Das Fraumünster in Zürich
Von der Königsabtei zur Stadtkirche
Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Band 80
Broschur
2013. 240 Seiten, 157 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1154-9
CHF 48.00 / EUR 43.00 
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Vor genau einem Jahrhundert erhielt das Zürcher Fraumünster sein heutiges Erscheinungsbild. Der bekannte Architekt Gustav Gull gab 1911/12 nicht nur der ehemaligen Klosterkirche eine neue Gestalt, sondern schuf mit der Verbindung zum Stadthaus auch ein neues städtebauliches Ensemble, das ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte des Fraumünsters eröffnete und bis heute die Wahrnehmung der Kirche bestimmt.
Die vor 853 gegründete Benediktinerinnenabtei geht auf eine königliche Stiftung zurück und erlebte ihre Blütezeit unter Fürstäbtissinnen, die lange Stadtherrinnen von Zürich waren. Nach der Reformation als Schule, Archiv und Sitz eines Amtsmanns genutzt, blieben die geschichtsträchtigen Gebäude bis in die Neuzeit erhalten und zogen schon früh das Interesse der Forschung auf sich. Gerade die Antiquarische Gesellschaft beschäftigte sich immer wieder mit dem Bau und begleitete dabei die Untersuchungen bis zum grossen Umbau vor 100 Jahren aktiv mit.
Das vorliegende Neujahrsblatt setzt diese Tradition der Gesellschaft fort, greift Fragen zur Geschichte des Fraumünsters auf und stellt Resultate neuerer Untersuchungen etwa zur Frühgeschichte, zur Bibliothek, zur letzten Äbtissin oder zu den Umbauten um 1900 vor. Der Sammelband steht aber auch im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion um die Neugestaltung des Fraumünster-Areals wie des Münsterhofs und präsentiert die Befunde jüngerer archäologischer Untersuchungen. Die insgesamt 15 Beiträge werfen ein neues Licht auf eine altehrwürdige Institution, die untrennbar mit der Geschichte von Zürich verknüpft ist.

Peter Niederhäuser, lic. phil., Historiker. Nach dem Studium der Geschichte in Zürich, Lausanne und Leipzig Bearbeiter der Urkundenregesten im Staatsarchiv Zürich; heute freischaffender Historiker und breite Tätigkeit in der "Geschichtsvermittlung" (Museum, Journalismus sowie Führungen und Reiseleitungen). Er forscht und publiziert zur spätmittelalterlichen Ostschweiz mit Schwergewicht auf Adel und Habsburg, zu Stadt- und Ortsgeschichten sowie zur Industrie- und Architekturgeschichte.


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Aufsätze im Chronos Verlag

Artikel
  • Das Fraumünster und die Antiquarische Gesellschaft
  • Zürich entdeckt das Fraumünster und Katharina von Zimmern
  • Diesseits und jenseits der Limmat
  • Die Fraumünsterstiftung von 853 im Kontext der frühen Kirchengeschichte Zürichs
  • Das Zürcher Fraumünster und seine Bibliothek im Mittelalter
  • Wie alt ist das Zürcher Fraumünster?
  • Querhauskirche, Grablege und Rotunde. Ein Zürcher Sakralbauensemble nach römischem Vorbild?
  • Bühne für Äbtissin und König. Der Zürcher Münsterhof um 1300
  • Alltag in der Abtei. Die letzte Äbtissin Katharina von Zimmern
  • Die Äbtissinnenstuben im Schweizerischen Landesmuseum Zürich. Kunst und Kultur aus der Zeit von Katharina von Zimmern
  • Entdeckt, verschollen, gesucht. Das Wandbild der Gründungslegende
  • Vor 100 Jahren. Die grosse Restaurierung des Fraumünsters aus der Sicht der Gemeinde
  • Zwischen Wiederherstellen und Neugestalten. Gustav Gull und die Restaurierung der Fraumünsterkirche
  • Der Münsterhof und die Türen des Fraumünsters
  • Der Münsterhof und die Türen des Fraumünsters

Pressestimmen
«Insgesamt ist den Initiatoren und Autorinnen und Autoren des Buches dafür zu danken, dass sie die Diskussion um ein im Stadtbild Zürich fest verankertes, in der Forschung aber immer noch mit vielen Fragezeichen versehenes Monument neu geöffnet haben.» Carola Jäggi, Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte

Am Berchtoldstag eines jeden Jahres stellt die Antiquarische Gesellschaft in Zürich ihr Neujahrsblatt vor. Der Band behandelt jeweils ein Thema der Zürcher oder Schweizer Geschichte. Dabei wird häufig jungen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, mit ihren Forschungsergebnissen an eine breitere Öffentlichkeit zu treten.