Die Neue Volksmusik
Siebzehn Porträts und eine Spurensuche in der Schweiz
Gebunden
2015. 362 Seiten, 17 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1310-9
CHF 38.00 / EUR 34.00 
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Die Schweizer Volksmusik erlebt seit zwanzig Jahren einen unerwarteten Aufschwung. Die neue Lust am spielerischen Umgang mit dem einst von vielen abgelehnten Traditionsmaterial erfasste alle Beteiligten: Musikerinnen und Musiker, Veranstalter, Labels, Förderer und nicht zuletzt auch ein begeistertes Publikum. Das äusserst vielfältige Phänomen wird oft unter dem Begriff «Neue Schweizer Volksmusik» gefasst, ist aber in Wirklichkeit nur schwer auf einen Nenner zu bringen, und seine Ausprägungen sind noch lange nicht abgeschlossen.
In siebzehn sorgfältig aufbereiteten Interviews werden die Lebenslinien der bedeutendsten und einflussreichsten Musikerinnen und Musiker nachgezeichnet. Weitere Recherchen und Gespräche im Umfeld erlauben eine profunde Reflexion und Beobachtung überraschender Zusammenhänge. So wird in diesem Buch auch erstmals umfassend dargestellt, aus welchen Beweg­gründen sich Musikerinnen und Musiker aller Genres auf einmal so lustvoll, variantenreich und intensiv mit der Erneuerung der traditionellen Musik der Schweiz beschäftigen.
Zudem zeigt die Untersuchung, dass das Phänomen sich aus ganz unterschiedlichen kultur­historischen, politischen und individualbiografischen Quellen speist und bis weit in die 1970er Jahre zurückreicht. Die neue Volksmusik in der Schweiz ist ein Sammelbecken, in dem sich ganz unterschiedliche Szenen und Individuen in einem äusserst kreativen Dialog begegnen und entfalten.
Die Publikation entstand im Rahmen eines Forschungsprojekts der Hochschule Luzern, Departement Musik.

Interviews mit: Ueli Mooser, Markus Flückiger, Dani Häusler, Fabian Müller, Domenic Janett / Madlaina Janett, Thomas Aeschbacher, Nadja Räss, Töbi Tobler, Hans Kennel, Christoph Baumann, Dide Marfurt, Albin Brun, Christine Lauterburg, Corin Curschellas, Erika Stucky, Christian Zehnder und Balthasar Streiff

studierte Musikethnologie und Musikwissenschaft in Zürich und promovierte 2003 mit einer Arbeit über die Schweizer Volksmusik. Dozent an der Hochschule Luzern und an der Zürcher Hochschule der Künste. Er ist auch als Musiker tätig.

Aufsätze im Chronos Verlag


ist Ethnologe und Soziologe. Seit 2009 künstlerische Leitung des Musikfestivals Alpentöne in Altdorf und Forschung an der Hochschule Luzern unter anderem über Innovationen in der Volksmusik der Schweiz.

Aufsätze im Chronos Verlag

Inhalt
Neues von damals

Das was tönt – die Musik: Sprudelnde Quellen
Schwyzerörgeli, Dudelsack und Loop station
Mimetische Praktiken – Nachspielen oder Neuspielen
Archaische Klänge
Vom Tanzboden auf die Konzertbühne

Der innerste Zirkel: Ein Vorfahre zu Lebzeiten
Aufbruch aus der Innerschweiz

Volksmusikalische Zwischenwelten: Vor dem Ländler
Die Hanny Christen Sammlung
Aktivitäten in Altdorf 
Aus der Volkstonhalle
Unterengadiner Familienbande 
Örgeli ohne Heimatzwang 
Jodelmission

Thema Appenzell: Neue Triebe aus dem Osten
Soso!
Freefolk aus dem Hackbrett

Freigeister: Frühe Tänze
Singende Eisen 
Kopfstände

Grundlage Jazz: Alpine Herdsmen
Das Alphorn
Volksliedjazz

Grundlage Folk: Fokus Lenzburg 
Bricolage mit der Vorzeit 
Asphaltländler 
Folksjazzvolksmusik 
Jodelaffären 
La Grischa

Volksmusik als Kunst: Yodels from home 
Imaginäre Heimaten 
Contemporary Örgeli

Im Umfeld: Nachwuchsarbeit 
Die Bühnen der Neuen Volksmusik 
Kollaterale Impulse
Vom Sternensäli in die Tonhalle
Fazit

Siebzehn Gespräche:
Ueli Mooser
Markus Flückiger 
Dani Häusler
Fabian Müller 
Domenic Janett / Madlaina Janett 
Thomas Aeschbacher 
Nadja Räss 
Töbi Tobler 
Hans Kennel 
Christoph Baumann 
Dide Marfurt 
Albin Brun 
Christine Lauterburg 
Corin Curschellas 
Erika Stucky 
Christian Zehnder 
Balthasar Streiff

Pressestimmen
«Plädoyer für Innovation, aber kein Pamphlet gegen Traditionalisten: Erstmals gibt ein Buch einen relaxten Überblick über die Geschichte der ‹Neuen Volksmusik› in der Schweiz.» Urs Mattenberger, Zentralschweiz am Sonntag

«Das Buch «Die Neue Volksmusik» von Dieter Ringli und Johannes Rühl ist eine Art Bilanz der vergangenen rund vierzig Jahre ‒ und weit mehr als das. Es fällt auf, wie differenziert, realistisch und kritisch die Essays und Porträts in dem Buch das Phänomen reflektieren: Sowohl typische Eigenheiten wie auch die Grenzen des Phänomens werden beleuchtet.» Codex Flores – Onlinemagazin für alle Bereiche der klassischen Musik