Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire (ISSN 1420-4355), Band 2020/3
Broschur
Erscheint im November 2020.
ISBN 978-3-905315-81-3
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Die Erforschung der Alltagsmobilität tritt vermehrt neben die Betrachtung reiner Verkehrsphänomene. In ihrer täglichen Ausprägung ist sie Teil der materiellen Kultur. Das Konzept der Mobilität bezieht sich nicht nur auf Infrastrukturen, technische Artefakte, Transportleistungen und verkehrspolitische Weichenstellungen. Vielmehr gilt es, auch die sozioökonomischen und raumstrukturellen Potenziale von Verkehrs­systemen in den Blick zu nehmen. Für die Mobilität sind nicht zuletzt auch Phänomene konstitutiv, bei denen die Vielzahl individueller Entscheidungen in eine bestimmte Richtung wirkt. So landet nicht selten im Stau, wer schnell auf Strassen vorwärtskommen will, weil viele andere dies auch wollen. Und es entstehen dort neue Trampelpfade, wo viele Einzelne vom Weg abweichen.
So verstandene Mobilität ist nicht auf die Zeit der Moderne beschränkt. Die historische Mobilitätsforschung fokussiert sowohl auf die Entwicklung individueller oder gruppenspezifischer Bewegungen als auch auf die Potenziale von solchen. Das Quellenspektrum ist vielfältig und prekär, es reicht von literarischen Quellen bis zu amtlichen Statistiken.



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Ueli Haefeli, Prof Dr. phil., Historiker. Arbeitsschwerpunkte: historische und sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung, Umweltgeschichte.
Gesellschafter von Interface Politikstudien. Forschung Beratung,
Seidenhofstrasse 12, 6003 Luzern, sowie Titularprofessor Universität Bern, haefeli@Interface-pol.ch


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Herausgeber/in der Reihe

Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gibt und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.