Gesichter der administrativen Versorgung / Visages de l’internement administratif / Volti dell’internamento amministrativo

Porträts von Betroffenen / Portraits de personnes concernées / Ritratti di persone internate

Texte deutsch, französisch oder italienisch

Unabhängige Expertenkommission Administrative Versorgungen, Band 1
Gebunden
Erscheint im März 2019. ca. 280 Seiten, ca. 63 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1511-0
ca. CHF 48.00 / EUR 48.00 
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  • Buchreihe

Wer sind die Menschen, die eine administ­rative Versorgung erlebten? Was steht hinter diesem Begriff und was bedeutet er im  Leben der Betroffenen? Diesen Fragen geht der Porträtband der UEK nach, indem er die Menschen ins Zentrum stellt, die Opfer ad­ministrativer Versorgung wurden. Er nähert sich ihnen auf zwei Arten: einmal, indem der Fotograf Jos Schmid sie in formal stren­gen Schwarz-­weiss-Porträts fotografiert, einmal, indem zwölf Autorinnen und Auto­ren sie aufgrund mündlicher oder schriftli­cher Quellen in kurzen biografischen Texten beschreiben. Foto und Text zeichnen so mit unterschiedlichen Mitteln unterschiedliche Bilder von unterschiedlicher Wirkmacht – und ermöglichen dadurch ein vielschich­tiges Bild der Betroffenen, aber auch einen Einblick in die Prozesse, die darüber bestim­men, was für Bilder wir uns von Menschen machen.


ist Historikerin, promovierte über die Genossenschafterin Dora Staudinger (1886–1964) und ist Forschungsleiterin der UEK. Sie arbeitet mit Biografien und Interviews als historischen Quellen.


Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag


ist unabhängiger Historiker in Zürich, Mitglied und Forschungsleiter der UEK. Seit 1986 forscht er zum Umgang mit Jenischen, Sinti und Roma sowie zu fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wie Kindswegnahmen, Anstaltseinweisungen und Zwangssterilisationen in der Schweiz.


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ist Porträtfotograf in Zürich. Nach dem Studium in Kalifornien wurde er Erster Assistent bei Richard Avedon in New York City. Fotografische Arbeiten: The Guardian, Die Zeit und Universität Zürich.

https://www.josschmid.com/

Der Bundesrat beauftragte Ende 2014 eine unabhängige Expertenkommission (UEK) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der administrativen Versorgungen in der Schweiz vor 1981. Dazu gehörten insbesondere die Auseinandersetzung mit der Perspektive von Betroffenen und Opfern sowie die Analyse staatlicher Interventionen und behördlichen Handelns. Die UEK sollte dabei auch die Bezüge zu allen anderen fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen berücksichtigen. Die Kom­mission veröffentlicht ihre Forschungserkenntnisse in neun Monografien sowie einem Synthesebericht zuhanden des Bundesrates.

Die UEK Administrative Versorgungen wurde interdisziplinär zusammen­gesetzt: Sie besteht aus neun Mitgliedern, hauptsächlich Historikerinnen und Historiker, aber auch aus Vertreterinnen und Vertretern der Sozialwissen­schaften, der Psychiatriegeschichte/Psychiatrie und der Rechtswissenschaften.