«The Match that Lights the Fire»

Gesellschaft und Geschlecht in Future-Fiction für Jugendliche

Populäre Literaturen und Medien, Band 14
Broschur
Erscheint im Mai 2020. ca. 640 Seiten, ca. 9 Abbildungen s/w., ca. 20 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1573-8
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Die auf dem Buchmarkt seit über zehn Jahren populäre Future-Fiction entwirft ausgehend von gegenwärtigen Entwicklungen apokalyptische Szenarien, in denen jugendliche Heldinnen und Helden der Welt einen utopischen Impuls entgegenstellen. Auffallend ist die Allgegenwart junger Frauen, die auf ambivalente Weise ins Licht gerückt werden. Sie stehen im Fokus dieses Buches als vieldeutige Phänomene aktueller Geschlechterdiskurse.
Figuren wie Suzanne Collins’ Katniss Everdeen (The Hunger Games), Scott Westerfelds Tally Youngblood (Uglies-Serie) oder Jennifer Benkaus Joy (Dark Canopy/Dark Destiny) werden als autonome Rebellinnen inszeniert, die ihre defizitären Systeme herausfordern. Diesen oft individualisierten Ermächtigungsfantasien stehen Narrative gegenüber, in denen junge Frauen als besonders gefährdete Subjekte imaginiert, ihre Identitäts- und Handlungsspielräume reguliert und eingeschränkt und ihre Körper zu Kampfschauplätzen erklärt werden.
Die Studie beleuchtet die vergeschlechtlichten Narrative und kulturkritischen Aussagen jugendliterarischer Zukunftsszenarien und die von ihnen hervorgebrachten weiblichen Vorbildsubjekte vor dem Hintergrund aktueller Geschlechterdiskurse und (post)feministischer Debatten. Aus der Perspektive einer feministischen Populärkultur- und Jugendliteraturforschung wird erkundet, welche jungen Frauen in der Future-Fiction sichtbar werden, welchen Bedingungen diese Sichtbarkeit unterliegt und welche (post)feministischen Positionen dabei verhandelt werden.

ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und schreibt als Kinder- und Jugendliteraturkritikerin für verschiedene Fachmedien und Zeitungen.


Bücher im Chronos Verlag


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Die Schriftenreihe umfasst wissenschaftliche Beiträge zu unterhaltenden und informierenden Angeboten literarischer wie audiovisueller Art Den Schwerpunkt bilden Untersuchungen, die am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich entstanden sind.