Alltag unter Zwang / Un quotidien sous contrainte / Vivere sotto costrizione

Zwischen Anstaltsinternierung und Entlassung / De l’internement à la libération / Dall’internamento in istituto alla liberazione

Texte deutsch, französisch, italienisch

Veröffentlichungen der Unabhängigen Expertenkommission Administrative Versorgungen, Band 8
Halbleinen
Erscheint im Juni 2019.
ISBN 978-3-0340-1518-9
ca. CHF 68.00 / EUR 68.00 
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Wie sah das Leben hinter Anstaltsmauern aus? Welche Wege führten aus der Anstalt? Und was kam danach? Erstmals werden zentrale Aspekte der Anstalts- und Entlassungspraxis administrativer Internierung in der Schweiz vergleichend und aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Der vorliegende Band zeigt am Beispiel von fünf Anstalten mit unterschiedlichen Profilen die Entwicklungen der administrativen Versorgung bis 1981 auf. Die Anstalten von Bellechasse (Freiburg), die Casa per intemperanti La Valletta in Mendrisio (Tessin), die Anstalten für Frauen in Hindelbank (Bern), das Heim für katholische Mädchen in Richterswil (Zürich) sowie die Arbeitserziehungsanstalt in Uitikon für junge Männer (Zürich) stehen exemplarisch für die Schweizer Anstaltslandschaft. Die Untersuchung fragt nach alltäglichen Abläufen und Formen der Disziplinierung in den Institutionen, nach ökonomischen Aspekten administrativer Internierungen und nach der Entlassungspraxis. Die «Freiwilligen» der Anstalten von Bellechasse werden ebenso thematisiert wie die Arbeit der kantonalen Schutzaufsicht in Schwyz.


studierte Geschichte an den Universitäten Zürich und Basel. Sie war Kommissionsmitglied und Forschungsleiterin der UEK Administrative Versorgungen und arbeitet als freischaffende Historikerin mit den Forschungsschwerpunkten Schweizer Zeitgeschichte, fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen sowie Oral History.


Bücher im Chronos Verlag


studierte Geschichte und Germanistik an den Universitäten Basel und Berlin. Nach Tätigkeiten im Museumsbereich und im Verlagswesen arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der UEK Administrative Versorgungen.


Bücher im Chronos Verlag


studierte Zeitgeschichte und Italienisch an der Universität Freiburg (Schweiz). Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin der UEK Administrative Versorgungen.


studierte Geschichte, Germanistik und Medienwissenschaften an der Universität Basel und publizierte unter anderem zur Fremdplatzierung von Kindern. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin der UEK Administrative Versorgungen.


a étudié à Genève et à Paris. Après une thèse sur les parcours de militant·e·s antinazi·e·s allemand·e·s entre les années 1930 et 1970, ses recherches ont porté sur l’histoire de la philanthropie et de l’intervention dans le social. Dans le cadre des travaux de la CIE, elle a analysé les aspects économiques de l’internement administratif.


Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag


studierte Geschichte mit den Schwerpunkten Schweizer und neueste Geschichte, öffentliches Recht und Volkswirtschaft an der Universität Bern. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin der UEK Administrative Versorgungen.


studierte Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte an der Universität Freiburg (Schweiz). Als wissenschaftliche Mitarbeiterin forschte sie für die UEK Administrative Versorgungen.


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Der Bundesrat beauftragte Ende 2014 eine unabhängige Expertenkommission (UEK) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der administrativen Versorgungen in der Schweiz vor 1981. Dazu gehörten insbesondere die Auseinandersetzung mit der Perspektive von Betroffenen und Opfern sowie die Analyse staatlicher Interventionen und behördlichen Handelns. Die UEK sollte dabei auch die Bezüge zu allen anderen fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen berücksichtigen. Die Kom­mission veröffentlicht ihre Forschungserkenntnisse in neun Monografien sowie einem Synthesebericht zuhanden des Bundesrates.

Die UEK Administrative Versorgungen wurde interdisziplinär zusammen­gesetzt: Sie besteht aus neun Mitgliedern, hauptsächlich Historikerinnen und Historiker, aber auch aus Vertreterinnen und Vertretern der Sozialwissen­schaften, der Psychiatriegeschichte/Psychiatrie und der Rechtswissenschaften.