Schaffhauser Jazzgespräche

Edition 06

Broschur
2020. 150 Seiten, 9 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1572-1
CHF 24.80 / EUR 24.80 
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Einblick
  • In den Medien
  • Service

Im Rahmen des Schaffhauser Jazzfestivals finden seit 2005 alljährlich die Jazzgespräche statt. Im Zentrum stehen Themen rund um den Jazz und seine Szene. Mit Sarah Chaksad hat erstmals eine Musikerin die Gespräche thematisch konzipiert und Gäste aus der Musikszene, dem Journalismus, den Hochschulen und dem wissenschaftlichen Umfeld eingeladen. Die Edition 06 dokumentiert die Gespräche der Jahre 2017–2019.
«Was zum Teufel hat der Jazz mit Politik und Schweizer Volksmusik am Hut?»: Angeregt durch die politische Lage und provoziert durch einseitige Vereinnahmungen der Schweizer Volksmusik standen Fragen nach der Identität und den eigenen Wurzeln im Zentrum.
«Streaming und Jazz: Chance und Risiko»: Musik ist praktisch immer und überall verfügbar. Live-Streaming von Konzerten gehört zum guten Club-Ton. Die Tagung beschäftigte sich mit Chancen und Gefahren für die Jazzszene. «Wo sind die Frauen im Schweizer Jazz?»: Diese Gespräche suchten ausserhalb üblicher Diskus­sions­ansätze nach konkreten Veränderungsmöglichkeiten.


(* 1983) ist Saxofonistin und Komponistin. Sie leitet seit 2016 zusammen mit Wolfgang Muthspiel das Focusyear-Programm auf dem Jazzcampus in Basel. Leitet seit 2012 ein eigenes Jazzorchester. 2017–2019 Kuratorin der Schaffhauser Jazzgespräche.


Aufsätze im Chronos Verlag


(* 1959) gründete und leitet seit 1990 zusammen mit Hans Naef das Schaffhauser Jazzfestival. Er ist Jazzmusiker und Dozent an der Hochschule Luzern – Musik. Er initiierte 2004 die Schaffhauser Jazzgespräche zusammen mit Patrik Landolt.

 


Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag


Artikel
  • leadsheet

    Fünf Fragen an Koorganisator Urs Röllin

    S. 10–11
  • prelude

    Einleitende Worte von Kuratorin Sarah Chaksad

    S. 12–17
  • main themes

    Roter Faden 2017–2019

    S. 18–31
  • «Hallo, ich bin politisch!»

    Über einen frommen Selbstbetrug der Jazzwelt

    S. 34–43
  • «… wenn Hans sich über Donald aufregt, so what?»

    Diskussion über Musik und Kontext – und die Frage, ob die eine vom anderen gelöst werden kann

    S. 44–51
  • Die Daueraffäre zwischen Jazz und traditio­neller Musik

    Oder: Was passt zusammen? Was nicht?

    S. 56–65
  • «… a Gaudi!»

    Diskussion über Identität, Respekt und die Suche nach hybrider Musik

    S. 66–73
  • «… und dann zogen die mitten in der Jazzschule eine Stubete ab»

    Diskussion über die persönliche Bedeutung von Volksmusik

    S. 74–79
  • Wo bleibt die Politik?

    Volksmusik = Musik = Politikmusik

    S. 80–83
  • Segen oder Fluch?

    Vom Tauziehen zwischen Parteien und unausweichlichen Debatten

    S. 86–91
  • Gekommen, um zu bleiben

    Live-Streaming ist auf dem Vormarsch – und bietet Chancen

    S. 92–97
  • «Dieses ständige Getrieben­sein»

    Gespräch über das Selbstverständnis von Künstler*innen – und die Tatsache, dass Musik nicht mit einem Klick vom Himmel fällt

    S. 98–101
  • Den flüchtigen Moment bannen oder nicht?

    Diskussion über Kameras, Hautporen und die Magie des Konzerts

    S. 102–111
  • «… als wäre gerade das Telefon erfunden worden!»

    Diskussion über Streaming als Chance für den Jazz

    S. 112–117
  • Meine Mutter zu Hause – und Candy im TV

    Mehr Vorbilder, mehr Nachwuchs, mehr Jazz!

    S. 120–123
  • Nicht nur Maske, auch Regie!

    Von Lohnunterschieden, Prozentzahlen und Massnahmen

    S. 124–127
  • Haben Jazz­instru­mente ein Geschlecht?
    S. 128–131
  • Die magischen 35 Prozent

    Diskussion über Vorbilder und Nachwuchs­förderung – und die kreative Suche nach neuer Musik

    S. 132–143

Pressestimmen

«Wie sich aus den Beiträgen zeigt, [haben die] Gespräche über Politik, Volksmusik und die Rolle der Frau […] viel gemein und zudem verbindend ist in diesen drei Themen eine relativ klare Grenze […], […] ob Musik als künstlerischer Ausdruck oder als soziale Äusserung mit einer gesellschaftlichen Funktion betrachtet wird. Interessanterweise ist die inhaltliche Differenzierung der Diskussion über das Streaming am grössten und die Ansichten zeigen die grosse Vielstimmigkeit, die in einer überschaubaren Szene wie der Schweizerischen herrschen kann.»

Jazz'n'more, Heft 3 (2020), Christof Thurnherr