Avantgarden und Avantgardismus

Programme und Praktiken emphatischer kultureller Innovation

Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Band 6
Klappenbroschur
Erscheint im November 2018. ca. 264 Seiten, ca. 30 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1482-3
ca. CHF 21.00 / EUR 18.90 
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Avantgarde und Avantgardismus sind Schlüssel­begriffe in der Diskussion um inno­vative Dynamiken in Kunst und Literatur des 20. Jahrhunderts. Neben Fallstudien zu historisch signifikanten Avantgarde­projekten und -bewegungen werfen die Beiträge auch Fragen zur methodischen Tragweite des Avantgardebegriffs auf.
«Ich zähle mich nicht zur heutigen Avantgarde.» Mit dieser Bemerkung grenzt sich Friedrich Dürrenmatt 1956 dezidiert von den neoavantgardistischen Tendenzen ab, die zur selben Zeit in Literatur und Künsten aufbrechen. Dennoch ist der Einfluss der Pariser Avantgarde des Absurden ­(Adamov, Beckett, Ionesco) auf seine Konzeption des grotesken Theaters unverkennbar. Offensichtlich handelt es sich bei «Avantgarde» um einen streit- wie dehnbaren Begriff, der unterschiedlichste Vorstellungen und Positionen aufruft.
Was Avantgarden sind, wie sie im literarischen Feld auftreten und wie sie sich selbst zum Etikett «Avantgarde» verhalten – diesen Fragen gehen die Beiträge anhand materialreicher Fallstudien zu verschiedenen Künsten von den historischen Avantgarden bis zum Postavantgardismus nach. Flankiert wird das geschichtliche Interesse durch ein begriffsgeschichtliches: Welche Bild­bereiche dienen zur Benennung emphatischer kultureller Innovationen? Über welche Abgrenzungsbewegungen erfolgt in unterschiedlichen Kontexten die Selbst- wie auch die Fremdbeschreibung als «Avantgarde»?

Mit Beiträgen von Andrea Albrecht, Madeleine Betschart, Urs Engeler, Michael Fischer, Thomas Hunkeler, Andreas Kotte, Harry Lehmann, Marcel Lepper, Stefanie Leuenberger, Andreas Mauz, Hendrikje Schauer, Hubert van den Berg, Ulrich Weber, Magnus Wieland, Sandro Zanetti, Martin Zingg


geb. 1973, Germanist und ev. Theologe, seit 2011 Oberassistent an der Theologischen Fakultät Zürich, Organisator der Sommerakademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt, Neuchâtel.

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geb. 1961, seit 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern, Organisator der Sommer­akademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt, Neuchâtel. Lehrbeauftragter am Institut für allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Fribourg.


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wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern. Projektleiter zur Erschliessung und Erforschung von Verlags­archiven.

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Expertinnen und Experten stellen Schweizer Literatur in internationalem Kontext zur Diskussion. Manuskripte und andere Archivalien finden in den eingängig formulierten Beiträgen besondere Berücksichtigung. Die Beiträge zur Sommerakademie des SLA im Centre Dürrenmatt Neuchâtel erscheinen in thematischen Bänden bei den Verlagen Wallstein und Chronos.