Schweizerische Wertpapiergeschäfte mit dem «Dritten Reich»
Handel, Raub und Restitution
Unabhängige Expertenkommission Schweiz – Zweiter Weltkrieg – Commission Indépendante d'Experts Suisse – Seconde Guerre Mondiale, Band 14
Broschur
2001. 521 Seiten, 2 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-0614-9
CHF 58.00 / EUR 52.00 
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Schwerpunkte der Studie bilden der Handel mit geraubten Titeln in der Schweiz, der Raub in den Niederlanden und die Restitutionsfragen nach dem Krieg. Im ersten Teil werden die Devisenbewirtschaftung und die Enteignungsmassnahmen des NS-Regimes in den besetzten Gebiete beschrieben. Die Kontinuitäten und Brüche, die Arbeitsteilung zwischen den Schweizer Grossbanken und kleineren Börsenfirmen und die Regulierungen des Handels werden ebenfalls untersucht. Welche Funktion hatten die Geschäfte für das NS-Regime bei der Devisenbeschaffung und Verwertung von Raubgut, bei der Entschuldung Deutschlands und bei der «Neuordnung» Europas? Welche Banken tätigten mit welchen Motiven und unter Benutzung welcher Kanäle solche Geschäfte? Der zweite Teil beschreibt die Folgen des Handels mit geraubten Titeln nach dem Krieg. Warum war es trotz einer schweizerischen Raubgutgesetzgebung vielen Opfern des NS-Regimes nicht möglich, ihren in die Schweiz gelangten Besitz zurückzuverlangen. Wie entschied die «Raubgutkammer» des Bundesgerichts, nachdem der Druck der Alliierten auf die Schweiz nachgelassen hatte?

Dr. Hanspeter Lussy, geb. 1961, ist Historiker, er lebt in Zürich.

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Barbara Bonhage, Dr. phil., arbeitet zur Zeit am Institut für Geschichte, Technikgeschichte, der ETH Zürich. Ihre Forschung konzentriert sich insbesondere auf wirtschafts- und technikhistorische Fragestellungen im 20. Jahrhundert.

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Zusammenfassung
Die vorliegende Studie beschreibt die Zusammenhänge zwischen dem schweizerisch-deutschen Wertpapierhandel, dem Raub von Titeln durch das «Dritte Reich» und der Restitution von in der Schweiz verkauften Wertpapieren nach 1945. Grundidee der Untersuchung war es, den Wandel des Wertpapierhandels mit Deutschland unter den veränderten Rahmenbedingungen der Bankenkrise der 1930er Jahre, des Machtantritts der Nationalsozialisten und des Krieges zu analysieren. Neben der Darstellung der Raubwirtschaft des NS-Regimes wurde auch eingehend analysiert, wie die Schweizer Banken nach dem Kriegsende die Rückgabe der den Juden und der Bevölkerung in den besetzten Gebieten weggenommenen Papiere behinderten. Die Untersuchung stützt sich auf schweizerische Bank- und Gerichtsquellen und zieht deutsches und niederländisches Archivmaterial bei.

Schweizerisch-deutscher Wertpapierhandel zwischen 1931 und 1945
1931 erfasste die deutsche Bankenkrise auch die schweizerischen Börsen und führte zu starken Umsatz- und Kurseinbrüchen. Die Krise (1931 bis 1935 und 1938 bis 1940) betraf insbesondere den Handel in deutschen Titeln und setzte den kleinen Privatbanken und Börsenagenturen sowie Banken, die auf das «Dritte Reich» ausgerichtet waren, besonders hart zu. Die Analyse der bisher kaum erforschten Wertpapiertransaktionen zeigt am Beispiel einzelner an der Zürcher Börse vertretener Banken und Börsenagenturen, wie Schweizer Banken Gewinnchancen wahrnahmen, die durch die Devisenbewirtschaftung, die Enteignungsmassnahmen des NS-Regimes und den Krieg erst geschaffen wurden. Zu nennen sind die für den deutschen Staat und die Privatwirtschaft durchgeführten Rückkaufsgeschäfte, der 1933 entstandene Couponshandel und die Transaktionen in Titeln aus Ländern mit Transferbeschränkungen, denen keine oder gefälschte Nichtfeindbesitzerklärungen beigefügt waren.
Grundsätzlich sind Geschäfte in deutschen Titeln und solchen aus den angeschlossenen und besetzten Gebieten von Transaktionen in nichtdeutschen, international handelbaren sowie schweizerischen Papieren zu unterscheiden. Infolge der Bankenkrise, der Transferbeschränkungen und der politischen Entwicklung sank der Kurs der deutschen Titel bis 1939 auf unter 20 Prozent ihres Nominalwertes. Nachdem die deutsche Regierung 1932 ein Exportverbot erlassen hatte, fand der offizielle Handel in deutschen Papieren zunehmend nur noch in einer Richtung statt: Für deutsche Rechnung kauften Schweizer Banken in der Schweiz und in Amerika deutsche Titel zurück. Diese anhand der Börsenagentur Hofmann & Cie., der Eidgenössischen Bank AG, Zürich, und dem Zürcher Sitz des Schweizerischen Bankvereins beschriebenen Geschäfte dienten einerseits der billigen Entschuldung des «Dritten Reichs» und der deutschen Wirtschaft. Andererseits erzielte das NS-Regime damit grosse Gewinne, da die Titel in Deutschland zu einem höheren Preis wiederverkauft werden konnten. Solche Transaktionen fanden besonders in den Jahren 1937/38 und 1940/41 statt. Ab 1938 kauften deutsche Banken und andere regimenahe Gesellschaften von Schweizer Banken oder durch deren Vermittlung von Depotkunden Firmenanteile aus den besetzten Gebieten. Diese Transaktionen, die teilweise von den Schweizer Banken bevorschusst wurden, dienten einerseits der Gleichschaltung der Wirtschaft innerhalb des von Deutschland beherrschten Raumes mit den deutschen Interessen. Andererseits kam dies auch Verfolgten des NS-Regimes zugute, da viele deutsche Emigranten und Flüchtlinge aus den besetzten Gebieten ihre Wertschriften auf dem Schweizer Markt gegen Devisen verkaufen konnten. Die Untersuchung hat zudem deutlich gemacht, dass durch den Couponshandel und die Rückkaufsgeschäfte zwischen den deutschen Kreisen und den beteiligten Schweizer Banken und Börsenfirmen kommerzielle Beziehungen etabliert oder weitergeführt wurden, die während des Krieges beim Import geraubter Wertschriften wieder zum Zuge kamen.
Der schweizerisch-deutsche Handel in nichtdeutschen und schweizerischen Papieren war zuerst durch die innerdeutschen Devisenbestimmungen geprägt. Aus schweizerischer Sicht sind in erster Linie die 1933, 1936 und 1938 erlassenen Devisengesetze zu nennen, mit denen das NS-Regime die «Reichsangehörigen» unter Androhung drakonischer Strafen zwang, ihre im Ausland deponierten ausländischen Titel dem Staat zum Verkauf anzubieten. Im Gegensatz zu den Titeldepots der Kunden aus den deutsch besetzten Staaten Nord- und Westeuropas - sie wurden nach dem deutschen Angriff im Frühjahr 1940 vom Bundesrat gesperrt - lieferten die Banken neben den in der Schweiz deponierten deutschen Titeldepots auch die österreichischen, tschechischen und polnischen Vermögenswerte aus, wenn die Kunden dieser Länder die Guthaben und Vermögen aufgrund des Drucks des NS-Regimes abdisponierten. Diese Rückführungen und Verkaufsaufträge alimentierten zwar das Wertpapiergeschäft während einiger Monate, die Schweizer Banken verloren aber dadurch einen grossen Teil ihrer Kunden und Geschäftsmöglichkeiten.
Als nach dem «Anschluss» Österreichs vom März 1938 kommissarische Verwalter «arisierter» Betriebe versuchten, die in der Schweiz deponierten Vermögen der ehemaligen jüdischen Geschäftsinhaber zurückzuverlangen, einigten sich die Schweizer Banken auf eine gemeinsame Vorgehensweise. Sie hatten in Deutschland und in Österreich eminente Interessen zu verteidigen und befürchteten bei einer ablehnenden Haltung Gegenmassnahmen des NS-Regimes. Um die Interessen der ehemaligen österreichischen Geschäftsinhaber einigermassen zu wahren, kamen sie den Verfügungen der Kommissare nur dann nach, wenn sie von den jüdischen Inhabern mitunterschrieben waren. Im Konfliktfall sperrten die Banken das Depot und hinterlegten es bei einem schweizerischen Gericht, das die Ansprüche der kommissarischen Verwalter in der Regel ablehnte.
Ein Teil der Schweizer Banken und kleinen Finanzgesellschaften - in erster Linie handelte es sich um dieselben Akteure, die sich auf den Couponshandel spezialisiert hatten und für deutsche Rechnung deutsche Titel zurückkauften - nahm mit dem Verkauf schweizerischer und ausländischer, international handelbarer Titel, wie Royal-Dutch- oder Chade-Aktien, für Rechnung deutscher Banken und Tarngesellschaften dem nationalsozialistischen Deutschland geraubte Wertpapiere ab. Die dabei erwirtschafteten Devisen verwendete das «Dritte Reich» unter anderem für den Rückkauf deutscher Titel oder Firmenanteile aus den besetzten Gebieten. Ein Teil der Wertpapiere gelangte von den Banken, die im Auftrag des NS-Staates die geraubten Titel in den besetzten Gebieten erwarben (Lippmann, Rosenthal & Co., Sarphatistraat, und Rebholz' Bankierskantoor, Amsterdam, Westminster Foreign Bank Ltd., Paris) über die Reichsbank oder deren Tochtergesellschaft Deutsche Golddiskontbank, Berlin, zur Verwertung in die Schweiz. Ein anderer Teil wurde in getarnten Transaktionen von der Kölner Eisenhandelsfirma Otto Wolff und von kleinen Händlern, wie der Berliner Privatbank Sponholz & Co., in die Schweiz gebracht.
Im Wissen um die problematische Herkunft der Titel kontrollierten die vorsichtigeren Schweizer Banken, wie die Schweizerische Kreditanstalt, die Importe der Wertpapiere aus Deutschland und den deutsch besetzten Gebieten. Eine gesetzliche Unterbindung des Handels von Raubgut an den Schweizer Börsen unterblieb hingegen vor und während des Krieges. Auf Druck der Banken verzichtete der Bund Mitte der 1930er Jahre auf den Erlass eines Börsengesetzes, so dass die Börsen - in Absprache mit der Bankiervereinigung - die Handelsbeschränkungen und Affidavits selbst regelten. Der Vorstand der Zürcher Börse führte beispielsweise nach dem Beginn des Krieges Nichtfeindbesitzerklärungen ein und warnte die Mitglieder vor dem Import und Handel von Wertpapieren mit problematischer Herkunft. Nach einer vom Bund am 10. Mai 1940 für zwei Monate verfügten Schliessung der Schweizer Börsen blieb in Zürich der offizielle Handel von Titeln aus den besetzten Gebieten - zum Beispiel von Royal-Dutch-Aktien - bis Ende 1940 sistiert. Dann beschränkte der Börsenvorstand den Handel auf ausländische Titel, die sich seit Kriegsbeginn in Schweizer Besitz befanden. Ausserbörslich konnten die Banken und Börsenfirmen jedoch während der ganzen Dauer des Krieges ausländische Titel aus ausländischem Besitz handeln. Die Bankiervereinigung versäumte es bis zum Erlass strengerer Bestimmungen im August 1941, die Ausstellung der Affidavits genau zu kontrollieren, so dass viele Banken das Affidavitwesen vernachlässigten. Dubiose Finanzgesellschaften, Angestellte von Gross- und Privatbanken und ausserbörsliche Händler fälschten 1941 in grossem Stil Schweizerbesitzerklärungen zu Titeln, die teilweise in den besetzten Gebieten geraubt worden waren. Auf Drängen der Banken wurden die Verfehlungen nicht zur Anzeige gebracht. Ende 1942 liess der Börsenvorstand erstmals auch den Handel in Royal-Dutch-Aktien ohne Erklärung zu, obwohl er wusste, dass im abgelaufenen Jahr viele Titel auf irreguläre Art in die Schweiz gelangt und hier gegen Devisen verwertet worden waren. Die Alliierten beschuldigten die Zürcher Börse und Banken des Umschlags von Raubgut und verlangten ein gänzliches Verbot des Handels in Titeln ohne Schweizerbesitzerklärung. Erst unter dem Eindruck der Londoner Erklärung vom 5. Januar 1943 und der Kriegswende fand bei den Börsenbehörden Anfang 1943 ein Orientierungswechsel statt. Als absehbar war, dass Deutschland den Krieg verlieren und die Truppen aus den besetzten Gebieten abziehen würde, führten die Börsen zusammen mit der Schweizerischen Bankiervereinigung ab April 1943 schrittweise ein strafferes Affidavitsystem ein, um die Verwertung von Raubgut aus den deutsch besetzten Gebieten an den Schweizer Börsen zu verhindern.

