Lebensalter
Les âges de la vie
Traverse 2017/2
Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire. ISSN 1420-4355, Band 2017
Broschur
2017. 184 Seiten, 19 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905315-71-4
CHF 28.00 / EUR 24.00 
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«Wie alt bist du?» Diese Frage wird in modernen Gesellschaften nicht nur sehr häufig gestellt, sie ist auch äusserst wirkungsmächtig: Das Alter verweist Menschen auf bestimmte soziale Positionen.
Die Bedeutung von Lebensalter war (und ist) allerdings in höchstem Masse kontingent: Wie die verschiedenen Lebensalter voneinander abzugrenzen sind, war vielfältigen historischen Aushandlungsprozessen unterworfen, ebenso wie die Frage, welches Lebensalter als das «glücklichste» oder «produktivste» gilt. Das Heft fragt nach der Herstellung von Lebensaltern im Zusammenspiel von Diskursen, institutionellen Settings und sozialen Praktiken. Die Beiträge gehen der Wissensproduktion zum Lebensalter seit der Frühen Neuzeit bis ins ausgehende 20. Jahrhundert nach und zeigen auf, wie in der Herausbildung spezifischer Berufsfelder, in diplomatischen Verhandlungen oder in der Ausgestaltung sozialer Sicherheit spezifische Konzeptionen von Lebensalter wirksam wurden.

«Quel âge as-tu ?» Souvent posée dans les sociétés modernes, cette question témoigne d’une grande efficacité, car l’âge renvoie les individus à des positions sociales particulières.
Dans une large mesure, la signification des âges de la vie se révèle cependant contingente. La construction sociale des âges résulte d’un processus historique de négociations multiples, à l’instar de l’interrogation sur la phase de la vie « la plus heureuse » ou « la plus productive ». Ce numéro analyse le processus de « production des âges » en déconstruisant les discours, les régulations institutionnelles et les pratiques sociales. Les contributions illustrent notamment comment des conceptions spécifiques des « âges de la vie » deviennent opératoires dans la formation de domaines professionnels, les négociations diplomatiques ou l’élaboration de la sécurité sociale. Ces processus sont attestés par une production de connaissances scientifiques sur les «âges» depuis l'époque moderne jusqu'à la fin du 20ème siècle.

Dominique Dirlewanger, lic. phil., ist Historiker. Er arbeitet am Gymnasium Provence in Lausanne als Geschichtslehrer, mit der Organisation memorado.ch und mit der «Interface Sciences Société» der Universität Lausanne.

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Anja Rathmann-Lutz ist Historikerin und Kunsthistorikerin. Seit 2005 arbeitet sie als Assistentin am Historischen Seminar der Universität Basel. 2010 ist ihre Dissertation «Images» Ludwigs des Heiligen im Kontext dynastischer Konflikte des 14. und 15. Jahrhunderts erschienen. Sie forscht an einem Habilitationsprojekt zur «Wahrnehmung von Veränderung im Hochmittelalter».

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Sonja Matter ist Assistentin am historischen ­Institut der Universität Bern. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Armut und die Frauen- und Geschlechtergeschichte.

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Matthias Ruoss ist Historiker an der Universität Bern. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Geschichte der Sozialpolitik und des Sozialstaats. Aktuell arbeitet er zur Konsumfinanzierungsgeschichte im 19. Jahrhundert.

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Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gib und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift auch als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.