Literatur und Institutionen

Deutschschweizer Literatur zwischen Heteronomie und Autonomie

Gebunden
Erscheint im Oktober 2022. ca. 336 Seiten, ca. 4 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1702-2
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Ein Gang durch die Reihe der Schweizer Autorinnen und Autoren zeigt, wie facettenreich, problembehaftet und ambivalent deren Beziehungen zu Institutionen waren. Neunzehn Beiträge untersuchen die Bandbreite und Dichte der literarischen Auseinandersetzung und durchmessen die Institutionenlandschaft der modernen Schweiz.
Die Beiträge reichen von den Zeitschriften der Helvetik, der Konstituierung der akademischen Literaturwissenschaft oder der öffentlichen Literaturförderung (Schweizerische Schillerstiftung) über die Gründung von Berufsverbänden bis hin zur Herausbildung der Jugendliteratur mit Lisa Tetzner und Kurt Held, und sie beleuchten Fallbeispiele wie die Auftragslyrik Conrad Ferdinand Meyers, das Verhältnis von Hermann Burger zur Schweizer Armee und von Thomas Hürlimann zur Kirche sowie die Institutionenkritik bei Emmy Hennings, Carl Albert Loosli, Annemarie Schwarzenbach, Friedrich Dürrenmatt oder Walter Matthias Diggelmann. Neben historischen und medientheoretischen Ansätzen, welche die äusseren Verbindungen zu Institutionen analysieren, kommen Ansätze zur (kritischen) Performanz und (Selbst-)Reflexion von Institutionalität in soziologischer, rechtstheoretischer, anthropologischer und psychologischer Hinsicht zum Zug. Und schliesslich werden, neuen Konzepten folgend, Narrative in funktionaler Analogie zu Institutionen beziehungsweise institutionellem Handeln betrachtet, womit Fiktionen selbst als konstitutive Faktoren sozialen und politischen Handelns deutbar werden.


geboren 1954, Literaturwissenschaftler mit den Schwerpunkten Schweizer Literatur, Intermedialität und Editionen. 1998–2018 Maître d’enseignement et de recherche an der Universität Genf.


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Herausgeber/in der Reihe


Prof. Dr. phil., assoziierter Professor für germanistische Literaturwissenschaft und ihre Didaktik an der Universität Freiburg/Schweiz. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem in der Gattungstheorie und der neueren deutschen Literatur, insbesondere aus der Schweiz.


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Promovierter Literaturwissenschaftler. Tätig in der Literaturvermittlung und -förderung der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz, im Bereich der literarischen Übersetzungen, als Dozent am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und als Mitherausgeber der Reihe edition spoken script.


Prof. Dr. phil., ist Dozent für neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Basel.


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