irritation | theater
Max Frisch und das Schauspielhaus Zürich
Klappenbroschur
2013. 112 Seiten, 11 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1213-3
CHF 28.00 / EUR 25.00 
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Der Band zeichnet die enge, von wechselseitigen Erfolgen, aber auch Konflikten geprägte Beziehung zwischen Max Frisch und dem Schauspielhaus Zürich nach. Schon in den 1930er Jahren richteten sich Frischs Ambitionen auf dieses Theater, das ihm eine internationale Karriere ermöglichen sollte und dem er zeitlebens verbunden blieb. Im Blick auf diese Zusammenarbeit öffnen sich nicht nur neue Zugänge zu Max Frisch und seinem Werk, sondern auch zu einem Theater, das als wichtigste deutschsprachige Exilbühne entscheidend zur Herausbildung der Nachkriegsmoderne beitrug.

Ursula Amrein ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur, Universität Zürich. Buchpublikationen u.a.: «Los von Berlin!» Die Literatur- und Theaterpolitik der Schweiz und das «Dritte Reich» (2004). – Phantasma Moderne. Die literarische Schweiz 1880–1950 (2007). – (Hrsg.) Das Authentische. Referenzen und Repräsentationen (2009).


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Aufsätze im Chronos Verlag

Inhalt
Vom Exil zur Nachkriegsmoderne. Einführung

I Max Frisch und das Schauspielhaus Zürich. Stationen einer Erfolgsgeschichte

Theaterkunst in Zürich 1931 und das Berliner Theater 1935 – »Unsere Stunde ist da!« – Das Schauspielhaus, die Gleichschaltung der Künste und die literarische Emigration – »Wilhelm Tell« als politische Manifestation – Eros und Intellekt – Schreiben »am Rande einer Folterkammer« – »Andorra ist der Name für ein Modell« – Frisch als »Psychopath« – Literaturstreit und »Zürcher Debakel« – Abwendung vom Schauspielhaus und eine letzte Rückkehr

II Schauplätze der Nachkriegsmoderne. Max Frisch, das Exil und die ›innere‹ Emigration

Topos Schweiz. Blicke von außen – »Logenplatz im Welt­thea­ter« – Die »große Kontroverse« um Thomas Mann – Notizen zum Aufenthalt in München 1946 – Wie Täter zu Opfern werden. Werner Bergengruens »Dies irae« (1945/46) – »Schreibrecht« bei Suhrkamp – Von Carl Spittelers »Unser Schweizer Standpunkt« (1914) zur Dramaturgie der Distanz – Tradierung der Moderne am Schauspielhaus – Der Zürcher Arche Verlag und Gottfried Benns »Statische Gedichte« (1948) – Nachkriegsmoderne und Kalter Krieg

III Die Ikone der Avantgarde als Metapher für die Bühne. Max Frischs Poetikvorlesung in New York und das Manifest »Schwarzes Quadrat«

Absage an die Theorie – »Schwarzes Quadrat auf weißem Grund«. Avantgarde und Ab­straktion – Die Autonomie des Ästhetischen in der Nachgeschichte des Zweiten Weltkriegs – Das Reale in der Fiktion und die Wahrhaftigkeit der Darstellung – Rahmung, Entkontextualisierung und Transformation – Das Private und das Politische – Einschreibung in die internationale Avantgarde