An den Grenzen der Berechenbarkeit

Supercomputing in Stuttgart

Gebunden
2021. 168 Seiten, 14 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1620-9
CHF 30.00 / EUR 28.00 
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Supercomputing ist exklusives Rechnen an den äussersten Grenzen der Berechenbarkeit. Es ist also umstritten, politisch attraktiv und kostet viel Geld.
David Gugerli und Ricky Wichum zeigen, wie sich Höchstleistungsrechnen in Stuttgart seit 1970 entwickelt hat – mit vielen überraschenden Wendungen, Krisen im Betrieb und neuen technischen Grenzen. So landete der Ausbau des Rechenzentrums in den 1970er-Jahren bei der Installation eines veralteten Supercomputers, und die spektakuläre Anschaffung des schnellsten Rechners der Welt in den 1980er-Jahren erzeugte über viele Jahre hinweg eine aufregende Suche nach Nutzern und geeigneten Betriebsformen. Als Internetze in den 1990er-Jahren globale Verbindungen möglich machten, war Stuttgart ganz vorne dabei und musste nach transatlantischen Experimenten feststellen, dass die Frage nach dem Supercomputing im eigenen Land entschieden wird. Sorgfältig betreute «User» und ein kooperatives deutsches Angebot für Europa standen in den 2000er-Jahren im Vordergrund. Inzwischen zeichnen sich bei der Hardware Wachstumsgrenzen ab, mit denen bisher niemand gerechnet hatte.
Aus technikhistorischer Perspektive gilt weiterhin: Supercomputing geht nur dann, wenn Rechner, Wissenschaft, Industrie und Politik immer wieder neu konfiguriert werden.


David Gugerli, geb. 1961, ist ordentlicher Professor für Technikgeschichte an der ETH Zürich. In seinen Forschungsprojekten beschäftigt er sich mit der Geschichte der Energieversorgung, der technisch-wissenschaftlichen Erfassung von Räumen, der Entwicklung digitaler Telekommunikationsweisen und der Genese des technisierten menschlichen Körpers.


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Herausgeber/in der Reihe


geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Technikgeschichte, ETH Zürich. Aktuell beschäftigt er sich mit dem Einsatz von Informationssystemen in der öffentlichen Verwaltung.


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Pressestimmen

«Mit den 19,5 PFlops des Hawk-Superrechners stand Stuttgart im November 2020 bezüglich Rechenleistung an dritter Stelle der schnellsten deutschen Computer, europaweit an fünfter und weltweit an sechzehnter. [...] Global spielt also das auf Computational Fluid Dynamics spezialisierte Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart in der Top-Liga mit. Es ist aber nicht nur die Rechenleistung, die das Rechenzentrum interessant macht, sondern auch dessen Geschichte, die sich über ein halbes Jahrhundert spannt, und die in diesem Buch präsentiert wird. [...] Bei der Lektüre wird klar, dass diese Geschichte nicht linear verlief, sondern von Krisen, Konflikten und Neuanfängen geprägt war. [...] Den Autoren gelingt es, aus den ineinander verzahnten wissenschaftlichen, technischen, ökonomischen und politischen Aspekten der Bereitstellung des Supercomputings in Stuttgart ein plausibles Gesamtbild mit überraschenden Momenten zu weben.»

Vollständige Rezension

Bulletin SEV/VSE, 11. Juni 2021, Radomír Novotný