Auswählen oder annehmen?
Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik – Testverfahren an werdendem Leben
Broschur
2010. 176 Seiten, 14 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-0970-6
CHF 32.00 / EUR 29.00 
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Ein Kind mit einer Behinderung verhindern – ein Kind zur Rettung eines Geschwisters auswählen – ein Knabe statt ein Mädchen – was spricht dagegen? Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik öffnen das Tor zu ungeahnten Möglichkeiten – und bringen die Gesellschaft und das Individuum in schwierige Entscheidungssituationen. Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen, Menschen mit einer Behinderung und ihre Angehörigen befassen sich mit diesen ethisch heiklen Fragen.
Die pränataldiagnostische Technik wird stetig verbessert. Erhöht sich nicht dadurch auch der gesellschaftliche Druck, diese in Anspruch zu nehmen? Die Präimplantationsdiagnostik, die bald auch in der Schweiz erlaubt ist, hat zum Ziel, Schädigungen am Embryo im Reagenzglas zu erkennen. Wann aber ist die Anwendung dieses Verfahrens gerechtfertigt? Und was bedeuten diese grossen gesellschaftlichen Anstrengungen, Behinderungen zu verhindern, für behinderte Menschen und ihre Angehörigen?
Das Buch informiert über die Methoden der pränatalen und präimplantativen Diagnostik, über ihre Anwendungsbereiche und auch über ihre Grenzen. Dabei verweist sie darauf, dass das ethische Dilemma zwischen auswählen und annehmen sowohl auf der Ebene der Gesellschaft wie auch für das Individuum stark an Brisanz verlieren könnte, wenn Integration, Chancengleichheit und Lebensqualität gezielt gefördert würden.
Das Buch wurde initiiert von insieme Schweiz, der Dachorganisation der Elternorganisationen für Menschen mit geistiger Behinderung.

Prof. Dr. med., Chefarzt Pädiatrie Kinderspital St. Gallen, Präsident der Zentralen Ethikkommission (ZEK) der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften. Vater von drei Töchtern, von denen eine vom Downsyndrom betroffen ist.

Aufsätze im Chronos Verlag


Dr. med., Fachärztin für Medizinische Genetik in Bern, leistete Pionierarbeit für die Qualität der genetischen Beratung in der Schweiz und war jahrelang im Weiter- und Fortbildungsbereich Paar- und Familienberatung und -therapie mit Schwerpunkt medizinische Genetik und Pränataldiagnostik tätig.

Aufsätze im Chronos Verlag


Annina Studer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin von insieme Schweiz.

Aufsätze im Chronos Verlag

Artikel
  • Eine insieme Publikation
  • Vorwort
  • Studierende des Bildungsclubs Zürich
    Ich und meine Behinderung
  • Beratung zur pränatalen Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik
  • Interview mit Studierenden der Volkshochschule Plus
    «Manchmal sprechen mich Nichtbehinderte an, das freut mich»
  • Praktische Anwendung der pränatalen Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik
  • Interview mit Studierenden der Volkshochschule Plus
    Über das Leben nachdenken
  • Methoden der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik
  • Schwangerschaft nach einem Kind mit einer geistigen Beeinträchtigung
  • Was tun, wenn vieles möglich wird?
  • Interview mit Studierenden der Volkshochschule Plus
    «Ich finde, sie haben mehr Freiheiten»
  • Entscheidungsfreiheit und der Zwang zum perfekten Kind
  • Behinderung – eine Chance?
  • Die (neue) eugenische Versuchung
  • «Ist er anders als ihr?» – «Ja, er trägt eine Brille!»
  • Die Betreuung von Personen mit einer geistigen Beeinträchtigung
  • Kann sie noch nicht gehen?
  • Die Begleitgruppe
    Auswählen oder annehmen. Die Sicht von Personen und Organisationen, die sich für Menschen mit einer Behinderung einsetzen
  • Interview mit Studierenden der Volkshochschule Plus
    «… dann könnten wir auch mehr zusammen machen»

Pressestimmen
«Es spricht für das Buch, dass ganz verschiedene Ansichten und Erfahrungen, vor allem werdender Eltern, zum Zug kommen.» Barbara Oberholzer, Reformierte Presse