Crossover

Mehrfachadressierung in Text, Markt und Diskurs

Populäre Literaturen und Medien, Band 12
Broschur
2018. 380 Seiten, 14 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1409-0
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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Harry Potter, Edward Cullen, Katniss Everdeen – so heißen die literarischen Heldinnen und Helden unserer Zeit. Die internationale Buchbranche bringt seit Rowlings Romanreihe immer mehr Romane heraus, die ein erwachsenes Publikum ebenso ansprechen sollen wie Kinder und Jugendliche. Warum werden bestimmte Texte von unterschiedlichen Generationen gelesen? Ist diese Rezeption in den Texten angelegt oder wird sie über den Markt gesteuert?

In komparatistischen Analysen werden Verfahren aufgeschlüsselt, die Texte an ein altersdiverses Publikum adressieren. Dabei wird eine Tradition nachgezeichnet – von «The Adventures of Tom Sawyer» (1876) und «Treasure Island» (1883) über «Krabat» (1971) und «Die unendliche Geschichte» (1976) bis hin zu «The Book Thief» (2005) und «Tschick» (2010). Im Zentrum der Verschränkung von Diskurs, Markt und Text entstand ein literarisches Phänomen, das veränderte Konzepte von Alter ebenso abbildet wie formt und das mit «Harry Potter» seinen bisherigen Erfolgshöhepunkt erlebte.

wurde mit ihrer Studie zur Crossover-Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Deutschland, promoviert. Ihre Forschungsinteressen gelten den Kinder- und Jugendmedien und der Populärkultur.


Aufsätze im Chronos Verlag

Pressestimmen

«Die Stärke der ursprünglich als Dissertation vorgelegten Arbeit zeigt sich von Beginn an in der Genauigkeit, mit der die Bedeutungshorizonte einzelner Begrifflichkeiten aufgefächert und gegeneinander abgewogen werden – um in eine jeweils bewusste Entscheidung für die kontextrelevanten Begriffe zu münden (und zwar ohne dafür Begriffseskapaden zu bilden). So wird bereits zu Beginn All Age als marktorientierter Begriff ausgewiesen und Crossover als der entsprechende Genrebegriff etabliert, der explizit auf die ‹Idee einer Grenzüberschreitung zwischen Systemen› verweist. Ebenso avanciert sind die Textauswahl und die damit verbundene klare Begrenzung auf einen schmalen exemplarischen Korpus von sechs Texten, die dafür umso genauer in den Blick genommen werden.»

11. Februar 2020, Jahrbuch der Gesellschaft für Kinder- und Jugendliteraturforschung (2019), Heidi Lexe

Die Schriftenreihe umfasst wissenschaftliche Beiträge zu unterhaltenden und informierenden Angeboten literarischer wie audiovisueller Art Den Schwerpunkt bilden Untersuchungen, die am Institut für Populäre Kulturen der Universität Zürich entstanden sind.