Rückgabe geraubter Titel 1945 bis 1952
Der zweite Teil der Studie beschreibt die Folgen des Handels mit geraubten Titeln nach dem Krieg. Warum war es trotz einer schweizerischen Sondergesetzgebung über die Rückgabe geraubter Güter vielen Opfern des NS-Regimes nicht möglich, ihren in die Schweiz gelangten Besitz zurückzuverlangen? Wie legte die Raubgutkammer des Bundesgerichts die Gesetzgebung aus, nachdem der Druck der Alliierten auf die Schweiz nachgelassen hatte? Wurden diejenigen Banken, die Raubgut einführten, ermittelt und ihr Handeln verurteilt?
Die Siegermächte forderten die neutralen Staaten nach dem Krieg auf, sich an der internationalen «Wiedergutmachung» nationalsozialistischen Unrechts zu beteiligen. Wegen des grossen aussenpolitischen Druckes der Alliierten versprach die Schweiz im März 1945 im Rahmen des Currie-Abkommens, sie würde das Auffinden und die Restitution von in die Schweiz gelangtem Raubgut erleichtern. Der Bundesrat löste dieses Versprechen am 10. Dezember 1945 mit dem Erlass einer Sondergesetzgebung zur Suche und Rückgabe der geraubten Vermögenswerte ein; unter den Raubgutbeschluss fielen neben Kulturgütern auch Wertpapiere. Die Gesetzgebung rückte diejenigen Banken in den Mittelpunkt, die die geraubten Titel importiert hatten. Die Schweizer Banken kritisierten die Raubgutgesetzgebung grundlegend: Die Verpflichtung zur Rückgabe von Gütern, die durch das NS-Regime geraubt worden waren und sich damals noch in der Schweiz befanden, hob geltende schweizerische Rechtsgrundsätze rückwirkend auf. So konnte die Raubgutkammer Besitzer von geraubten Wertpapieren selbst dann zur Rückgabe verurteilen, wenn die Titel gutgläubig erworben worden waren. Aufgrund des erheblichen Druckes seitens der Banken verzichtete die schweizerische Regierung schliesslich auf eine allgemeine Erhebung geraubter Wertpapiere bei den Banken. Es mussten aufgrund des ergänzenden Bundesratsbeschlusses vom 22. Februar 1946 nur diejenigen Wertpapiere angemeldet werden, die vom Ausland als vermisst aufgerufen wurden.
Mit der Restitutionsgesetzgebung verbesserte die Schweiz ihre aussenpolitische Stellung stark. Zudem fällte die eigens zu diesem Zweck gebildete Raubgutkammer des Bundesgerichts die Urteile zu Beginn des Kalten Krieges 1947/48 nicht mehr im Scheinwerferlicht der internationalen Öffentlichkeit. Schliesslich gingen beim Bundesgericht wegen der komplizierten Modalitäten, der mangelnden Unterstützung möglicher Kläger durch die Banken und den Bund bis zum Ablauf der (kurzen) Anmeldefrist Ende 1947 nur 785 Klagen auf Herausgabe von Wertschriften im Streitwert von zirka zwei Millionen Franken ein. Die niederländische Vertretung in der Schweiz allein reichte 760 Klagen ein; die übrigen Klagen zu geraubten Wertpapieren stammten aus Luxemburg, Frankreich, Belgien und der Tschechoslowakei. Viele in die Schweiz gelangte Raubwertschriften wurden jedoch nicht eingeklagt, weil entweder die Opfer und deren Familien ermordet worden waren, weil die geraubten Titel in Relation zu den Prozesskosten einen zu kleinen Wert darstellten oder weil die Geschädigten in den besetzten Gebieten den Bundesratsbeschluss gar nicht kannten.
Das Gesetz bestimmte, dass der Bund den rückgabepflichtigen Titelbesitzer entschädigte, falls der bösgläubige Importeur nicht eruiert oder nicht belangt werden konnte. Bösgläubig war ein Händler dann, wenn er annehmen musste, dass die Titel aus unrechtmässigem Besitz stammten. Während der Bund deshalb ein gewisses Interesse daran hatte, dass das Gericht die Importeure der zur Rückgabe eingeklagten Titel als bösgläubig qualifizierte, versuchten die betroffenen Banken wegen des Verlustes ihres Ansehens und der damit verbundenen Kosten, ein solches Urteil unter allen Umständen zu vermeiden. Die Raubgutkammer unter der Leitung von Bundesrichter Georg Leuch fand einen Ausweg aus diesem Interessenkonflikt: Sie anerkannte Importeursbanken in mehreren Fällen zwar als gutgläubig, erklärte sie aber dennoch für entschädigungspflichtig. Nur in einem einzigen Fall aller 1947 bis 1951 behandelten Klagen verurteilte das Bundesgericht einen ersten schweizerischen Verkäufer als bösgläubig. Neben den Klagen der niederländischen Antragsteller erledigte das Bundesgericht auch viele der übrigen Fälle per Vergleich. Ein Urteil über die Gut- oder Bösgläubigkeit der importierenden Banken entfiel dadurch, was den Bemühungen der Raubgutkammer entgegenkam, da sie die Sondergesetzgebung für «nicht ganz unbedenklich» hielt. 1951 erklärte sich die Eidgenossenschaft gegenüber den Niederlanden bereit, im Rahmen eines Vergleichs einen Betrag von 635 000 Franken zu bezahlen, um die Klagen, die einen Gesamtwert von 1,3 Mio. Franken ausmachten, zu erledigen. Die Banken beteiligten sich zwar mit einem Betrag von 200 000 Franken an dieser Summe, traten allerdings nicht öffentlich als Partei auf. Sie erreichten damit, dass sie als diejenigen, welche die Titel importiert hatten, gar nicht in Erscheinung traten.
Die Strategie des Gerichts zielte darauf ab, die Frage nach der sogenannten Gut- oder Bösgläubigkeit und letztlich nach der Verantwortung der Banken offen zu lassen. Aus heutiger Sicht ist es schwer nachvollziehbar, warum sich die Richter nicht durch Grundsatzentscheide dem Druck der Banken entzogen, sondern die Klagen vielmehr aufgrund von Einzelfallentscheidungen beilegten. Es ist auch wenig verständlich, warum der Raubgutbeschluss die in der Tschechoslowakei enteigneten Personen von der Klage in der Schweiz ausschloss, indem er sich strikt auf die damaligen völkerrechtlichen Grundlagen bezog: Völkerrechtswidrig enteignet waren nur Personen, deren Privateigentum in den besetzten Gebieten während des Krieges entwendet worden war, also zwischen dem 1. September 1939 und dem 8. Mai 1945. Deutsche Juden waren, da sie vom eigenen Staat und damit nicht völkerrechtswidrig beraubt worden waren, zur Klage vor dem Bundesgericht nicht berechtigt.
Es fällt auf, dass die Abwicklung der Restitutionsklagen um geraubte Wertschriften in der Schweiz zu einem Zeitpunkt abgeschlossen wurde, als die internationale Staatengemeinschaft erst begann, sich der Frage der «Wiedergutmachung» anzunehmen. Mit dem Ende der bipolaren Welt tauchte aber die Restitutionsfrage auch in der Schweiz wieder auf. Eine Synchronisierung der Restitutionsfrage mit dem Kalten Krieg wird schon in der Nachkriegszeit sichtbar: Mit den zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West rückte die Frage um die Rolle der Neutralen während des Krieges immer stärker in den Hintergrund.
Im Ergebnis zeigt sich, dass mehr Raubgut in die Schweiz gelangt ist, als eingeklagt wurde. Es wurde auch mehr Raubgut eingeklagt, als restituiert werden konnte. Schliesslich ist festzuhalten, dass die Raubgutgesetzgebung vom Winter 1945/46 trotz der genannten Mängel die Rückforderung von in die Schweiz gelangtem Raubgut erleichterte. Dennoch bleibt aus heutiger Sicht zu bemerken, dass das Bundesgericht die Bundesratsbeschlüsse sehr zurückhaltend auslegte.

