Naturkatastrophen – Catastrophes naturelles
Traverse 2003/3
Traverse. Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire. ISSN 1420-4355, Band 30
Broschur
2003. 216 Seiten
ISBN 978-3-905315-30-1
CHF 25.00 / EUR 17.40 
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Überschwemmungen, Erdrutsche, Vulkanausbrüche, Felsstürze, Lawinen scheinen in den letzten Jahren bedrohlich zuzunehmen. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass uns die Medien von Katastrophen mit grossen Schäden und vielen Toten berichten. Diese traverse thematisiert den Umgang mit historischen Naturkatastrophen sowie das Verhalten der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Bedrohung durch die Umwelt anhand von Beispielen aus Mittel- und Südeuropa vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Wahrnehmung von Naturkatastrophen und damit verknüpft die Frage, was eigentlich eine «Natur»-Katastrophe ist.

Katja Hürlimann, Dr. phil., Historikerin, arbeitet als Mittelschullehrerin und freischaffende Historikerin, zur Zeit Projektleiterin Luzerner Kantonsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Schweizer Geschichte, Historische Kriminalitätsforschung, Wald- und Forstgeschichte, Umweltgeschichte.

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Monika Gisler, Dr. phil. Sozialwissenschafterin mit eigenem Büro (www.unternehmengeschichte.ch). Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Ökonomie der Wissenschaft und des Wissens (insbesondere Naturwissenschaften und life sciences), Sozial- und Umweltgeschichte, Inter- und Transdisziplinarität

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Inhalt
Beate Althammer (Trier): Die Cholera - eine Naturkatastrophe? Reaktionen angesichts einer tödlichen Seuche im Rheinland und in Katalonien 1831-1867

Christian Rohr (Salzburg): Der Fluss als Ernährer und Zerstörer. Zur Wahrnehmung, Deutung und Bewältigung von Überschwemmungen an den Flüssen Salzach und Inn (13.-16. Jahrhundert)

José Mouthaan (Florenz): Early Modern Perceptions of Natural Disasters: The Eruption of the Vesuvius in 1631

Richard Lange (Berlin): Bilder eines Deichbruchs - Katastrophendarstellungen zwischen Ereignisbericht und moralischem Exempel

Christian Mathieu (Saarbrücken): «indubitata invenzione di capo». Zur gesellschaftlichen Konstruktion ökologischer Risiken im frühneuzeitlichen Venedig

Grégory Quenet (Paris): Les tremblements de terre en France aux XVIIe et XVIIIe siècles. Une histoire sociale du risque

Christine Wanner (Bern): Ein untragbares Risiko? Naturkatastrophen als Auslöser für Lernprozesse: Die Entstehung der Elementarschadenversicherung in der Schweiz

Andrea a Marca (Bellinzona): Alluvione e reazione. Il Ticino e le svolte nella gestione del territorio dopo la catastrofe del 1868

Ernst Riegg (Potsdam): Brandkatastrophen und stadtbürgerliche Identität. Die Wahrnehmung von Stadtbränden in der städtischen Chronistik


Einzelheft CHF 28 / EUR 24
Jahresabonnement CHF 75 / EUR 60
Abo für Studierende CHF 54 (nur in der Schweiz)

Die zweisprachige Zeitschrift versteht sich als Forum der Geschichtsforschenden in der Schweiz mit einem Horizont, der über Landes- und Fachgrenzen hinausreicht. «Traverse» ist sowohl eine historische Fachzeitschrift als auch ein Organ, das einem interessierten Publikum Einblick in aktuelle historische Forschung gib und deren Beitrag zu gesellschaftlich relevanten Fragen diskutiert. Zudem versteht sich die Zeitschrift auch als Publikationsorgan für jüngere Forschende.

Cette revue bilingue se définit comme un forum pour les historiennes et historiens suisses et s’efforce de dépasser les frontières nationales et entre les disciplines. «Traverse» est non seulement une revue d’histoire mais aussi un organe qui offre à tout public intéressé une entrée dans la recherche historique récente et apporte sa contribution à des débats de société. La revue favorise en particulier la publication de jeunes chercheuses et chercheurs.