Rilkes Korrespondenzen
Beide Seiten. Autoren und Wissenschaftler im Gespräch, Band 6
Klappenbroschur
Erscheint im November 2019. ca. 240 Seiten, ca. 20 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1554-7
ca. CHF 22.00 / EUR 19.90 
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Rainer Maria Rilke hat, wie andere bedeutende Dichter der Moderne, ein reich­haltiges und vielfältiges Briefwerk hinterlassen. Quantitativ wie auch im Hinblick auf die ästhetische Tragweite und biografische ­Bedeutung dieser Briefzeugnisse lässt sich von einem Werk neben dem Werk sprechen.
Ausgehend von Rilkes Tendenzen zur Selbstfiktionalisierung, untersuchen die Beiträge die Dynamik einzelner Briefbeziehungen: die transitorische Alltäglichkeit als ­Medium in der Korrespondenz mit Lou Andreas-Salomé, die Figuren des Scheiterns, das Herzwerk in der Korrespondenz mit Magda von Hattingberg, oder den hohen Ton der Briefe Marina Zwetajewas und nicht zuletzt die Geschäftskorrespondenz. Erstmals werden die Briefe an die Russin Angela Guttmann, die Walliser Mäzenin Marietta de Courten und die Fürstin Gagarine im Kontext vorgestellt. Neben den Briefzeugnissen zu beachten ist die Briefhaltigkeit seines Erzählens in den «Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» und auch das Spannungsfeld von Verlust und Anverwandlung der «Briefe an einen jungen Dichter».


geboren 1960, ist Leiterin des Schweizerischen Literaturarchivs und Privatdozentin am Institut für Germanistik, Universität Bern.


Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag

In dieser Publikationsreihe kommen Forschende, die sich über Manuskripte in Archiven beugen und literarische Texte analysieren, mit Autorinnen und Autoren ins Gespräch. So treffen produktions- und rezeptionsästhetische Fragen aufeinander und werden themenspezifisch erörtert.