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Dynamisierung und Umbau
Die Schweiz in den 60er und 70er Jahren
Die Schweiz 1798–1998: Staat – Gesellschaft – Politik, Band 3
Broschur
1998. 286 Seiten
ISBN 978-3-905312-68-3
CHF 48.00 / EUR 29.00 
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Diamantfeiern 1989, Fichenaffäre 1990, CH-91, EWR-Debakel 1992, "Schatten" des Zweiten Weltkrieges seit 1996, Grossfusionen und Globalisierung 1997: diese Stichworte verweisen auf Facetten einer Krisenlage, die nach vertiefter Auseinandersetzung mit den Wechselbeziehungen zwischen Staat und Gesellschaft ruft. Die Schweiz sieht sich seit einigen Jahren mit innenpolitischen Problemen und aussenpolitischen Herausforderungen konfrontiert, die grundsätzlicher Art sind und heute als krisenhafte Umbruchsituationen erfahren werden. In dieser Situation gilt es, Klärungs- und Lernprozesse zu fördern, die neue Handlungsmöglichkeiten und Reformspielräume aufzeigen und damit auch Entwicklungsperspektiven freilegen können. Die Besinnung auf 1848 soll zum Anlass genommen werden, um eine bisher kaum geführte Debatte zu dem über die Politik vermittelten innovationsoffenen Wechselverhältnis zwischen Gesellschaft und Staat zu führen und damit einen Beitrag zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben zu leisten. Dies macht Geschichtsschreibung auf neue Weise politisch relevant.
Der erste Band thematisiert Aspekte der Formationsphase von 1798-1848 und leistet einen Beitrag zur Erschliessung der erstaunlicherweise noch kaum aufgearbeiteten Vorgeschichte der Staatsgründung. Zwei weitere Bände befassen sich mit den Reformanforderungen und der Regenerationsfähigkeit der Zwischenkriegszeit (1918-1939) sowie der 60er und 70er Jahre. Ein vierter Band untersucht im Längsschnitt die Nationalisierung der schweizerischen Gesellschaft vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

geb. 1947, lebt in Basel. Studium der Allgemeinen Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Zürich. Seit 1986 freischaffender Mitarbeiter diverser Forschungsprojekte (u.a. Schweiz – Zweiter Weltkrieg), Ausstellungen und Publikationen (so Zürcher Kantonsgeschichte). Seit 1994 Redaktionsmitglied der historischen Zeitschrift «Traverse». Ende 2016 eine Geschichte der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Basel.

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Georg Kreis, Jahrgang 1943, ist Ordinarius für Geschichte an der Universität Basel und Präsident der Eidg. Kommission gegen Rassismus. Nach drei Arbeitsjahren zur Finanzierung des Studiums 1967 Beginn, 1972 Abschluss des Geschichtsstudiums, parallel dazu aktive Studentenpolitik, Publizistik und eine wissenschaftliche Assistenz. Anschliessend eine in normaler Art, mühsame und mit belastenden Existenzsorgen ausgestattete «Laufbahn» als akademischer Lehrer: 1981 Privatdozent, 1986 Extraordinarius, 1995 Ordinarius an der Universität Basel. Daneben, offenbar als biografische Besonderheit, zahlreiche historische Klärungsaufträge: 1989 im Fall der Villiger-Sendung von Radio DRS, 1991–1993 im Fall der Fichenaffäre, seit 1996 als Mitglied der UEK «Schweiz–Zweiter Weltkrieg», 1997 im Fall des Filmes von TSR «L'honneur perdu de la Suisse», 1998–2000 im Falle der Kontroverse um den Hamburger Mäzen Alfred Toepfer, seit 2000 als Präsident des Forschungsprogramms «Schweiz – Südafrika»; daneben seit 1992 Redaktor der zu traverse komplementären Zeitschrift SZG, RSH, RSS. Europainstitut, CH-4020 Basel; georg.kreis@unibas.ch

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