Pop. Der Sound der Zeitgeschichte

Pop. La bande-son de l’histoire contemporaine

Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire (ISSN 1420-4355), Band 2019/2
Broschur
2019. 208 Seiten, 24 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905315-77-6
CHF 28.00 / EUR 24.00 
E-Book (pdf)
2019. 208 Seiten, 24 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-9501-3
CHF 20.00 / EUR 20.00 
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Einblick
  • In den Medien
  • Buchreihe
  • Service

Pop ist der Soundtrack der Zeitgeschichte. Popmusik stellt ein Medium der Vergesellschaftung dar, bestimmt Zugehörigkeiten und Ausgrenzungen, definiert Szenen und Generatio­nen und übersetzt gesellschaftliche Konflikte in Habitus und Sound. Pop setzte im 20. Jahrhundert globale Waren- und Wissensströme in Gang, liess gemeinsame Vorstellungen von der Beschaffenheit der Welt entstehen. Kurz: Popmusik ist als soziale, kulturelle und politische Praxis der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von unüberhörbarer Bedeutung. Die pophistorischen traverse-Beiträge nehmen Popmusik als Wissens-, ­Kultur- und Gesellschaftsphänomen in der Schweiz ernst. Sie beleuchten die Etablierung von Szenen von Hardcore bis Hiphop, verorten die Schweiz in internationalen pop­musikalischen Bewegungen von Beat bis Punk oder identifizieren helvetische Hybridkulturen zwischen Pop und Schlager. Dabei ist Pop stets mehr als nur Musik. Die traverse kann aufzeigen, wie stark Popmusik die schweizerische Gesellschaft des 20. Jahrhunderts durchdrang und ihre spezifischen Eigenarten, aber auch transnationalen Vernetzungen widerspiegelte.


Erich Keller hat Geschichte und Deutsche ­Literaturwissenschaft studiert und promovierte mit der ­Studie «Bürger und Juden. Die Familie Wyler-Bloch in Zürich 1880–1954 Biografie als Erinnerungsraum» an der Universität Zürich. Er arbeitet als Publizist und Historiker mit Schwerpunkt Kulturgeschichte in Zürich.


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Artikel
  • Pop, der Soundtrack der Zeitgeschichte?

    Editorial

    S. 7 – 14
  • La musique pop, bande-son de l’histoire contemporaine?

    Éditorial

    S. 15 – 22
  • Schweizer Pop und Volksmusik. Eine hundertjährige On-off-Beziehung
    S. 23 – 40
  • Swiss Wave. L’inscription de la musique pop en Suisse au tournant des années 1980
    S. 41 – 51
  • Pop ist mehr als Sound. Eine Relektüre von POP – die Zeitschrift für uns
    S. 52 – 71
  • «Our future is the future for many». Kleenex/LiLiPUT, Punk und die Schweiz
    S. 72 – 91
  • Deutschschweizer Rap. Lokaler Sound einer globalen Kultur
    S. 92 – 104
  • Xsans compromisX. Autoethnographie rétrospective de la création d’un fanzine hardcore punk en Suisse romande à l’aube du XXIe siècle
    S. 105 – 117
  • In memoriam Mario König (1947–2019)
    S. 118 – 132
  • Der leichtfüssige Langstreckenläufer in der Landschaft der Geschichte
    S. 119 – 123
  • Der Historiker als Wissenschaftler und Freiberufler. Erinnerungen an Mario König (1947–2019)
    S. 124 – 128
  • Traverse und Thurgau. Erinnerungen an Mario König
    S. 129 – 132
  • Jazz statt vaterländischen Liedguts. Über einen nicht nur musikalischen Stilbruch – Anmerkungen zu einer Bildreportage aus der Arbeitserziehungsanstalt Uitikon am Albis
    S. 133 – 144
  • Das Schweizerische Museum und Zentrum für elektronische Musikinstrumente
    S. 145 – 162
  • Regionalpolitik von links. Die satirische Darstellung des Matterhorns in den Debatten um die Zukunft der Schweizer Berggebiete in den 1980er-Jahren
    S. 154 – 162
  • Ueli der Reformator. Wenig mehr als eine Filmkritik
    S. 163 – 178

Pressestimmen

«In der prägnanten Einleitung zum Thema skizziert der Historiker Erich Keller die Kraftfelder, in denen Pop-Musik und Fragen der gesellschaftlichen Pluralisierung, Modernisierung und Dissidenz interagieren. Vor allem aber macht er auf ein Desiderat aufmerksam: dass zwar ausserakademische Kreise längst beachtliche Wissensbestände zu Genres wie Rap, Punk oder Heavy Metal angehäuft haben, die Geschichtswissenschaft, die Archive und Museen sich bisher aber kaum dafür interessierten, insbesondere in der Schweiz. Die in der Zeitschrift versammelten [...] Beiträge sind denn auch als Startschuss für weitere Forschungen zu sehen.»

NZZ, 1. Oktober 2019, Marc Tribelhorn

Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gibt und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.