«... all diese fingierten, notierten, in meinem Kopf ungefähr wieder zusammengesetzten Ichs»
Autobiographie und Autofiktion
Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Band 3
Broschur
2012. 208 Seiten, 28 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1110-5
CHF 23.00 / EUR 18.90 
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Dass jede literarische Selbstdarstellung fiktionale Elemente beinhaltet, ist in der gegenwärtigen Autobiographie-Diskussion unbestritten. Mit dem von Serge Doubrovsky geprägten Terminus «Autofiktion» hat sich die Forschung verstärkt literarischen Texten zugewendet, die fiktionales und faktuales Erzählen der eigenen Biographie mehr oder minder offensichtlich vermischen und so die Problematik literarischer Selbstthematisierung reflektieren.
Ausgehend von der theoretischen Diskussion um Autobio­graphie und Autofiktion werden Texte und Textentwürfe von Robert Walser, Annemarie Schwarzenbach, Paul Nizon, Friedrich Dürrenmatt und Urs Widmer mit ihren je eigenen und nicht selten eigenwilligen Konzepten des literarischen Umgangs mit der Biographie untersucht.

Vertrieb in Deutschland und Österreich: Wallstein Verlag, ISBN 978-3-8353-1006-3

geb. 1964, ist Literaturwissenschaftler und Publizist. Projektleiter der Somme­r­­­­aka­demie Schweizer Literatur am Centre Dürrenmatt Neuchâtel 2006, 2008 und 2010.

Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag


geb. 1961, seit 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern, Organisator der Sommer­akademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt, Neuchâtel. Lehrbeauftragter am Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Fribourg.


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Artikel
  • Autobiographie und Autofiktion. Einige begriffskritische Bemerkungen
  • «Versuch, ein Selbstbildnis herzustellen». Ein philologisch-poetologischer Kommentar zu Robert Walsers Prosastück «Meine Bemühungen»
  • Der autofiktionale Pakt. Zur (Re-)Konstruktion von Robert Walsers «Felix»-Szenen
  • «Je serai Archéologue». Ein autofiktionales Lebenskonzept bei Annemarie Schwarzenbach
  • Friedrich Dürrenmatts «Stoffe» als Autofiktion
  • Autofiktionalität und Heterotopie. Paul Nizons Selbsterfindung im ‹schöpferischen Apparat› des Journals
  • Mit Schere und Klebstreifen. Die Literarisierung von Paul Nizons Journalen
  • Textgenetische Beob­achtungen zu Urs Widmer

Expertinnen und Experten stellen Schweizer Literatur in internationalem Kontext zur Diskussion. Manuskripte und andere Archivalien finden in den eingängig formulierten Beiträgen besondere Berücksichtigung. Die Beiträge zur Sommerakademie des SLA im Centre Dürrenmatt Neuchâtel erscheinen in thematischen Bänden bei den Verlagen Wallstein und Chronos.