Transnationale Feminismen

Les féminismes transnationaux

Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire (ISSN 1420-4355), Band 2016/2
Broschur
2016. 204 Seiten, 16 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905315-68-4
CHF 28.00 / EUR 24.00 
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  • Einblick
  • Buchreihe

Wie viele bürgerlich-liberale Reformprojekte des 19. Jahrhunderts war der Feminismus eine transnationale Bewegung mit globalem Anspruch. Die Konstitution des Gegenstands – die Reform der Geschlechterordnung – beruhte indes auf (oftmals impliziten) Grundannahmen, die kulturell spezifisch waren und bei der kontinuierlichen globalen Expansion der Frauenbewegung seit Beginn des 20. Jahrhunderts für wachsende interne Verständigungsprobleme sorgten. Die Antwort auf die Frage, wie ein gerechtes Arrangement der Geschlechter beschaffen sein sollte, war folglich alles andere als evident. Das Heft untersucht die transkulturelle Kommunikation innerhalb des feministischen Projekts und richtet den Blick auf internationale feministische Organisationen, auf grenzüberschreitende politische Aktionen von Feministinnen und die Produktion feministischer Kunst und Wissenschaft. Die Beiträge fragen nach den Ambivalenzen und Widersprüchen, die den Feminismus als Diskurs der europäischen Moderne charakterisieren, und untersuchen Brüche und Konflikte in transnationalen feministischen Emanzipationsbestrebungen.


Regula Ludi ist Historikerin und unterrichtet an den Universitäten Fribourg und Zürich. Forschungsschwerpunkte in der Zeitgeschichte, Vergangenheits- und Geschichtspolitik, Geschichte der Menschenrechte, Kriminalitätsgeschichte und Geschlechtergeschichte.

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Sonja Matter ist Assistentin am historischen ­Institut der Universität Bern. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte der Armut und die Frauen- und Geschlechtergeschichte.

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Artikel
  • Transnationale Feminismen. Editorial / Féminismes transnationaux. Editorial
  • «Internationale» Frauenbewegungen. Perspektiven einer Begriffsgeschichte und einer transnationalen Geschichte
  • Ermächtigung oder Entmündigung türkischer Feministinnen? Die Aufnahme des Türkischen Frauenbunds in die «International Alliance of Women» in der Zwischenkriegszeit
  • Frauenpolizei als Politikum. Die Forderungen der transnationalen Frauenorganisationen im «Advisory Committee on the Traffic in Women and Children» des Völkerbunds
  • L’éducation des filles comme vecteur de coopération internationale. Un défi relevé par la Fédération internationale des femmes diplômées des universités (1919–1970)
  • «Erlebte Solidarität». Die Frauengesundheitsbewegung der 1970er-Jahre als imaginierte transnationale Gemeinschaft
  • L’écoféminisme, transnational? Multiethnicités, influences et enjeux
  • Brüche im Kontinuum. Feministische Kritik im Spannungsfeld polnischer Identitätssuche
  • Le personnel est politique. Avant-garde féministe et mouvement des femmes des années 1970
  • Porträt / Portrait
  • Die Schweizerische Osteuropabibliothek
  • Der Artikel / L’article
  • Les commémorations de la révolution russe d’Octobre 1917 dans la presse filmée occidentale (1947–1967)
  • Debatte / Débat
  • Österreich und die Schweiz. Streiflichter auf unterschiedliche Geschichts- und Gedenkkulturen im Jubiläumsjahr 2015

Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gib und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift auch als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.