breite Tätigkeit in der "Geschichtsvermittlung" (Museum, Journalismus sowie Führungen und Reiseleitungen). Er forscht und publiziert zur spätmittelalterlichen Ostschweiz mit Schwergewicht auf Adel und Habsburg, zu Stadt- und Ortsgeschichten sowie zur Industrie- und Architekturgeschichte.


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