Résumé
La présente étude analyse les rapports qui existent entre le négoce germano-suisse de papiers-valeurs, la spoliation de titres par le IIIe Reich et la restitution en 1945 des papiers-valeurs revendus en Suisse. Elle a pour objectif d'examiner les changements intervenus dans le négoce des valeurs mobilières entre la Suisse et l'Allemagne dans les conditions modifiées par la crise bancaire des années trente, par l'arrivée au pouvoir des national-socialistes et par la guerre. L'étude s'est non seulement penchée sur la politique de spoliation du régime national-socialiste, mais a aussi analysé en détail l'attitude des banques après la guerre et la manière dont elles ont entravé la restitution des titres volés aux Juifs et aux populations des territoires occupés. Elle se fonde sur des sources provenant des banques et des tribunaux suisses, et a également utilisé des archives allemandes et hollandaises.

Négoce germano-suisse de papiers-valeurs entre 1931 et 1945
En 1931, la crise des banques allemandes s'est étendue aux bourses suisses, où elle a provoqué un effondrement des cours et des chiffres d'affaires. La crise (de 1931 à 1935 et de 1938 à 1940) s'est surtout ressentie dans le négoce de titres allemands et a touché de plein fouet les petites banques privées, les courtiers et les banques dont les activités étaient orientées sur le Reich allemand. Prenant le cas de certaines banques et agences actives à la Bourse de Zurich, l'analyse des transactions sur papiers-valeurs (qui n'ont jusqu'ici guère fait l'objet d'une étude approfondie) montre comment les banques suisses ont exploité les possibilités de gains rendus possible grâce aux contrôle des changes, aux expropriations organisées par l'Etat nazi et à la guerre. Leurs activités comprennent notamment les rachats effectués pour le compte de l'Etat allemand et de l'économie privée, le négoce de coupons, apparu en 1933, et les opérations sur des titres de pays soumis à des limitations de transfert, titres qui ne s'accompagnaient, de plus, d'aucune déclaration de propriété non ennemie ou alors d'une déclaration falsifiée.
Dans l'ensemble, il faut distinguer d'une part le négoce de titres allemands et d'autre part celui de titres provenant des territoires annexés ou occupés, de titres non allemands et suisses qui étaient négociables sur les marchés internationaux. La crise bancaire, la limitation des transferts et l'évolution politique ont provoqué une chute des cours des titres allemands, dont le prix, en 1939, s'est parfois située à moins de 20% de leur valeur nominale. Après l'interdiction d'exportation édictée en 1932 par l'Allemagne, le négoce officiel de titres allemands entre les banques suisses et allemandes est peu à peu devenu unilatéral: les banques suisses rachetaient des titres allemands pour le compte de l'Allemagne, sur les marchés suisse et américain. Décrites à partir de documents de l'agence de courtage Hofmann & Cie., de la Banque fédérale SA, à Zurich, et du siège zurichois de la SBS, ces transactions servaient d'une part à éponger à moindre frais la dette du Reich et de l'économie allemande; d'autre part, le régime national-socialiste réalisait d'importants profits, puisque les titres étaient ensuite revendus en Allemagne à des prix supérieurs. Ces transactions ont été conclues surtout pendant les années 1937/1938 et 1940/1941.
Dès 1938, les banques allemandes et d'autres sociétés proches du régime ont racheté aux banques suisses - ou, par l'intermédiaire de ces banques, aux dépositaires de titres - des parts d'entreprises sises dans les territoires occupés. Ces transactions, dont certaines ont été pré-financées par les banques suisses, ont d'une part servi à mettre au pas l'économie de l'espace sous domination allemande avec les intérêts de l'Allemagne et ont, d'autre part, profité aux persécutés du régime national-socialiste, car nombre d'émigrés allemands et de réfugiés venus des territoires occupés ont pu vendre leurs titres sur le marché suisse en échange de devises. L'étude démontre par ailleurs que le négoce de coupons et les rachats de titres a maintenu les relations des milieux financiers allemands avec des banques suisses et des sociétés de bourse, et que ces relations ont été réactivées durant la guerre grâce à l'importation de papiers-valeurs volés.
Le négoce germano-suisse de titres non allemands et suisses a tout d'abord été déterminé par les dispositions allemandes sur les devises. Du point de vue suisse, il importe de rappeler les lois sur les devises entrées en vigueur en 1933, en 1936 et en 1938 par lesquelles le régime national-socialiste obligeaient les ressortisants du Reich - sous la menace de peines draconiennes - d'offrir leurs titres libellés en monnaies étrangères et déposés à l'étranger à l'Etat. Contrairement à ce qui s'est passé pour les dépôts de titres appartenant à des ressortissants de pays du nord et de l'ouest de l'Europe occupés par l'Allemagne - bloqués au printemps 1940 par le Conseil fédéral après l'offensive allemande - les banques suisses ont non seulement livré à l'Allemagne les dépôts de titres des clients allemands, mais aussi ceux des clients autrichiens, tchèques et polonais, lorsque les clients de ces quatre pays se dessaisissaient de leurs avoirs et de leurs patrimoines sous la pression du régime national-socialiste. Ces rapatriements et ordres de vente ont certes alimenté le négoce de papiers-valeurs pendant quelques mois, mais ont au même temps fait perdre aux banques suisses une grande partie de leur clientèle et de leurs possibilités de faire des affaires.
Après l'«Anschluss», en mars 1938, des administrateurs d'entreprises «aryanisés» ont essayé de récupérer les avoirs de partenaires juifs déposés en Suisse. Désireuses de défendre d'importants intérêts en Allemagne et en Autriche, mais craignant les représailles du régime national-socialiste en réponse à un refus pur et simple, les banques suisses se sont concertées et ont appliqué la même procédure à ces demandes: pour préserver dans une certaine mesure les intérêts des propriétaires (ex-autrichiens) des entreprises concernées, elles acceptaient d'exécuter les ordres des administrateurs lorsqu'ils étaient cosignés par le propriétaire juif. En cas de désaccord, elles bloquaient le dépôt et le consignaient auprès d'un tribunal suisse, qui refusait en général les requêtes des administrateurs.
En vendant des titres suisses et étrangers négociables sur le marché international (les actions de la Royal Dutch ou de la Chade, par exemple) pour le compte de banques ou de sociétés-écrans allemandes, une partie des banques et des petites sociétés financières suisses - avec, en première ligne, celles qui s'étaient spécialisées dans le négoce de coupons et qui rachetaient des titres allemands pour le compte de l'Allemagne - ont aussi revendu des papiers-valeurs provenant des spoliations perpétrées par l'Allemagne national-socialiste. Le IIIe Reich a utilisé une partie des devises ainsi obtenues pour racheter des titres allemands ou des participations à des entreprises dans les territoires occupés. Une partie des papiers-valeurs en provenance des territoires occupés ont été acquis par des banques mandatées par l'Etat national-socialiste (Lippmann, Rosenthal & Co., Sarphatistraat, et Rebholz Effectenkantor, à Amsterdam, Westminster Foreign Bank Ltd., à Paris), puis ont transité par la Reichsbank ou par sa filiale, la Deutsche Golddiskontbank, à Berlin, pour être placés en Suisse. Une autre partie de ces titres sont parvenus en Suisse sous le couvert de transactions occultes effectuées par la société (spécialisée dans le commerce de fer) Otto Wolff, à Cologne, et par de petites sociétés, telle la banque privée berlinoise Sponholz & Co.
Conscientes de l'origine douteuse des titres, les banques suisses prudentes, comme le Crédit Suisse, contrôlaient les importations de papiers-valeurs en provenance d'Allemagne et des territoires occupés. Le négoce de biens volés aux bourses suisses n'a toutefois jamais été interdit par la loi, ni avant ni pendant la guerre. Sous la pression des banques, la Confédération a renoncé, au milieu des années trente, à édicter une loi sur les bourses, de sorte que celles-ci régissaient elles-mêmes la restriction des opérations et le système des affidavits - en accord avec l'Association suisse des Banquiers. Après l'éclatement de la guerre, le comité de la Bourse de Zurich a par exemple introduit des déclarations de propriété non ennemie (du point de vue des Alliés) et mis les membres en garde contre l'importation et contre le négoce de papiers-valeurs d'origine douteuse. Après que l'autorité fédérale ait fermé les bourses suisses pour deux mois, le 10 mai 1940, le négoce officiel de titres provenant des territoires occupés (comme les actions de la Royal Dutch) est demeuré suspendu à la Bourse de Zurich jusqu'à la fin de 1940. Le comité de la Bourse a ensuite limité les transactions de titres étrangers à ceux qui étaient propriété suisse depuis le début de la guerre. Hors bourse et pendant toute la durée du conflit, les banques et les courtiers ont pu, cependant, continuer de traiter des titres étrangers appartenant à des étrangers.
Jusqu'à l'entrée en vigueur de dispositions plus sévères, en août 1941, l'Association suisse des Banquiers a omis de soumettre l'octroi d'affidavits à un contrôle strict, de sorte que nombre de banques ont négligé ce domaine. En 1941, des sociétés financières douteuses, des employés de grandes banques et de banques privées, ainsi que des négociants hors bourse ont émis à tours de bras de fausses déclarations de propriété suisse pour des titres dont certains avaient été volés dans les territoires sous occupation allemande. A la demande des banques, ces manquements n'ont pas fait l'objet de plaintes. A la fin de 1942, le comité de la Bourse a pour la première fois - et sans explication aucune - à nouveau autorisé le négoce de titres libellés en actions de la Royal Dutch, bien qu'il sût que nombre de titres étaient entrés en Suisse en fraude l'année précédente et qu'ils y avaient été vendus contre des devises. Les Alliés ont alors accusé la Bourse de Zurich et les banques de traiter des avoirs volés et ont exigé une interdiction totale du négoce de titres dépourvus d'une déclaration de propriété suisse.
Ce n'est qu'au début de 1943, après la Déclaration de Londres, du 5 janvier 1943, et après le tournant de la guerre, que les dirigeants des bourses ont révisé leur politique. Lorsqu'il est apparu que l'Allemagne allait perdre la guerre et que ses troupes allaient devoir se retirer des territoires occupés, les bourses suisses, avec l'Association suisse des Banquiers, ont mis en place dès avril 1943 un système d'affidavits rigoureux dans le but d'empêcher la vente des biens volés dans les territoires sous occupation allemande aux bourses suisses.

