Fremdplatziert

Heimerziehung in der Schweiz, 1940–1990

Gebunden
Erscheint im September 2018. ca. 320 Seiten
ISBN 978-3-0340-1440-3
ca. CHF 38.00 / EUR 38.00 
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Auf politischer Ebene sowie in der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung hat die Diskussion über die Geschichte der Fremdplatzierung aktuell an Fahrt gewonnen.
Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wurden Zehntausende Kinder und Jugendliche von ihren Familien getrennt und in Pflege­familien oder Heimen untergebracht. Behördliche Rhetorik, pädagogische Diskurse und die Realität der Betroffenen klafften dabei weit auseinander.
Das Buch bietet erstmals eine gesamtschweizerisch und interdisziplinär angelegte Sicht auf die Geschichte der Fremdplatzierung. Fokussiert wird dabei die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Wandlungsprozesse von Fremdplatzierungen und die gesellschaftlichen und biografischen Bedingungen dieser Veränderungen. Besonderer Wert wird auf Vergleiche zwischen Sprachregionen, Kantonen und Konfessionen gelegt und es werden die öffentlichen Diskussionen, die Praxis der Umsetzung von Fremdplatzierungen wie auch das persönliche Erleben der Betroffenen berücksichtigt.
Durch diesen konsequent vergleichenden Ansatz sowie die multiperspektivische Betrachtung vermag der Band nicht nur das Wissen zur Schweizer Heimerziehung bedeutend zu vermehren, sondern auch die Vielschichtigkeit der Thematik in aufschlussreicher Weise auszuloten.


Gisela Hauss (FHNW) ist Professorin an der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Nordwestschweiz am Institut Integration und Partizipation. Sie lehrt und forscht zur Geschichte von Jugendhilfe und Kinderschutz, zu Gender und sozialen Ungleichheiten. Sie ist Leiterin des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Sinergia-Forschungsverbundes «Placing Children in Care. Child Welfare in Switzerland».

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Thomas Gabriel (ZHAW) ist Professor und Leiter des Instituts für Kindheit, Jugend und Familie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hochschule für Soziale Arbeit. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Kinder und Jugendhilfe, hier speziell Heimerziehung und Hilfen zur Erziehung. Er arbeitet zu internationalen Vergleichen in der Jugendhilfe und forscht über Delinquenz und Jugendgewalt.

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Martin Lengwiler (Universität Basel) ist Professor für Neuere Allgemeine Geschichte am Departement Geschichte der Universität Basel. Seine Schwerpunkte liegen in der Geschichte des Sozialstaates, der modernen Wissenschaftsgeschichte sowie in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

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