Fürsorge und Selbstermächtigung

Assistance et autonomisation de soi

Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire (ISSN 1420-4355), Band 2021/3
Broschur
Erscheint im November 2021. ca. 200 Seiten
ISBN 978-3-905315-84-4
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«Selbstermächtigung» wurde in den 1960er-Jahren zum Schlagwort der Stunde – auch im Bereich der Fürsorge und Sozialpolitik. Unter dem Eindruck des gesellschaftlichen Aufbruchs begannen sich benachteiligte Gruppen von behördlichen Vorgaben und Zwängen zu emanzipieren. Stärker als zuvor forderten und verschafften sie sich Möglichkeiten, um ihre Lebenssituation selbst zu bestimmen und zu gestalten. Gleichzeitig begannen SozialarbeiterInnen und SozialpolitikerInnen Konzepte wie Autonomie zu entdecken und die Selbstverantwortung ihrer KlientInnen zu fördern und bald auch aktiv einzufordern. Zahlreiche historische Untersuchungen haben sich in letzter Zeit mit der Aufarbeitung fürsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen beschäftigt. Diese Arbeiten haben bisher stark auf Zwangsaspekte, rechtliche Rahmenbedingungen und Vollzugseinrichtungen fokussiert. Der Heftschwerpunkt stellt demgegenüber Strategien der Selbstermächtigung und des Widerstands in den Vordergrund, die von den betroffenen Personen selbst ausgingen, unter Umständen aber auch «von oben» gefördert wurden.


ist promovierter Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der UEK Administative Versorgungen, freier Mitarbeiter am Institut für Medizingeschichte der Universität Bern und Leiter der Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen der Stadt Bern.


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a étudié à Genève et à Paris. Après une thèse sur les parcours de militant·e·s antinazi·e·s allemand·e·s entre les années 1930 et 1970, ses recherches ont porté sur l’histoire de la philanthropie et de l’intervention dans le social. Dans le cadre des travaux de la CIE, elle a analysé les aspects économiques de l’internement administratif.


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ist promovierte Historikerin. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin eines vom SNF finanzierten Forschungsprojekts an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (Zürich) und Forschungsbeauftragte am Institut des humanités en médecine (Lausanne). Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Medizin und Gesundheit, der Behinderung, der Kindheit, geschlechterhistorische Perspektiven.


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ist promovierte Historikerin und Privatdozentin an der Universität Freiburg. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am historischen Institut und am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung, Universität Bern. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Armut und sozialen Sicherheit, Frauen- und Geschlechtergeschichte.


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Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gibt und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.

Ab Nummer 1/2019 kann die traverse auch digital im Abonnement oder als Einzelheft bezogen werden.

Abonnement gedruckt plus digital:
CHF 75 / EUR 60, für Studierende (gegen Nachweis) CHF 54 / EUR 50. Neu erhalten Sie zusätzlich zur gedruckten Publikation auch die PDF-Version des Hefts. Dazu benötigt der Verlag eine entsprechende Information und Ihre E-Mail-Adresse.

Abonnement digital:
Die Zeitschrift kann auch nur digital bezogen werden. Das digitale Abonnement kostet CHF 50 / EUR 45, für Studierende (gegen Nachweis) CHF 25 / EUR 20.

Einzelheft: Die Einzelnummer kostet gedruckt CHF 28 / EUR 24 und digital CHF 20 / EUR 20.

Nous avons le plaisir de vous annoncer que traverse est désormais disponible sous forme digitale à partir du premier numéro de l’année 2019, et cela aussi bien pour l’achat d’un numéro unique que sous forme d’abonnement.

Abonnement papier et digital:
Le prix d’un abonnement à la revue papier demeure inchangé, à hauteur de CHF 75 / EUR 60 (réduction à CHF 54 / EUR 50 pour les étudiantes et les étudiants sur présentation d’une attestation). A partir de 2019, cet abonnement inclut également les numéros en version PDF.

Abonnement digital:
traverse est également disponible grâce à un abonnement exclusivement digital au prix de CHF 50 / EUR 45 (réduction à CHF 25 / EUR 20 pour les étudiantes et les étudiants sur présentation d’une attestation).

Numéros uniques:
Les numéros uniques papier peuvent être commandés au prix de CHF 28 / EUR 24 (réduction à CHF 20 / EUR 20 en version électronique).