Restitution des titres volés de 1945 à 1952
La deuxième partie de l'étude décrit les répercussions engendrées par le négoce de titres volés après la guerre. Pourquoi nombre de victimes du régime national-socialiste n'ont-elles pas pu - alors que la Suisse s'était dotée d'une législation spéciale sur la restitution des biens volés - récupérer leurs avoirs transférés en Suisse? Comment la Chambre en revendication des biens spoliés du Tribunal fédéral a-t-elle interprété cette législation spéciale, une fois que les Alliés ont relâché leur pression sur la Confédération? A-t-on identifié les banques qui ont importé des biens volés et sanctionné leurs activités?
Après la guerre, les puissances victorieuses ont invité les Etats neutres à participer aux «réparations» internationales visant à remédier aux injustices commises par le national-socialisme. Sous la forte pression politique des Alliés, la Suisse a promis en mars 1945, dans le cadre de l'accord Currie, de faciliter la recherche et la restitution des biens volés parvenus sur son territoire. Le Conseil fédéral a concrétisé cette promesse en promulguant le 10 décembre 1945 un arrêté relatif aux actions en revendication de biens enlevés; y compris les biens culturels et les papiers-valeurs.
Cette décision a focalisé l'attention sur les banques qui avaient importé les titres volés. Or les banques suisses ont attaqué les fondements mêmes de cette législation: l'obligation de restituer des biens volés par le régime national-socialiste et se trouvant en Suisse, abrogeait à titre rétroactif des bases légales suisses en vigueur. La Chambre en revendication des biens spoliés du Tribunal fédéral pouvait en effet condamner les propriétaires de papiers-valeurs volés à les restituer, même s'ils les avaient acquis de bonne foi. Reculant devant la pression considérable des banques, le gouvernement suisse a finalement renoncé à mener une vaste enquête destinée à retrouver les papiers-valeurs volés déposés en Suisse. L'arrêté additionnel du Conseil fédéral du 22 février 1946 a ensuite stipulé que seuls les papiers-valeurs portés manquants à l'étranger devaient être annoncés.
En adoptant une législation sur les restitutions, la Suisse a nettement amélioré son image à l'étranger. De plus, dès le début de la guerre froide en 1947/1948, la Chambre en revendication de biens spoliés, spécialement créée pour régler ces restitutions, n'a plus rendu ses décisions au vu et au su de l'opinion publique internationale. Enfin, en raison de la complexité de la procédure, ainsi que du manque d'appui offert aux demandeurs potentiels par les banques et par la Confédération, les demandes de restitution n'ont pas afflué. Au terme du (bref) délai fixé, soit à la fin de 1947, le Tribunal fédéral n'avait enregistré que 785 demandes de restitution de papiers-valeurs, qui représentaient une valeur globale de deux millions de francs environ. La représentation diplomatique des Pays-Bas en Suisse a déposé à elle seule 760 de ces demandes, les autres émanant du Luxembourg, de France, de Belgique et de Tchécoslovaquie. Nombre des titres volés parvenus jusqu'en Suisse n'ont cependant pas été réclamés et n'ont pas dû être restitués, pour différentes raisons: les propriétaires spoliés et leurs familles avaient été assassinés; la valeur des titres volés était minime par rapport au coût de la procédure; les personnes lésées dans les zones précédemment occupées ignoraient l'existence de l'arrêté du Conseil fédéral.
L'arrêté prévoyait que la Confédération accorderait une indemnisation à l'acquéreur de bonne foi tenu à restitution, au cas où l'importateur de mauvaise foi était insolvable ou ne pouvait être identifié. Un négociant était considéré de mauvaise foi s'il devait admettre que les titres qu'il avait traités provenaient d'une propriété illégale. La Confédération avait donc un certain intérêt à ce que le tribunal déclare de mauvaise foi les importateurs des titres faisant l'objet d'une demande de restitution. Souhaitant préserver leur réputation et éviter des dépenses coûteuses, les banques ont tout fait pour éviter ce genre de jugement. Sous la présidence du juge fédéral Georg Leuch, la Chambre ad hoc du Tribunal fédéral a trouvé une solution à ce conflit d'intérêts: dans nombre de cas, elle a certes reconnu que les banques importatrices étaient de bonne foi, tout en les condamnant à une indemnisation. Sur toutes les demandes traitées entre 1947 et 1951, il n'y eut qu'un seul cas dans lequel la Chambre a jugé un premier revendeur suisse de mauvaise foi.
Outre les requêtes hollandaises, le Tribunal fédéral a jugé bon nombre d'autres cas en procédant par arrangement. Un jugement concernant la bonne ou la mauvaise foi des banques importatrices est ainsi devenu superflu. Fait qui arrangeait la Chambre puis qu'elle ne considérait pas la législation spéciale «comme étant univoque». En 1951, la Confédération a proposé aux Pays-Bas de leur verser 635 000 francs pour régler le cas des requêtes hollandaises, portant ensemble sur 1,3 million de francs. Les banques ont certes participé à raison de 200 000 francs à ce versement, mais ne figuraient pas comme partie prenante au règlement. Elles sont ainsi parvenues à ne jamais apparaître comme les importatrices des titres revendiqués.
Par sa stratégie, la cour a laissée ouvertes non seulement la question concernant la bonne foi, mais surtout celle de la responsabilité des banques. D'un point de vue actuel, il est difficile de comprendre pourquoi les juges n'ont pas pris des décisions de fond afin de se soustraire à la pression des banques, mais qu'ils ont traité les plaintes de cas en cas. On conçoit également mal pourquoi l'arrêté relatif aux actions en revendication de biens enlevés excluait de la procédure suisse les personnes dépossédées de leurs biens en Tchécoslovaquie, en se référant strictement aux fondements du droit international public de l'époque: l'arrêté ne considère en effet comme spoliées que les personnes qui ont été dépossédées de leur propriété privée dans les territoires occupés pendant la guerre, c'est-à-dire entre le 1er septembre 1939 et le 8 mai 1945. Les Juifs allemands ne pouvaient donc pas présenter une requête au Tribunal fédéral, car ils avaient été spoliés par leur propre Etat et que cette spoliation ne contrevenait dès lors pas au droit international public.
Remarquons que le traitement des actions en restitution des papiers-valeurs volés a pris fin en Suisse au moment où la communauté internationale entamait à peine la procédure des «réparations». Comme ailleurs dans le monde, le problème des restitutions a refait surface en Suisse après la fin du monde bipolaire. Dès la fin de la guerre, le problème des restitutions a connu une évolution parallèle à l'histoire de la Guerre froide: les tensions croissantes entre l'Est et l'Ouest ont occulté la question du rôle des pays neutres pendant la guerre.
Comme l'étude le montre, il s'est avéré que les avoirs volés transférés vers la Suisse sont plus élevés que ceux qui ont été réclamés. Il convient, en outre, de remarquer que les demandes de restitution concernaient un nombre plus grand de biens que ceux qui ont effectivement pu être restitués. Il faut enfin constater que, malgré les lacunes relevées, les décisions prises par le Conseil fédéral pendant l'hiver 1945/1946 ont tout de même facilité les demandes en restitution des biens volés importés en Suisse. Du point de vue actuel, il faut toutefois admettre que le Tribunal fédéral a interprété l'arrêté du Conseil fédéral de manière très restrictive.

