Zahlen, Zählen und Erzählen in der Bildungspolitik

Lokale Statistik, politische Praxis und die Entwicklung städtischer Schulen zwischen 1890 und 1930

Historische Bildungsforschung, Band 4
Gebunden
2018. 240 Seiten
ISBN 978-3-0340-1450-2
CHF 44.00 / EUR 44.00 
E-Book (pdf)
2018. 240 Seiten
ISBN 978-3-0340-6450-7
CHF 35.00 / EUR 35.00 
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Politik braucht Fakten. Für das zuverlässige Navigieren in der Bildungspolitik ist der geübte Blick auf Daten, Tabellen und Zahlen nach wie vor von hohem Wert. Die Studie widmet sich der Genese und dem Ausbau von Datenerhebungspraktiken in städtischen Schulen der Schweiz seit dem späten 19. Jahrhundert.
Statistik wird als Mittel der politischen Kommunikation untersucht, das nicht nur durch die erhobenen Resultate, sondern durch die Praktiken der Erhebung, der Dissemination und Verwendung von Daten als machtvolle Einflussnahme in politischen Aushandlungsprozessen zu verstehen ist. Die Praktiken der Datenerhebung veränderten die Vorstellungen von der Schule, und sie blieben dabei nicht unberührt vom pädagogischen Kontext, in dem sie initiiert, durchgeführt und verwendet wurden.

studierte Geschichte und Pädagogik an der Universität Zürich. Derzeit arbeitet er zur Schulsystementwicklung in der Schweiz und zur Geschichte der Bildungsstatistik als Instrument der bildungspolitischen Kommunikation.


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Pressestimmen

«Zahlen, Zählen und Erzählen: Ruoss macht in seiner Arbeit einen Dreiklang statistischer Wissensproduktion auf, der jenseits der sprachlichen Ebene auch inhaltlich überzeugt. Die Praxis des Zählens und die Wirkmächtigkeit, die bereits die Datenerhebung entfaltet, kann er überzeugend anhand lokaler Beispiele aus der Schweiz nachzeichnen. Seine Arbeit belegt überdies schlüssig für einen spezifischen Raum und ein spezifisches Thema den speziellen Charakter der Zahlen, ihre inhärenten Logiken und ihre zunehmende Bedeutung im politischen Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts.»

H-Soz-Kult, 22. Januar 2019, Nicolas Bilo