«Mein goldenes Bengalen»

Gespräche in Bangladesch

Gebunden
2021. 256 Seiten, 32 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1643-8
CHF 38.00 / EUR 38.00 
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Vor einem halben Jahrhundert erlangte Bangladesch nach verlustreichem Kampf um Selbstbestimmung seine staatliche Unabhängigkeit. «Mein goldenes Bengalen», ein Gedicht des indischen Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore, drückt den Traum derjenigen aus, die für ein freies Bangladesch kämpften.
Einst galt das Land vielen als hoffnungsloser Fall. Inzwischen ist es geradezu ein Musterbeispiel für erfolgreiche Entwicklungspolitik. So hat es bei der Bekämpfung der Armut und der Geschlechtergerechtigkeit erhebliche Fortschritte erzielt. Wie waren diese Erfolge möglich? Und was ist aus den Ideen von Freiheit, Gleichberechtigung, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit geworden, die dem Kampf für die Unabhängigkeit zugrunde lagen? Das Buch führt in die komplexen Probleme eines Entwicklungslandes ein und vermittelt Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und mögliche Zukunft Bangladeschs.
Porträts von Bangladeschis, die ihre Stimme für Freiheit und Recht, Würde und Menschlichkeit, Entwicklung und Selbstbestimmung erheben, stehen im Zentrum. Sie zeugen von der sprachlich-kulturellen und religiösen Vielfalt sowie von der Dynamik eines Landes, das wie kein anderes von Globalisierung und Klimakatastrophe betroffen ist.

ist promovierter Historiker und Entwicklungsexperte. Er war von 2017 bis 2020 Schweizer Botschafter in Bangladesch.


Bücher im Chronos Verlag

Pressestimmen

«René Holenstein, der von 2017 bis 2020 die Schweiz als Botschafter vertreten hat, füllt mit seinem Buch ‹Mein goldenes Bengalen› die Wahrnehmungslücke. Ein willkommenes Buch, das ‹good news› dem gängigen Muster ‹bad news are good news› entgegenhält. Das heisst aber nicht, dass der Autor den Blick einseitig auf Erfolge richtet. Probleme werden ebenso offen benennt und analysiert. […].

Der Autor rückt sich selber nicht ins Zentrum der Analyse. Botschafter im eigentlichen Sinne vermittelt er über – wie es im Untertitel des Buches heisst – ‹Gespräche in Bangladesch› mit Frauen und Männern aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen, wie prominente Stimmen die Entwicklung ihres Landes seit der Unabhängigkeit beurteilen. Was wurde erreicht, was nicht, welche Fortschritte erzielt, welche Rückschläge erlitten. Auch grosse Ungewissheiten über die künftige Entwicklung werden benannt.»

SGA I ASPE, Feb. 2022, Markus Mugglin

«Vor fünfzig Jahren liess die junge Generation die Nation von einem ‹goldenen Bengalen› träumen – einem unabhängigen, säkularen und demokratischen Staat, in dem soziale Gerechtigkeit herrschen würde. Obwohl diese Vision noch nicht verwirklicht ist, prägt sie weiterhin die Zukunftshoffnungen vieler Menschen. Wer in diesem Land lebt und arbeitet, staunt über die tief verwurzelte Zuversicht der Bangalen, dass es die nächste Generation besser haben wird als die jetzige. Man stösst in diesem Land auf einen Grundoptimismus, eine Dynamik und Zähigkeit, die einen immer wieder überrascht.»

NZZ, 20.12.2021, René Holenstein

«Naturkatastrophen, Armut und Überbevölkerung – das ist, was man gemeinhin mit Bangladesch verbindet. Doch der südasiatische Staat hat einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich.»

Das ganze Gespräch mit René Holenstein.

SRF-Tagesgespräch, 15.12.2021

«[…] In dieser Weise gelingt durchaus ein Stimmungsbild des Landes und seiner Leute. Es sind vor allem die Aufbruchstimmung der Menschen in dem noch jungen Staat, die Holenstein beeindruckt haben und die er auch vermittelt.»

Schaffhauser AZ – Die lokale Wochenzeitung, 9.12.2021, Nora Leutert

«Holenstein ist keiner, der sich damit rühmt, ein Drittweltland voranzubringen. Es geht ihm, der seit nunmehr 40 Jahren beruflich in der Entwicklungshilfe engagiert ist, vielmehr darum zu veranschaulichen, wie entscheidend es ist, dass die Menschen des Landes - jene an der Spitze genauso wie die Näherinnen und ihre Familien in den entlegenen Landstrichen - ihre Entwicklung selbst bestimmen können, und ihnen Wege und Mittel dahin aufzuzeigen und zugänglich zu machen.»

Schaffhauser Nachrichten, 6.12.2021, Alexander Vitolic

«Aus Sicht des Politologieprofessors Ali Riaz ist Bangladesch ein Land der Widersprüche und Paradoxien: Wirtschaftliche Entwicklung finde zwar statt, aber sie wird nicht begleitet von einer politischen Liberalisierung und der Verfestigung der Demokratie. Es ist offen, ob und wie lange Bangladesch den wirtschaftlichen Aufholprozess unter diesen Bedingungen fortsetzen kann.»

NETZ (Bangladesch Zeitschrift), 03.2021, René Holenstein

«In dem von persönlichen Erfahrungen gefärbten Buch lässt er in Interviews 22 Frauen und Männer zu Wort kommen, die sich couragiert für Freiheit, Würde, Entwicklung und Selbstbestimmung einsetzen.»

Schaffhauser Nachrichten, Dez. 2021, Edith Fritschi