Riassunto
La ricerca presente descrive i nessi fra il commercio tedesco-svizzero in titoli, la rapina di titoli da parte del «Terzo Reich» e la restituzione, nel 1945, dei titoli venduti in Svizzera. L'idea base dell'indagine è stata quella di analizzare i mutamenti del commercio in titoli con la Germania nel contesto modificato della crisi bancaria degli anni 1930, dell'avvento al potere dei nazionalsocialisti e della guerra. Accanto all'esposizione dell'economia di rapina del regime nazista, si è inoltre intensivamente analizzato come le banche svizzere ostacolarono, dopo la fine della guerra, la restituzione dei titoli sottratti agli ebrei e alle popolazioni dei territori occupati. La ricerca si basa su fondi bancari e giudiziari svizzeri e la consultazione di materiale d'archivio tedesco e olandese.

Commercio svizzero-tedesco in titoli fra il 1931 e il 1945
Nel 1931 la crisi bancaria tedesca coinvolse anche le borse svizzere, producendo forti crolli del volume di scambi e delle quotazioni. La crisi (dal 1931 al 1935 e dal 1938 al 1940) riguardava in particolare il commercio in titoli tedeschi e mise a dura prova specialmente le piccole banche e agenzie di borsa come anche le banche orientate sul Reich tedesco. L'analisi delle operazioni in titoli, finora poco investigate, evidenzia, all'esempio delle banche e agenzie presenti alla borsa di Zurigo, come le banche svizzere realizzarono possibilità di guadagno create dal contingentamento delle divise, dalle misure di espropriazione messe in atto contro le vittime del regime nazista e dalla guerra. Vanno qui menzionati gli acquisti di recupero realizzati per lo stato tedesco e l'economia privata, il commercio in tagliandi avviato nel 1933 e le operazioni in titoli provenienti da paesi con limitazioni di trasferimento e non muniti di una dichiarazione di proprietà non-nemica o muniti di un tale dichiarazione falsificata.
In linea di massima, il commercio in titoli tedeschi e in quelli provenienti da territori annessi e occupati va distinto dalle operazioni in titoli non-tedeschi, titoli commerciabili internazionalmente o svizzeri. In seguito a crisi bancaria, limitazioni dei trasferimenti e sviluppi politici, le quotazioni dei titoli tedeschi scesero, fino nel 1939, sotto il 20 percento del valore nominale. Nel 1932, in seguito al divieto d'esportazione, decretato dal governo tedesco, il commercio ufficiale in titoli tedeschi, fra banche svizzere e tedesche, si svolse sempre più in una sola direzione: agendo per conto tedesco le banche svizzere riacquistarono titoli tedeschi in Svizzera e in America. Da una parte queste operazioni, descritte in base agli esempi dell'agenzia di borsa Hofmann & Cie., della Eidgenössischen Bank AG, Zurigo, e della sede di Zurigo della SBS, servirono a sdebitare a buon mercato il Reich e l'economia tedesca. Dall'altra permisero al regime nazista di realizzare grossi profitti, visto che i titoli venivano rivenduti in Germania ad alto prezzo. Tali operazioni ebbero luogo in particolare negli anni 1937/38 e 1940/41. Dal 1938 in poi, le banche tedesche e altre società vicine al regime acquistarono da banche svizzere, o tramite la loro intermediazione da clienti depositanti, quote di partecipazione in ditte dei territori occupati. Da un lato queste transazioni, in parte anticipate dalle banche svizzere, servirono ad assimilare l'economia nei territori controllati dalla Germania, agli interessi tedeschi. Da un altro lato ne profittarono anche i perseguitati dal regime nazista, visto che molti emigranti e rifugiati tedeschi dei territori occupati ricevettero l'opportunità di vendere i loro titoli sul mercato svizzero ottenendo valuta estera. La ricerca ha inoltre evidenziato, che con il commercio di cedole e le operazioni di riacquisto si stabilirono, fra i circoli tedeschi e le banche e case di borsa svizzere coinvolte, relazioni commerciali riutilizzate poi, durante la guerra, per l'importazione di titoli rubati.
Le operazioni svizzero-tedesche di commercio in titoli non-tedeschi e svizzeri furono dapprima caratterizzate dalle disposizioni valutarie intertedesche. Dal punto di vista svizzero vanno in prima linea menzionate le leggi valutarie rilasciate nel 1933, 1936 e 1938, con le quali il regime nazista obbligò i «sudditi del Reich», sotto comminatoria di pene draconiane, ad offrire in vendita allo stato i loro titoli stranieri depositati all'estero. All'incontrario di quanto successe per i depositi di titoli appartenenti a clienti degli stati dell'Europa settentrionale e occidentale occupati dai tedeschi - essi furono bloccati dal Consiglio federale dopo l'aggressione tedesca nella primavera del 1940 - le banche consegnarono non solo i depositi di titoli tedeschi in Svizzera, ma anche beni patrimoniali austriaci, cecoslovacchi e polacchi, quando i clienti di questi paesi, sotto la pressione del regime nazista, disponevano il trasferimento dei loro crediti e patrimoni. Questi rimpatri e ordini di vendita alimentarono il commercio in titoli per alcuni mesi, ma a lungo andare le banche svizzere persero buona parte dei loro clienti e delle opportunità di fare affari.
Quando dopo l'«Anschluss» dell'Austria, nel marzo del 1938, gli amministratori commissariali delle aziende «arianizzate» reclamarono la restituzione dei patrimoni appartenenti ai comproprietari ebrei e depositati in Svizzera, le banche svizzere concordarono un procedimento comune. In Germania e Austria avevano interessi eminenti da difendere e temevano, in caso di rifiuto, le contromisure del regime nazista. Per salvaguardare in qualche modo gli interessi degli ex-proprietari d'azienda austriaci, ottemperarono alle disposizioni dei commissari, se sottoscritte anche dai proprietari ebrei. In caso di conflitto le banche bloccarono il deposito e lo consegnarono ad un tribunale svizzero, che in genere rifiutò le richieste degli amministratori commissariali.
Una parte delle banche svizzere e piccole società finanziarie - si trattò in primo luogo degli stessi attori che si erano specializzati nel commercio di tagliandi e che riacquistavano titoli tedeschi per conto di tedeschi - vendendo titoli commerciabili stranieri e internazionali, come le azioni della Royal Dutch o della Chade, per conto di banche tedesche e società di comodo, prese in consegna dalla Germania nazionalsocialista titoli rubati. Il «Terzo Reich» utilizzò in parte la valuta estera così ottenuta per il riacquisto di titoli tedeschi o partecipazioni aziendali provenienti dai territori occupati. Una parte dei titoli venne realizzata in Svizzera, dove giunse, passando dalla Reichsbank o dalla sua filiale Deutsche Golddiskontbank di Berlino, tramite le banche, che su incarico dello stato nazista, acquistarono titoli estorti nei territori occupati (Lippmann, Rosenthal & Co., Sarphatistraat, e Rebholz Effectenkantor, Amsterdam, Westminster Foreign Bank Ltd., Parigi). Un'altra parte venne portata in Svizzera, mediante transazioni camuffate, dalla ditta di commercio di ferramenta Otto Wolff di Colonia e da piccoli commercianti come la banca privata di Berlino Sponholz & Co.
Conoscendo l'origine problematica dei titoli, le banche svizzere più caute, come il Credito Svizzero, controllarono l'importazione di titoli dalla Germania e dai territori occupati. Per contro non ci fu, né prima né durante la guerra, una sospensione giuridica del commercio in titoli rubati nelle borse svizzere. Verso la metà degli anni 1930, la Confederazione rinunciò, sotto la pressione delle banche, a rilasciare una legge sulla borsa, lasciando il compito alla borsa stessa, che d'accordo con l'Associazione dei banchieri, regolò le limitazioni del commercio e gli affidavit. Dopo l'inizio della guerra, il comitato della borsa di Zurigo, ad esempio, introdusse le dichiarazioni di proprietà non-nemica e mise in guardia i membri contro l'importazione di titoli d'origine problematica. Dopo la chiusura delle borse svizzere per due mesi, decretata dalla Confederazione il 10 maggio 1940, a Zurigo la negoziazione ufficiale di titoli dei territori occupati - ad es. azioni della Royal Dutch - rimase sospesa fino alla fine del 1940. In seguito il comitato di borsa limitò il commercio a titoli stranieri in mano di proprietari svizzeri dall'inizio della guerra. Fuori borsa e durante tutta la guerra tuttavia, banche e case di borsa poterono negoziare titoli esteri di proprietà estera. Fino al rilascio di disposizioni più severe nell'agosto del 1941, l'Associazione dei banchieri omise di controllare in modo preciso l'emissione di affidavit, di conseguenza molte banche trascurarono il sistema delle accettazioni giurate. Nel 1941, società finanziarie dubbiose, impiegati di grandi banche e di banche private e operatori fuori borsa falsificarono in grande stile, dichiarazioni di proprietà svizzera per titoli in parte estorti nei territori occupati. Sotto pressione delle banche le infrazioni non furono denunciate. Alla fine del 1942 il comitato di borsa permise, senza spiegazioni, il commercio in titoli di azioni della Royal Dutch, ben sapendo che durante l'anno prima, molti di questi titoli erano giunti in Svizzera per vie irregolari, dove furono poi venduti contro divise. Gli alleati accusarono la borsa di Zurigo e le banche di trafficare con beni rubati e chiesero la proibizione totale del commercio in titoli senza dichiarazione di proprietà svizzera. All'inizio del 1943 , le autorità di borsa cambiarono orientamento solo sotto l'impatto della dichiarazione di Londra del 5 gennaio 1943 e della svolta nell'andamento della guerra. Quando la sconfitta della Germania e il ritiro delle sue truppe dai territori occupati fu prevedibile, le borse, assieme all'Associazione svizzera dei banchieri, introdussero gradualmente, dall'aprile 1943, un sistema più severo di affidavit, per impedire nelle borse svizzere la realizzazione di beni rubati provenienti dai territori occupati dai tedeschi.

