«Wäre er nicht im nördlichsten Sibirien interniert gewesen …», notierte ein Beamter im Mai 1928 auf der Rückseite einer fremdenpolizeilichen Akte. Davor und danach lokalisierten ihn die Verzeichnisse der deutschen Militärbürokratie, die Listen der russländischen Lagerverwaltung, die Protokolle humanitärer Organisationen, die Akten zahlreicher Einwohnerämter und die Dossiers der schweizerischen Migrationsbehörden. Sie gaben ihm meistens eine Nummer, um ihn in den Papieren wieder zu finden, und eine Adresse. So hielten amtliche und private Schreibstuben die Stationen seines bewegten Lebenslaufs fest und formatierten dabei ein Papierleben, das vom Weltkrieg, vom Untergang dreier Kaiserreiche und von weltgesellschaftlichen Veränderungen geprägt war.