Schau Spiel Lust

Was szenische Vorgänge bewirken

Theatrum Helveticum, Band 20
Gebunden
Erscheint im Mai 2020. ca. 416 Seiten, ca. 20 Abbildungen s/w., ca. 30 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1579-0
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Spiellust im Schauspiel ist das Geheimnis der Widerständigkeit von Theater im Medien­zeitalter. Wem in der deutschsprachigen ­Theatergeschichtsschreibung und -theorie das Spiel fehlt, findet es in dieser Aufsatzsammlung als Springquell für theaterhistorische, theatertheoretische und dramatur­gische Überlegungen aus drei Jahrzehnten.
In der Antike schickten griechische Orte einander Gesandte, damit diese an théa, der Schau, teilnehmen konnten. Sie diskutierten das gesehene Spiel und nannten ihre Tätigkeit theoría. In der Tradition solch lustvoller Theorieentfaltung forscht der Autor zur europäischen und zur schweizerischen Theatergeschichte sowie zum Unterschied zwischen Theater und Medien. Auf der Suche nach den anthropologischen Wurzeln von Theater stösst er dabei auf Vorgänge, die er als szenisch bezeichnet, weil darin Inszenierung anklingt, Mise en scène. Sie entstehen immer auf ähnliche Art und Weise durch hervorhebendes Spiel aus dem Lebensprozess, sobald zum Zwecke des Zuschauens gehandelt wird. Sie lassen sich beschreiben und in Theatralitätsgefügen verorten, wobei graduelles Denken das dichotomische verdrängt. Und immer folgen die Zuschauenden entweder Konventionen oder persönlichen Vorlieben, wenn sie auswählen, welche szenischen Vorgänge sie Theater nennen.

Andreas Kotte studierte Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaft und Ästhetik in Berlin. Seit dessen Gründung 1992 ist er Direktor des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Bern sowie Herausgeber der Reihen «Theatrum Helveticum» und «Materialien des ITW Bern»


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Herausgeber/in der Reihe

Diese Buchreihe fördert die Publikation von Texten zur Grundlagenforschung in der Theaterwissenschaft. In Aufsatzbänden bleibt bei einer Vielfalt der Gegenstände auch eine methodische Variationsbreite gewahrt. Sie bereiten als Sondierungen das Terrain für Monografien vor, für historische Längsschnitte, in denen eine Theaterform über einen längeren Zeitraum untersucht, und für historische Querschnitte, in denen das Nebeneinander, die Wechselwirkungen verschiedener Theaterformen in einem relativ kurzen Zeitraum erforscht werden