Restituzione di titoli rubati, dal 1945 al 1952
La seconda parte della ricerca descrive le conseguenze del commercio in titoli rubati del dopoguerra. Perché, malgrado l'esistenza di una legislazione speciale svizzera sulla restituzione di beni rubati, per molte vittime del regime nazista non fu possibile richiedere la restituzione dei loro beni giacenti in Svizzera? La camera dei beni rubati del Tribunale federale, come interpretò le leggi dopo che la pressione degli alleati sulla Svizzera si fu allentata? Le banche che importarono beni rubati furono identificate e il loro fare sanzionato?
Dopo la guerra, le potenze vincitrici sollecitarono la partecipazione degli stati neutrali alla «riparazione» internazionale delle ingiustizie nazionalsocialiste. Sotto la forte pressione degli alleati, la Svizzera promise, nel marzo del 1945 nell'ambito dell'accordo Currie, di facilitare il ritrovamento e la restituzione dei beni rubati giunti in Svizzera. Il Consiglio federale mantenne la promessa promulgando, il 10 dicembre 1945, una legge speciale sulla ricerca e la restituzione di beni rubati, inclusi i beni culturali e le carte valori. La legislazione portò le banche che avevano importato titoli rubati, al centro dell'interesse. La critica delle banche svizzere sulla legge dei beni rubati fu fondamentale: l'obbligo alla restituzione di beni rubati dal regime nazista e allora ancora giacenti in Svizzera, sostennero le banche, abrogava con effetto retroattivo principi giuridici svizzeri ancora in vigore. La camera dei beni rubati poteva condannare alla restituzione i proprietari di titoli rubati, malgrado la loro buona fede al momento dell'acquisto. Sotto la notevole pressione delle banche, il governo rinunciò infine a condurre un'indagine generale sui beni rubati. In base all'ordinanza di complemento del Consiglio federale del 22 febbraio 1946, l'obbligo di notifica venne limitato ai valori annunciati dispersi da paesi stranieri.
Con la legge di restituzione la Svizzera migliorò sensibilmente la sua posizione politica internazionale. Inoltre la camera dei beni rubati del Tribunale federale, costituita proprio a questo scopo, emise le sue sentenze all'inizio delle guerra fredda 1947/48 e quindi non più sotto i riflettori dell'opinione pubblica internazionale. Il Tribunale federale ricevette infine, entro i (brevi) termini di notifica, alla fine del 1947, a causa delle complicate modalità e del mancato sostegno dei potenziali attori da parte delle banche e della Confederazione, solo 785 domande di restituzione di titoli, per un valore in causa di circa due milioni di franchi. La sola rappresentanza olandese in Svizzera ne inoltrò 760 durante gli ultimi tre giorni prima della scadenza del termine per promuovere l'azione; il resto delle azioni per valori rubati vennero promosse a partire dal Lussemburgo, dalla Francia, dal Belgio e dalla Cecoslovacchia. Per molti dei valori rubati giunti in Svizzera non venne promossa nessuna azione legale e non fu quindi necessario restituirli. Questo successe o perché le vittime e le loro famiglie erano state assassinate, o perché il valore dei titoli rubati in relazione ai costi del processo non ne valeva la pena o perché i danneggiati nei territori occupati non erano per niente a conoscenza del decreto del Consiglio federale.
La Confederazione era per legge tenuta a risarcire i proprietari di titoli sottostanti all'obbligo di restituzione, nel caso non fosse possibile accertare o chiamare in causa l'importatore in mala fede. Un operatore era in mala fede quando avrebbe dovuto ritenere che i titoli provenivano da possesso illegittimo. Mentre la Confederazione aveva quindi un certo interesse a che il tribunale qualificasse di mala fede gli importatori dei titoli rivendicati, le banche coinvolte tentarono in ogni modo di evitare un tale giudizio, temendo una perdita di reputazione e a causa dei costi che ne sarebbero potuti derivare. Sotto la guida del giudice federale Georg Leuch, la camera dei beni rubati trovò una via d'uscita da questo conflitto d'interessi: riconobbe in parecchi casi la buona fede delle banche d'importazione ma le dichiarò ciononostante soggette all'obbligo d'indennizzo. In una sola di tutte le cause trattate dal 1947 al 1951, il Tribunale federale condannò un primo venditore svizzero per mala fede. Oltre alle rivendicazioni dei richiedenti olandesi il Tribunale federale evase mediante accordo amichevole anche molti dei casi restanti. Un giudizio sulla buona o mala fede delle banche importatrici diventò superfluo. Ciò venne incontro alle premure della camera dei beni rubati, che riteneva la legislazione speciale «non priva di aspetti preoccupanti». Nel 1951 la Confederazione si dichiarò disposta, nel quadro di un accordo, a pagare all'Olanda una somma di 635 000 franchi per evadere rivendicazioni di 1,3 milioni di franchi. Le banche contribuirono a questa somma con 200 000 franchi, senza però apparire pubblicamente come parte coinvolta. Riuscirono così, malgrado avessero importato i titoli, a rimanere dietro le quinte.
La strategia del tribunale lasciò aperta la questione della cosiddetta buona o mala fede e in fin dei conti anche quella sulla responsabilità delle banche. Da un punto di vista odierno, è difficile concepire per quale ragione i giudici non si liberarono della pressione delle banche con decisioni di principio e scelsero invece di giudicare le cause sulla base di singole decisioni prese caso dopo caso. È anche difficile capire perché il decreto sui beni rubati escluse le persone espropriate in Cecoslovachia dalla domanda di restituzione, adottando, in maniera strettamente formale, il punto di vista del diritto internazionale; il diritto internazionale riteneva espropriate illegalmente, solo le persone il cui patrimonio privato nei territori occupati era stato rubato durante la guerra, e cioè fra il primo settembre 1939 e l'otto maggio 1945. Gli ebrei tedeschi, derubati dal proprio stato e quindi senza violare il diritto internazionale, non ebbero il diritto di portare la loro causa davanti al Tribunale federale.
Balza all'occhio che in Svizzera il processo di liquidazione delle domande di restituzione fu portato a termine nel momento in cui la comunità internazionale degli stati iniziava appena a mettere in cantiere la questione della «riparazione». In Svizzera, come anche in campo internazionale, la questione della restituzione riemerse con la fine del mondo bipolare. Una sincronizzazione della tematica della restituzione con la guerra fredda diventò visibile già nell'immediato dopoguerra; al cospetto delle tensioni montanti fra oriente e occidente, il tema del ruolo svolto dagli stati neutrali durante la guerra venne sempre più relegato in secondo piano. Il risultato della ricerca mostra che in Svizzera giunsero più beni rubati di quanti furono rivendicati. E inoltre, furono rivendicati più beni di quelli che si riuscì a restituire. Ed infine va considerato che la legislazione sui beni rubati dell'inverno 1945/46, malgrado i suoi già menzionati difetti, facilitò la domanda di restituzione di beni rubati giunti in Svizzera. Da un punto di vista odierno va comunque constatato che il Tribunale federale interpretò i decreti del Consiglio federale in maniera molto riservato.

Summary
The present study describes the connections between Swiss German securities trading, the theft of securities by the «Third Reich» and the 1945 restitution of securities that had been sold in Switzerland. The basic idea underlying the study was to analyse the changes in securities trading with Germany under the altered circumstances resulting from the banking crisis of the 1930s, the accession to power of the National Socialists, and the war. In addition to describing the robber economy of the Nazi regime, the study also analysed in detail how, after the war, the Swiss banks obstructed the return of securities seized from Jews and inhabitants of the occupied countries. The study is based on Swiss banking and legal sources, while also drawing on archive material from Germany and the Netherlands.

