Rat holen, Rat geben – Consulter, guider et orienter
Traverse 2011/3
Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire. ISSN 1420-4355, Band 2011
Broschur
2011. 224 Seiten, 26 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905315-54-7
CHF 28.00 / EUR 20.00 
  • Kurztext
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  • Einblick
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Formen der Beratung durchdringen die Gesellschaft der Gegenwart. Die Erteilung von mündlichem oder schriftlichem Rat stellt eine gesellschaftliche Technik dar, mit deren Hilfe Wissensbestände, Erfahrungen und moralische wie spirituelle Einsichten weitergegeben werden. Rat und Beratung können demnach als Formen der Kommunikation und der Verhaltensregulierung betrachtet werden, die individuelle Lebensführung, soziale, moralische und spirituelle Ordnung sowie wirtschaftliche und politische Ziele aufeinander beziehen.
Der Blick auf die Geschichte von Ratschlag und Beratung zeigt nicht nur, dass Ratsuchen als eine Strategie des Umgangs mit gesellschaftlichen Unsicherheiten eine lange Tradition hat, sondern auch, dass sich im historischen Wandel die verschiedenen Dimensionen des Ratgebens verändert haben. Diesem noch wenig erforschten historischen Wandel von Ratschlag und Beratung auf verschiedenen Ebenen widmet sich dieses Themenheft anhand von Studien zur Vormoderne und Moderne.


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geboren 1972, ist Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Universität Zürich. Er forscht und lehrt zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

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Artikel
  • Porträt / Portrait
  • Ringier Bildarchiv. Eine Chance für die Geschichtsschreibung der Schweiz
  • Schwerpunkt / Dossiert thématique
  • Ratschlag und Beratung. Editorial – Consulter, guider et orienter. Les dimensions multiples du conseil
  • Briefsteller. Ratgebermedien des frühneuzeitlichen Korrespondenzwesens
  • Conseiller et influencer. La presse financière en France à la Belle Epoque, 1881–1914
  • Geschlechterbilder in Schweizer Ratgebern für Säuglingspflege, 1945–1970
  • Close Encounters, Time for Change. School Psychology and the Uses of Intimacy in an Expanding Welfare State. The Example of Basel in the 1970s
  • Eine arglose Eugenik? Hans Moser und die Neupositionierung der genetischen Beratung in der Schweiz, 1974–1980
  • Unterschichten, Frauen, Ausländer. Zur Normalisierung von Differenz in Familientherapie und -beratung, BRD 1960–1990
  • Der Artikel / L'article
  • Dominantes Narrativ und drängende Forschungsfragen. Zur Geschichte der Schweiz im Ersten Weltkrieg
  • Debatte / Débat – Geschichtswissenschaft in Begutachtung. Drei Repliken auf Monika Dommann und David Gugerli
  • Wohin geht der Weg? Eine Aufforderung zu mehr Debattierfreude in der Geschichte
  • Besserer Marktzugang durch geschärftes Methodenbewusstsein?
  • Was ist Qualität in der historischen Forschung? Anregungen zu einer fälligen Debatte
  • Was soll und kann Verwaltungsgeschichte? (Mitautoren Fritz Sager und Benjamin Schindler)
  • Dokument / Document
  • «… zu vorhabenden gebew ein grundriss zu machen und selbes in ein Modell zu bringen …». Pläne und Modelle am Beispiel der Gnadenkapelle in der Stiftskirche Einsiedeln

Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gib und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift auch als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.