Transnationalismus und Migration
Traverse 2005/1
Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire. ISSN 1420-4355, Band 34
Broschur
2005. 216 Seiten
ISBN 978-3-905315-34-9
CHF 28.00 / EUR 18.80 
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  • Einblick
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Dieses traverse-Heft setzt sich mit dem Konzept des «Transnationalismus» innerhalb der Migrationsforschung in der Geschichte (und anderen Kulturwissenschaften) auseinander.
Migrationsgeschichte handelt in den meisten Fällen von der Überschreitung nationaler Grenzen. Gleichzeitig dominiert in unserer Disziplin die «nationale Geschichtsschreibung». Das Transnationalismuskonzept entwickelt sich aus einer Kritik an einem ausschliesslich auf «Territorium» und «Nation» fokussierten Kulturverständnis. Der von der Ideologie des Nationalstaates ausgehende Blick auf Migration wandelte sich in der Folge vermehrt in eine «transnationale» Perspektive. In diesem Themenschwerpunkt stehen dabei einerseits die «transnationalen Netzwerke» und «sozialen Felder» von MigrantInnen im Vordergrund, andererseits die «transnationale Kultur», die sich vor allem auf die Ströme von Ideen und materiellen Gütern bezieht.


Bettina Zeugin, Historikerin, lic. phil. hist., geboren 1968 in Basel. Studium der Geschichte, Kunstwissenschaft und Philosophie an der Universität Basel. 1996 Lizentiatsarbeit über den Zionismus-Revisionismus in der Schweiz zwischen 1925 und 1935. Danach Tätigkeiten im Karikaturen & Cartoon Museum in Basel und im Museum für Kommunikation in Bern. Nachdiplomstudium an der Universität Basel in Kulturmanagement. Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Unabhängigen Expertenkommission Schweiz - Zweiter Weltkrieg (Koautorin des Beiheftes zum Flüchtlings-Zwischenbericht: Lösegelderpressungen), Mitglied der wissenschaftlichen Projektleitung, Mitglied der Redaktionsgruppe Schlussbericht. Publikationen: «Die Universitätsbibliothek Basel». In: Architekturmuseum Basel, Otto Senn (Hg.): «Raum als Form» (Basel 1990); «Drei Tage in Basel»; «Die Anfänge des Zionismus in Basel und der Schweiz: 1897–1918»; «Die 22 Zionistenkongresse bis zur Staatsgründung Israels»; «Strömungen im Zionismus». Alle in: Heiko Haumann (Hg.) «Der Erste Zionistenkongress von 1897 – Ursachen, Bedeutung, Aktualität» (Basel 1997); «Utopie und Wirklichkeit: Michael Schabad und der Revisionismus in der Schweiz». In: Heiko Haumann (Hg.): «Der Traum von Israel. Ursprünge des modernen Zionismus» (Weinheim 1998); Verein Frauenstadtrundgang Basel (Hg.) (Mitherausgeberin) «Geschichten aus der Empore. Auf den Spuren jüdischer Frauen in Basel» (Basel 1999); IG Tanz Basel (Hg.) «Katja Wulff» (Basel 2001).


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est Professeur d’histoire à l’Institut d’histoire économique et sociale de l’Université de Lausanne. Ses sujets de recherche portent sur l’histoire des élites économiques au XXe siècle et sur l’histoire globale.

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Barbara Lüthi ist Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Basel. Sie arbeitet an einer Habilitation zur Sicherheit und Mobilität in den USA im 20. Jahrhundert. Autorin von verschiedenen Publikationen im Bereich der U.S. Kultur- und Sozialgeschichte, Migrationsgeschichte. Redaktionsmitglied von Traverse (Schweiz) und WerkstattGeschichte (Deutschland).

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Inhalt
Die Trans-Begrifflichkeit und ihre Einbettung in gesellschaftliche Realitäten
Die Beziehung von Diaspora und Transnationalismus
Der Grenzraum als Laboratorium: EU-Integration, transnationale Politik und lokale Identitäten in einer Stadt an der deutsch-polnischen Grenze
Interview mit dem Künstlerduo Mauricio Dias (Brasilien) und Walter Riedweg (Schweiz)
Transkulturalität am Beispiel der Worldmusic in Westafrika
Le refuge huguenot consécutif à la Révocation de l'Edit de Nantes (17e-18e siècles)


Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gib und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift auch als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.