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«Die Retter der leidenden Menschheit»
Sozialgeschichte der Chirurgen und Ärzte auf der Zürcher Landschaft (1700–1850)
Broschur
1990. 450 Seiten, 17 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905278-55-2
CHF 54.00 / EUR 30.00 
  • Kurztext
  • Autor/in
Schon am Ende des 17. Jahrhunderts war in der Stadt Zürich die medizinische Versorgung relativ weit fortgeschritten. Anders auf der Landschaft: Hier war nicht nur die Versorgungsdichte viel geringer als in der Stadt, sondern auch der Ausbildungsstandard. Lediglich handwerklich ausgebildete Scherer nahmen medizinische Funktionen wahr.
Dies änderte sich ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Das aufgeklärte städtische Bürgertum ergriff die Initiative, die Obrigkeit erliess neue Ausbildungsvorschriften, und die Landheiler emanzipierten sich zu wissenschaftlichen, vollberuflichen Landärzten. Mit der Etablierung eines eigenen Standes lösten sie sich aus den alten, lokalen Bindungen und wurden dank gesteigertem Sozialprestige und zunehmendem politischem Einfluss zu wichtigen Mitträgern des sich im 19. Jahrhundert formierenden Bürgertums. Das Buch ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur sogenannten Professionalisierungsforschung, es erhellt auch neue, wesentliche Aspekte der Geschichte des Verhältnisses zwischen der Stadt Zürich und ihrer Landschaft.

Sebastian Brändli ist promovierter Historiker der Universität Zürich. Seine Forschungen gelten der Sozial- und Kulturgeschichte von Bildung und Wissenschaft sowie der Zürcher Landesgeschichte. Nach Studium und Assistenz am Historischen Seminar UZH war er zehn Jahre Stabschef im Erziehungsdepartement Aargau, dann Generalsekretär des ETH-Rates; seit 2005 ist er Chef des Hochschulamtes Zürich.


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