Handwerk, Hauswerk, Heimarbeit
Nichtagrarische Tätigkeiten und Erwerbsformen in einem traditionellen Ackerbaugebiet des 18. Jahrhunderts (Zürcher Unterland)
Broschur
1986. 435 Seiten, 50 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905278-07-1
CHF 36.00 / EUR 20.00 
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«Hier ist also alles ganz Bauernstand!» Mit diesen Worten umschreibt 1783 ein Vikar die wirtschaftliche Lage einer Unterländer Gemeinde. Dieses in der Literatur seither übernommene Pauschalurteil hält einer genaueren Analyse allerdings nicht stand. Im ausgehenden Ancien régime findet bereits jede dritte Person einen Teil ihres Auskommens ausserhalb des Agrarsektors.
Da ist zunächst das traditionelle Handwerk und Gewerbe: Es ist im Unterland trotz städtisch-zünftischer Einschränkungen nicht nur umfangmässig sehr stark, sondern auch erstaunlich differenziert. Schmiede, Müller, Maurer, Weber, Wagner, Küfer und Krämer sind nur einige Berufe dieses sogenannten Professionismus, der ganz auf die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung ausgerichtet ist. Aber auch das bäuerliche Hauswerk, die Produktion gewerblicher Güter für den Eigengebrauch, ist ebenso vital wie ein überregionales Hausierwesen.

geb. 1953, promovierte in Geschichte an der Universität Zürch. Er ist Geschäftsführer der Beratungsstelle für Landesgeschichte.


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Pressestimmen
«Das gut geschriebene, durchdacht und begrifflich exakt formulierte Buch fördert die Gewerbegeschichte wie die Wirtschafts- und Sozialgeschichte des ländlichen Raums für das 18. Jahrhundert ganz erheblich.» Vierteljahrschrift für Wirtschafts- und Sozialgeschichte