Schaffhauser Jazzgespräche
Edition 03
Broschur
2010. 152 Seiten, 12 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1036-8
CHF 24.80 / EUR 16.80 
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Einblick
Die Jazzszene steckt in einer Krise. Die Jazzfestivals und Jazzclubs klagen über sinkende Publikumszahlen und knausrige Sponsoren. Die Musikerinnen und Musiker klagen über mangelnde Auftrittsmöglichkeiten und niedere Gagen. Die grossen Plattenlabels haben sich weitgehend aus der Jazzproduktion zurückgezogen. Und in den Medien fristet der Jazz ein Nischendasein.
Aber Klagen bringen nicht weiter. Die Schaffhauser Jazzgespräche versuchen, im Dialog mit Musikerinnen und Musikern, mit Konzert- und Festivalveranstaltern, Kulturpolitikern und Fachjournalisten, die Situation der aktuellen Jazzszene zu analysieren und auch Chancen zu suchen, wie sich in, um und mit diesem Wandel leben lässt. Die Schaffhauser Jazzgespräche sind das einzige Forum in der Schweiz und eines der wenigen in Europa, wo die Jazzszene kontinuierlich und in aller thematischen Breite über sich selbst kritisch nachdenken kann.

(*1959) gründete 1990 zusammen mit Hans Naef das Schaffhauser Jazzfestival, das er bis heute zusammen mit Naef leitet. Er musiziert in diversen Formationen und lehrt seit 1990 an der Musikhochschule Luzern.

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Aufsätze im Chronos Verlag


Christian Rentsch, geboren 1945, war Kultur- und Medienredaktor beim Zürcher «Tages-Anzeiger» und lebt als freier Publizist in der Nähe von Zürich.

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Artikel
  • Intro
  • Nachdenken über sich selbst. Warum die Schaffhauser Jazzgespräche wichtig sind
  • Jazz und Internet
  • Rettet das Web 2.0 die Jazzszene? Das Internet als Kommunikationsplattform und virtueller Jazzclub
  • Festivals
  • «Kalte-Enten-Zeit» – oder: Wozu noch Festivals?
  • Filz oder Lobby
  • Filz – oder: We Are Family! Eine musikalisch-literarische Performance
  • Filz gibt warm. Macht stark. Und hält zusammen. Ganz ohne Cliquen, Klüngel und Seilschaften geht es nicht
  • «Der Jazz braucht eine starke Lobby!» Gegen Filz helfen klare Regeln, klare Kriterien und Transparenz. Auszüge aus dem Podiumsgespräch unter der Leitung von Bruno Glaus mit Jean-Pierre Hoby, Patrik Landolt, Daniel Mouthon, Lucas Niggli und Urs Rölli
  • Ausbildung
  • Vom Fahren auf offener See und vom Bahnreisen. Resultate einer Umfrage
  • «Mehr Mut zum Scheitern!». Ein Plädoyer gegen die Verschulung
  • Jazz zwischen Hoch- und «Tief»-Kultur
  • How high is Jazz? Jazz als Hochpopkultur
  • Musik an unerhörten Orten. Die Palladio-Projekte und das Flims-Klang-Festival
  • Musikerkollektive als Veranstalter
  • Botschafter der eigenen Ansprüche. Der Jazzclub Allmend, das «Ohr»-Projekt und das Unerhört-Festival
  • Dreissig Jahre Hartnäckigkeit. Die Genfer AMR und das «Sud des Alpes»
  • Baden funktioniert. Der Verein Jazz in Baden
  • Warum bloss alles selber machen? Zwischen Selbsthilfe und Selbstausbeutung. Auszüge aus dem Podiumsgespräch unter der Leitung von Patrik Landolt mit Beat Blaser, Christian Steulet und Dieter Ulrich
  • Netzwerke
  • Nischen, Netzwerke und Idealismus. Ein Zukunftsmodell für die Jazzszene
  • Zwischen professionellem Engagement und Selbstausbeutung. Das «Loft» in Köln
  • «Es bereitet mir kein Vergnügen, immer Idealist zu sein». Die Jazzszene braucht stärkere Strukturen. Auszüge aus dem Podiumsgespräch unter der Leitung von Raphael Zehnder mit Ulli Blobel, Christoph Huber, Hans Martin Müller und Patrik La