Stadtnarren, Festspiele, Kellerbühnen
Einblicke in die Berner Theatergeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Theatrum Helveticum, Band 17
Gebunden
2017. 512 Seiten, 201 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1374-1
CHF 58.00 / EUR 58.00 
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Die illustrierte Darstellung der Berner Theatergeschichte vermittelt Einblicke in die Vielfalt der Theateraktivitäten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Spanne reicht von religiös-brauchtümlichen Schauereignissen über Repräsentationsformen verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, Auftritte von Wandertruppen, Engagements von Emigranten am Stadttheater und Kellerbühnenexperimente bis hin zum fragmentierten Nebeneinander der heutigen Tanz-, Theater- und Festivalszene.
Schwerpunkte setzt die chronologisch angeordnete Überblicksdarstellung bei szenischen Vorgängen, die besonders charakteristisch sind für Bern oder die von der Forschung vernachlässigt wurden. Die Darstellung des breiten Spektrums von Schauereignissen im Kontext der Stadtgeschichte sprengt den üblichen Rahmen spieltext- und institutionenbezogener Theater­geschichten; als Werk mehrerer Autoren bietet sie eine heterogene und multiperspektivisch angelegte Gesamtschau, die bisher erschienene Einzeldarstellungen integriert und ­Akzente setzt durch neue Fragestellungen.
Heidy Greco-Kaufmann studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Zürich und doktorierte mit einer Untersuchung der Schweizer Fastnachtspiele des 16. Jahrhunderts. Sie ist Direktorin der Schweizerischen Theatersammlung und Dozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern.

Bücher im Chronos Verlag


Aufsätze im Chronos Verlag

Artikel
  • Annäherungen an die Berner Theatergeschichte
  • I Von der Stadtgründung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts
  • Königseinzüge, Stadtnarren, Schauspiele. Theater in Bern im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit
  • Bärenjagd und Totenkult? Frühe Zeugnisse
  • Swenzen an den cleidern – Repräsentationsformen des Adels
  • Prozessionen: Busse, Geld und Macht
  • Inszenierte Wunder – religiöse Schauspiele und Jetzerhandel
  • Fleisch höischen und maristentanz – Fastnacht zwischen Ausschweifung und Affirmation
  • Synopse I: Spätes Mittelalter
  • Totenfresser und Osterspiel – Theater für den neuen Glauben
  • Zů der ernüwerten […] trüw vnd fründtschaft – Inszenierung von Macht
  • Die bisher geübten Comedenen … gäntzlich abgestelt – Theaterfeindlichkeit in Bern?
  • Synopse II: Von den Anfängen der Reformation bis 1700
  • II Das 18. und 19. Jahrhundert
  • Von fahrenden Künstlern und pompösen Schauspielen. Schauereignisse im Bern des 18. und 19. Jahrhunderts
  • Fremde Komödianten und einheimisches Publikum. Reisende Theatergesellschaften
  • Theater und Geselligkeit – Salons und Hôtel de Musique
  • Der Äussere Stand – Ostermontagsumzug und Scheinprozesse
  • Geschichtsbilder als Bildergeschichten auf der Bühne – Festzüge und Festspiele
  • Synopse III: 18. und 19. Jahrhundert
  • III Vom 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart
  • Dem Volk in seiner eigenen Mundart an das Herz rühren. Berner Heimatschutztheater
  • Art- und blutsfremde Elemente. Emigranten am Stadttheater Bern 1933–1945
  • Synopse IV: Um 1900 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs
  • Bühnen im Keller. Die Berner Kleintheater
  • Im Wandel beständig. Berns Tanzgeschichte
  • Vogelfrei bis fix verplant. Zur Entwicklung der freien Szene
  • Am Ende aller Selbstverständlichkeiten? Sinn, Identität und Legitimation des Stadttheaters nach der Jahrtausendwende
  • Synopse V: Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute
  • Theater in Bern im Wechselspiel gesellschaftlicher Kräfte
  • Nachtrag und Dank
  • Abkürzungen
  • Abbildungsnachweise
  • Autorinnen und Autoren

Diese Buchreihe fördert die Publikation von Texten zur Grundlagenforschung in der Theaterwissenschaft. In Aufsatzbänden bleibt bei einer Vielfalt der Gegenstände auch eine methodische Variationsbreite gewahrt. Sie bereiten als Sondierungen das Terrain für Monografien vor, für historische Längsschnitte, in denen eine Theaterform über einen längeren Zeitraum untersucht, und für historische Querschnitte, in denen das Nebeneinander, die Wechselwirkungen verschiedener Theaterformen in einem relativ kurzen Zeitraum erforscht werden