Swiss German securities trading between 1931 and 1945
The German banking crisis in 1931 also hit the Swiss stock markets and led to severe falls in trade and in the exchange rate. The crisis (1931 to 1935 and 1938 to 1940) particularly affected trade in German securities, and small private banks and brokerage firms were hit especially hard, along with banks whose business was geared towards the German Reich. Hitherto barely investigated, analysis of securitie trading, which we based on the example of some of the banks and brokerage firms represented on the Zurich Stock Exchange, shows how Swiss banks exploited pro- fit-making opportunities that were created by the foreign exchange controls, the confiscation measures against the victims of the Nazi regime, and the war. Examples of such profit-making opportunities include the buy-back arrangements carried out for the German State and the private sector, the trade in coupons that came into being in 1933 and transactions involving securities from countries where restrictions on transfers were in force, which bore forged «non-enemy assets» declarations or none at all.
A basic distinction must be drawn between transactions in German securities and securities from annexed and occupied countries on the one hand, and transactions involving non-German, internationally tradeable securities and Swiss securities on the other. As a result of the banking crisis, transfer restrictions and political developments, by 1939 the market value of German securities had fallen to less than 20 per cent of their nominal value. Following the export ban issued by the German government in 1932, official trading in German securities between Swiss and German banks increasingly took place in one direction only: Swiss banks in Switzerland and America bought back German securities on behalf of Germany. These transactions, reported by the brokerage firm Hofmann & Cie., the Eidgenössische Bank AG, Zurich, and the Zurich offices of the Schweizerischer Bankverein (Swiss Bank Corporation - SBC), served on the one hand as a cheap means of relieving the debt of the «Third Reich» and the German economy. On the other hand the Nazi regime made huge profits from this as the securities were sold again in Germany for a high price. Such transactions took place especially in the years 1937/38 and 1940/41. From 1938 German banks and other companies close to the regime bought shares in firms in occupied countries from Swiss banks or, through their intermediation, from customers with securities deposit accounts. These transactions, sometimes funded in advance by the Swiss banks, served on the one hand to force business within areas under German rule into line with German interests. On the other hand, people persecuted by the Nazi regime also benefited from them, as many German emigrants and refugees from occupied countries were able to sell their securities on the Swiss market for foreign currency. Moreover, investigation has shown clearly that the trade in coupons and buy-back transactions between German circles and participating Swiss banks and brokerage companies facilitated the continued existence of business relations that came into play again during the war in the import of stolen securities.
The trading in non-German and Swiss securities between Switzerland and Germany was initially influenced by German internal provisions relating to the sale of currency. From the Swiss perspective the currency laws passed in 1933, 1936 and 1938 warrant special mention. These were used by the Nazi regime to force «citizens of the Reich», under the threat of draconian penalties, to offer their foreign securities deposited abroad for sale to the State. In contrast to the securities deposits of customers from the German-occupied countries of northern and western Europe - which were frozen by the Federal Council in spring 1940 following the German attack - in addition to the German securities portfolios deposited in Switzerland, the banks also handed over Austrian, Czech and Polish assets if the customers from these countries had transferred these deposits and assets due to the pressure of the Nazi regime. Although such repatriations and orders to sell provided business for the securities market for a few months, the Swiss banks also lost a large share of their customers and business opportunities as a result.
Following the «Anschluss» of Austria in March 1938, when the provisional administrators of «aryanised» companies tried to reclaim the assets of Jewish business partners that had been deposited in Switzerland, the Swiss banks adopted a common procedure for dealing with this problem. They had significant interests to defend in Germany and Austria and feared reprisals on the part of the Nazi regime if they refused to cooperate. In order to safeguard the interests of former proprietors of businesses in Austria to some extent, they complied with the dispositions of the provisional administrators if they were co-signed by the Jewish proprietors. In cases where there was a conflict, the banks froze the deposit and lodged it with a Swiss court, which generally rejected the claims of the provisional administrators.
Some Swiss banks and small financial services companies - primarily the same players who had specialised in coupons trading and bought back German securities on behalf of Germany - were effectively accepting stolen securities from Nazi Germany by selling Swiss and foreign internationally tradeable securities, such as shares in Royal Dutch or Chade, on behalf of German banks and cover companies. Sometimes the «Third Reich» used the foreign currency thus obtained for buying back German securities or company shares in the occupied countries. Some of the securities from the banks that acquired the stolen securities in the occupied countries on the instructions of the Nazi government (Lippmann, Rosenthal & Co., Sarphatistraat, and Rebholz Effectenkantor, Amsterdam, Westminster Foreign Bank Ltd., Paris) wound up for sale in Switzerland via the Reichsbank or its subsidiary, the Deutsche Golddiskontbank in Berlin. Others were brought into Switzerland in transactions carried out under the cover of the Cologne iron trading company, Otto Wolff, and by small traders like the Berlin private bank Sponholz & Co.
Aware of the dubious origins of these securities, the more cautious Swiss banks such as Schweizerische Kreditanstalt checked securities imported from Germany and the German-occupied countries. However, no legal steps were taken either before or during the war to stop the trade in stolen assets on the Swiss stock exchanges. Pressure from the banks in the mid-1930s led the Confederation to decide against issuing a law on the stock exchange, with the result that the stock exchanges - in consultation with the Swiss Bankers Association - dealt with trading restrictions and affidavits (validation certificates) themselves. Following the outbreak of war, the managing committee of the Zurich Stock Exchange, for example, introduced «non-enemy assets» declarations and warned members against importing or trading in securities of dubious origin. After the Confederation ordered the closure of the Swiss stock exchanges for two months on May 10, 1940, official trading in securities from the occupied countries - e. g. Royal Dutch shares - was suspended in Zurich until late 1940. Then the managing committee of the Stock Exchange restricted trading to foreign securities that had been in Swiss ownership since the beginning of the war. Outside the Stock Exchange, however, banks and brokerage companies were able to trade in foreign securities in foreign ownership for the whole duration of the war. The Swiss Bankers' Association failed to carry out strict checks on the issue of affidavits until stricter regulations were issued in August 1941, with the result that many banks ignored the affidavit system. In 1941 forging Swiss ownership certificates for securities that were partly stolen from the occupied countries was a major activity for dubious financial services companies, employees of large banks and private banks, and off-the-floor traders. Due to pressure from the banks, these transgressions were not reported to the police. Late in 1942 the managing committee of the Stock Exchange suddenly and without explanation permitted trade in Royal Dutch shares, although it knew that in the course of the previous year many securities had entered Switzerland by irregular means and were sold there for foreign currency. The Allies accused the Zurich Stock Exchange and the banks of handling stolen assets and called for a complete ban on trade in securities without Swiss ownership declarations. Only the influence of the London Declaration of 5 January 1943 and the change in the direction of the war prompted the Stock Exchange authorities to change course in early 1943. When it began to look likely that Germany would lose the war and the troops would withdraw from the occupied countries, the stock exchanges gradually introduced a tougher system of affidavits in conjunction with the Swiss Bankers Association from April 1943, in order to prevent the sale of stolen assets from the German-occupied countries on the Swiss stock exchanges.

Restitution of stolen securities between 1945 and 1952
The second part of the study describes the consequences of the trade in stolen securities after the war. Why was it not possible for many victims of the Nazi regime to reclaim assets belonging to them that had wound up in Switzerland, despite the special laws passed in Switzerland on the restitution of stolen assets? How did the Chamber for Stolen Assets (Raubgutkammer) of the Swiss Federal Supreme Court interpret the legislation after the Allies relaxed their pressure on Switzerland? Were the banks that had imported stolen assets investigated and their actions sanctioned?
After the war the victorious powers called upon the neutral countries to participate in the international «compensation» for Nazi injustices. As a result of the tremendous foreign policy pressure exerted by the Allies, in March 1945 Switzerland promised, in the framework of the Currie Agreement, that it would facilitate the tracing and restitution of stolen assets that had found their way into Switzerland. The Federal Council fulfilled this promise by passing a special law on 10 December 1945 on tracing and returning looted assets, including securities as well as cultural assets. The legislation focussed attention on those banks that had imported the stolen securities. The Swiss banks criticised the very basis of the legislation on stolen assets: the obligation to return assets that had been stolen by the Nazi regime and which were still in Switzerland had the effect of annulling existing Swiss legal principles retroactively. Thus the Chamber for Stolen Assets could order the owners of stolen securities to return them even when the securities had been acquired in good faith. Because of the considerable pressure exerted by the banks, the Swiss government in the end decided not to conduct a general survey of the banks to trace stolen securities. As a result of a complementary decision of the Federal Council on 22 February 1946, only securities that had been reported missing abroad had to be declared.
With the legislation on restitution, Switzerland greatly enhanced its foreign policy position. In addition, when the Federal Supreme Court Chamber for Stolen Assets, which had been set up specifically for this purpose, pronounced its verdicts at the start of the Cold War in 1947/48, it was no longer in the glare of international publicity. In the end, due to the complicated procedures and lack of support for potential claimants by the banks and the Confederation, when the (short) registration deadline had expired at the end of 1947 only 785 claims for release of securities had been recorded, and the total amount in litigation was approximately two million Swiss francs. Of these claims, the representation of the Netherlands in Switzerland submitted 760 in the last three days prior to the expiry of the registration deadline; the remaining claims relating to stolen securities came from Luxembourg, France, Belgium and Czechoslovakia. Many stolen securities that had ended up in Switzerland, however, were not claimed and did not have to be restituted, either because the victims and their families had been murdered, because the value of the stolen securities was too small relative to the costs of processing the claim, or because the injured parties in the occupied countries knew nothing of the Federal Council's decision.
The law provided that the Confederation would compensate the owner of securities that had to be restituted in the event that the malicious importer could not be identified or prosecuted. A trader was deemed to be malicious if he had reason to suppose that the securities originated from unlawful ownership. Thus while it was to some extent in the interests of the Confederation if the court found the importers of the securities in question to be malicious, the banks affected tried to avoid such a verdict at all costs because of the damage it would do to their reputation and the costs it would involve. The Chamber for Stolen Assets, under the directorship of Federal Judge Georg Leuch, found a way out of this conflict of interests: on the one hand it acknowledged importing banks in many cases as having acted in good faith, but nevertheless declared them liable to pay compensation. Only in one case out of all the claims dealt with between 1947 and 1951 did the Federal Supreme Court declare the Swiss seller malicious. Alongside the claims from the Dutch applicant, the Federal Supreme Court also handled many of the other cases on a settlement basis. Verdicts of good faith or maliciousness on the part of the importing banks were thus dropped, which fitted in with the efforts of the Chamber for Stolen Assets, as it considered the special legislation to be "not unobjectionable". In 1951 the Confederation declared itself willing to pay the Netherlands the sum of 635 000 Swiss francs by way of compromise in order to settle the claims, whose total value amounted to 1.3 million francs. The banks contributed the sum of 200 000 francs to this amount, but did not make a public appearance as a party in the proceedings. In this way those who were actually responsible for importing the securities managed to keep out of the public eye.
The strategy of the Court left open the question of good faith or maliciousness, and ultimately also the question of the banks' responsibility. From today's perspective it is difficult to understand why the judges did not extricate themselves from the pressure of the banks by making fundamental decisions, but instead judged the claims on a case-by-case basis. It is also hard to understand why the decision on stolen assets excluded persons in Czechoslovakia whose assets had been confiscated from lodging a claim in Switzerland, in that it was based strictly on the principles of international law then in force: only persons whose private assets were confiscated in the occupied countries during the war, in other words between 1 September 1939 and 8 May 1945, counted as victims of violations of international law. German Jews, having been robbed by their own country and thus not covered by international law, were therefore not eligible to lodge a claim in the Federal Supreme Court.
It is striking that the processing of claims for restitution of stolen securities in Switzerland was concluded at the point in time when the international community of nations was just beginning to deal with the question of «compensation». As in the international arena, in Switzerland too the question of restitution arose again with the end of the bipolar world. The synchronisation of the restitution question with the Cold War already became visible immediately after the war. As the tension between East and West intensified, the question of the role of the neutral countries during the war was pushed further and further into the background. Consequently, it is clear that more stolen assets entered Switzerland than have been claimed. It is also the case that more claims for restitution of stolen assets were lodged than could be met. Finally it should be emphasised that, despite the shortcomings already mentioned, the legislation on stolen assets dating from the winter of 1945/46 did facilitate the claims for the return of stolen assets that ended up in Switzerland. Nevertheless, from today's vantage point it should be stressed that the Federal Supreme Court's interpretation of the resolutions of the Federal Council has been extremely mild.

