Integration am Ende?
Die Schweiz im Diskurs über ihre Europapolitik
Ein Lesebuch
Gebunden
2015. 389 Seiten
ISBN 978-3-0340-1313-0
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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«Integration am Ende?» ist ein Lesebuch über den Verlauf der europäischen Einigung und deren Auswirkungen auf die Schweiz. Wie reagierten Bundesbern und die Öffentlichkeit auf die verschiedenen Herausforderungen? Siebzig Beiträge spiegeln ­Erfolge und Rückschläge der bis heute selten geradlinigen Entwicklung.
Wie begann die europäische Integration nach dem Zweiten Weltkrieg? Warum blieb vom September 1946 nur Churchills Rede in Erinnerung und nicht etwa die europäische «Rütli-Kundgebung»? Wie hat sich der Integrationsprozess auf die neutrale Schweiz ausgewirkt? Weshalb verlangte sie das Zumauern der Verbindungsgänge zwischen der OEEC und dem ­NATO-Hauptquartier? Welcher Teil Afrikas gehörte bei der EWG-Gründung zu deren Gebiet? Wieso verweigerte Frankreich den Sitz der EFTA in Paris? Wie kam es, dass der Bundesrat sozusagen über Nacht 1992 ein EG-Beitrittsgesuch einreichte – und damit Schiffbruch erlitt? Ist das damalige «EWR-Trauma» heute überwunden? Seit wie vielen Jahrzehnten gibt es eine Art supranationale Einflussnahme auf die Freizügigkeitspolitik der Schweiz?
Diplomaten, Historiker, Politiker und Journalisten geben Antworten auf diese und andere Fragen. Ihre Analysen, Erfahrungsberichte und Meinungsäusserungen regen zu einer vertieften Auseinandersetzung über den zukünftigen Kurs des Landes an.

Max Schweizer, geboren 1950, Dr. phil. II, Dr. h.c., wirkte von 1980 bis 2012 als Diplomat für das EDA. Von 2007 bis 2011 war er Stellvertretender Chef der Schweizerischen Wirtschaftsmission bei der WTO und Efta in Genf. Danach leitete er als Dozent den Bereich Foreign Affairs and Applied Diplomacy an der School of Management and Law der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Beim Verein SwissDiplomats – ZurichNetwork amtet er seit 2015 als Präsident.


Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag


geb. 1984, studierte Internationale Beziehungen und Management in Genf, Tokio und London. Seit 2012 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ZHAW School of Management and Law. Ende 2015 wurde er zum Geschäftsführer der Handelskammer Schweiz-Japan (SJCC) ernannt.
Artikel

Pressestimmen
«Es ist ein Leichtes in der Schweizer Europapolitik den Überblick zu verlieren. […] Max Schweizer und Dominique Ursprung sind angetreten, mit ihrer klug arrangierten Sammlung von Texten Ordnung in diesen Wust zu bringen. Und mehr noch: Es gelingt dem ehemaligen Diplomaten […] und seinem jüngeren Kollegen und wissenschaftlichen Mitarbeiter eine für die Schweizer Europapolitik wesentliche Botschaft zu vermitteln: Nichts von all dem, was dieser Tage diskutiert wird, ist im Wesen neu. Alle Fragen wurden schon gestellt, alle Ängste und Bedenken schon gewälzt.» Kathrin Alder, Bücher am Sonntag, NZZ am Sonntag

«Akademiker, Politiker, Journalisten und Diplomaten beleuchten in dem Werk die schweizerisch-europäischen Verflechtungen aus jeweils ganz verschiedenen Blickwinkeln und in variierender Erzählweise. […] Für die schwierige Europapolitik erscheint das Vorgehen zunächst weniger geeignet, führt es doch zu einem naturgemäss unsystematischen und unvollständigen Ergebnis. Doch je länger man liest, desto mehr schätzt man die Abwechslung und die vielen Querbezüge, die sich bieten.» Marcel Amrein, Neue Zürcher Zeitung

«Das ‹Lesebuch› macht ein breites Spektrum an Texten bequem zugänglich.» Christoph Wehrli, Schweizerische Gesellschaft für Aussenpolitik

«Die Texte sind naturgemäß höchst unterschiedlich, aber wie bei einem Mosaik präsentiert sich dem Betrachter so ein gutes Bild, um die eidgenössische Europapolitik besser erkennen, verstehen und einordnen zu können.» Burkard Steppacher, Portal für Politikwissenschaft