Rosenstrumpf und dornencknie
Werke aus der Psychiatrischen Pflegeanstalt Rheinau 1867–1930
Broschur
2010. 108 Seiten, 63 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1057-3
CHF 30.00 / EUR 27.00 
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Im ehemaligen Kloster Rheinau wurde 1867 die Kantonale Zürcherische Pflegeanstalt Rheinau eröffnet, die mit 1200 Patientinnen und Patienten zur grössten Pflegeanstalt der Schweiz wurde. Eine eigentliche Behandlung gab es hier um 1900 nicht, sondern vor allem einen streng geregelten Arbeitstag, der in der Mithilfe in dem grossen Betrieb, in Haushalt, Garten und in der Landwirtschaft bestand. Viele der Kranken verbrachten hier Jahre, nur wenige wurden entlassen. Es gab Patientinnen und Patienten, die hier ein Lebenswerk schufen: der Dichter und Zeichner Hermann M., der Erfinder Heinrich B., die Strickerin Lisette H., die Stickerin Jeanne Natalie Wintsch oder die Schneiderin Anna Z., die in Rheinau eine packende Lebensbeschreibung verfasste. Es ist eine Sammlung aussergewöhnlicher Werke erhalten geblieben, die kürzlich katalogisiert wurden und nun erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Kunsthistorikerin. Forschungs­gebiet Kunst und Psychologie um 1900. SNF-Projekt «Bewahren besonderer Kulturgüter»: Inventar der Werke in psychiatrischen Kliniken der Schweiz 1850–1930. Kuratorin der Sammlung der ehemaligen Pflegeanstalt Rheinau.


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Jacqueline Fahrni ist Lehrerin für Gestaltung und Kunst, Erwachsenenbildnerin, Museumspädagogin. Sie amtet als Kuratorin der Sammlung Königsfelden.


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Iris Blum ist freischaffende Historikerin und Archivarin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Ausstellungen und Publikationen zu fotohistorischen, psychiatrie- und kulturgeschichtlichen Themen.


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Monika Jagfeld ist Kunsthistorikerin. 1994–2007 Wissenschaftliche war sie als Mitarbeiterin der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg, tätig. Seit 2008 leitet sie des Museums im Lagerhaus,St. Gallen.


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Artikel

Pressestimmen
«Zahlreiche Patienten haben zwischen 1867 und 1930 Tausende von Kunstwerken geschaffen, die sich oft durch eine unerhörte Einbildungskraft der Kranken auszeichnen. Die Arbeiten widerspiegeln die Lebenssituation in der psychiatrischen Pflegeanstalt. Unter dem Titel ‹Rosenstrumpf und dornencknie› ist ein aufschlussreicher Katalog erschienen.» NZZ, Zürich und Region, Hillmar Höber

«Die Ausstellung und die Begleitpublikation sind sehr zu begrüssen, weil sie die Öffentlichekeit auf eine ungewöhnliche Kunstsammlung aufmerksam machen und dazu beitragen, dass sie sichtbar der weiteren Bearbeitung zugänglich bleibt. […] In jedem Fall ist die Veröffentlichung ‹Rosenstrumpf und dornencknie› ein wichtiger Beitrag zur Förderung des eher neuen und anspruchsvollen interdisziplinären Austauschs zwischen Psychiatrie-, Sozial- und Kunstgeschichte.» Hubert Kolling, Geschichte der Pflege