Besprechungen
Der Glaube an den «guten Glauben» Handel mit geraubten Wertpapieren in der Schweiz Die Schweizer Banken haben auch während des Kriegs Wertpapiergeschäfte mit dem «Dritten Reich» getätigt. Weil sie nicht bereit waren, rigorose Kontrollen einzuführen oder auf den Handel ganz zu verzichten, kam es dabei auch zu Importen von Raubgut. Erst auf nachhaltigen Druck der Alliierten legte man sich Selbstbeschränkungen auf. pra. Im Bericht über den Wertpapierhandel mit dem «Dritten Reich» werden praktisch nie juristische Straftatbestände aufgedeckt. Dennoch kam es mitunter zu Verstössen gegen Regeln. Diese Regeln waren jedoch nicht auf gesetzlicher Ebene verankert, sondern entstanden erst im Lauf der Zeit, zunächst auf moralischer Ebene auf Seiten der Alliierten, dann auf deren Druck hin allmählich im Rahmen der Selbstregulierung durch die Standesorganisationen, erst nachträglich und nur ausnahmsweise - und wiederum auf Druck der Siegermächte - durch Erlasse des Bundesrats. Die Schweizer Bankiers werden in den Quellen als nüchtern agierende Personen sichtbar, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen in erster Linie das Wohl ihrer Unternehmen im Auge hatten. Moralische Bedenken wurden nur dann relevant, wenn sie in juristisch fassbare Kosten- und Risikokategorien übersetzt werden konnten. Gefälschte Affidavits Das wichtigste Thema des Buchs umfasst den Handel mit geraubten Wertschriften. Die Nazis raubten systematisch die Bevölkerung in den eroberten Ländern aus und suchten deren Wertpapiere an den Handelsplätzen der Neutralen in Devisen umzutauschen. Besonders viele Titel gelangten aus dem besetzten Holland in die Schweiz. Das Problem dabei war, dass man es den Wertschriften in den meisten Fällen nicht ansah, ob sie zuvor geraubt worden waren. Die Schweizer Banken und Börsen handelten die Titel weiterhin und nahmen auch Direktimporte von Wertschriften aus dem «Dritten Reich» entgegen, entweder von Banken oder Tarnfirmen oder von Privatpersonen persönlich am Bankschalter. Das Raubgutproblem war bekannt. Dennoch waren die Banken, die unter dem durch Devisenbewirtschaftung und Krieg stark dezimierten Wertschriftenhandel litten, nicht bereit, auf diese Geschäfte zu verzichten. Die Studie wirft Licht auf die Kanäle, auf denen die Wertpapiere den Weg in die Schweiz fanden. Dass die Bankiers bei manchen Transaktionen Verdacht hätten schöpfen müssen, wird dabei plausibel gemacht. Dennoch beriefen sich die Banken in Restitutionsprozessen nach dem Krieg auf ihren «guten Glauben», wonach sie beim Kauf nicht wissen konnten, dass es sich um Raubgut handelte. Um die Gefahr von Raubgut einzudämmen, wurde im Dezember 1940 ein sogenanntes Affidavit eingeführt, eine Erklärung, die Wertpapieren beigefügt werden konnte und die den ununterbrochenen «Schweizer Besitz» des Titels seit Kriegsausbruch belegte. Damit konnte das Risiko, dass nach Kriegsende jemand die Restitution fordern könnte, für diese Papiere ausgeschlossen werden. Folglich hatten Wertpapiere mit Affidavit einen höheren Preis. Aber auch die Titel ohne Affidavit wurden weiterhin gehandelt. Dies führte zur Möglichkeit, Affidavits zu fälschen, um so von den Preisdifferenzen zu profitieren. Dieser Versuchung erlag eine ansehnliche Zahl von Bankiers bei kleinen und grossen Instituten, die sich 1941 in mehreren Fälscherringen von Graubünden über Zürich bis Genf organisierten und von der largen Handhabung der Affidavit-Kontrollen bei den Banken und Treuhandgesellschaften profitierten. Der Skandal flog Anfang 1942 auf und führte bei den Alliierten zu einer tiefen Störung des Vertrauensverhältnisses zu den Schweizer Banken. In der Schweiz kam es aber zu keinen strafrechtlichen Folgen. Konsequenzen hatte der Skandal gleichwohl. Die Drohungen der Alliierten, die eine Einstellung des Handels von Titeln ohne Affidavit forderten und die Restitution aller geraubten Wertschriften nach dem Krieg angekündigten, nahmen ab 1942 zu. Die Banken mussten dem Druck schrittweise weichen. 1942 nahmen die Importe von Wertschriften aus Deutschland ab, kamen vereinzelt aber immer noch vor. Im April 1943 führte die Bankiervereinigung eine strengere Regelung der Affidavits ein. Im September 1944 wurde der Börsenhandel mit ausländischen Titeln ohne Affidavit eingestellt. Zurückhaltende Restitutionspraxis Die Studie beleuchtet ausführlich die Restitutionspraxis bezüglich der geraubten Titel nach dem Krieg. Auch hier wird das Bild der Schweiz, die erst auf aussenpolitischen Druck nachgibt, sichtbar. Am 10. Dezember 1945 erliess der Bundesrat den Raubgutbeschluss, der innenpolitisch stark kritisiert wurde. Die Raubgut-Opfer erhielten eine Frist bis im August 1947 zugesprochen, innerhalb deren sie ihre Ansprüche anmelden konnten. Eine systematische Enquête vermochten die Banken ebenso zu verhindern wie eine Untersuchung darüber, wer die Importeure der Wertpapiere waren. Schliesslich wurden 800 Klagen am Bundesgericht eingereicht. In der Mehrzahl der Fälle kam es zu Vergleichen, die von der Eidgenossenschaft und den Banken getragen wurden. Die Summe der Zahlungen nimmt sich mit weniger als 1 Mio. Fr. bescheiden aus und ist sicher geringer als die Gesamtheit des eingeführten Raubguts. Die Importe aller Wertpapiere (nicht nur Raubgut) aus Deutschland scheinen nicht über einige Dutzend Millionen Franken hinausgegangen zu sein. Die Autoren der Studie kritisieren, dass im Bemühen, möglichst wenig Publizität zu verursachen, nach dem Krieg zu wenig Efforts zur Aufklärung der Zusammenhänge geleistet wurden. Ausserdem sei die Anmeldefrist für Ansprüche zu kurz gewesen und habe viele Opfer benachteiligt. Doch die Schweiz habe vom schnell abnehmenden Interesse der Alliierten an den Restitutionsfragen, die hinter dem beginnenden Kalten Krieg zurücktraten, profitiert. Der Bericht leidet an dem für die Bergier-Berichte typischen Phänomen, dass die einzelnen Kapitel grosse Qualitätsunterschiede aufweisen können. Im vorliegenden Band fällt dies so stark ins Gewicht, dass dem Leser empfohlen sei, erst nach kanpp der Hälfte beim Thema Raubgut einzusteigen. Die ersten Kapitel lassen eine strenge Redaktion schmerzlich vermissen. Umso erleichterter nimmt der Leser den Qualitätssprung ab dem sechsten Kapitel wahr. Sogleich lichtet sich der Nebel, und es tut sich eine spannend und klar geschriebene Geschichte auf. Es entsteht ein Bild, das nicht nur die historischen Ereignisse darstellt, sondern auch die Rahmenbedingungen und das Kalkül der Akteure nachvollziehbar macht. Hanspeter Lussy, Barbara Bonhage, Christian Horn: Schweizerische Wertpapiergeschäfte mit dem «Dritten Reich». Handel, Raub und Restitution. Chronos, Zürich 2001. 521 S., Fr. 58.-. Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung der NZZ. Neue Zürcher Zeitung WIRTSCHAFT 30.11.2001 Nr. 279 25