Spanische Eröffnung 1936
Rotes Zürich, deutsche Emigranten und der Kampf gegen Franco
Gebunden
2017. 208 Seiten, 21 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1375-8
CHF 32.00 / EUR 30.00 
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Im Juli 1936 putschten Teile der spanischen Armee gegen die republikanische Regierung. Dieser Aufstand war der Beginn eines dreijährigen blutigen Bürgerkriegs.
Das Buch erzählt die Geschichte von deutschen Antifaschisten, Zürcher Arbeitern und Schweizer Intellektuellen, die im August in Zürich zusammenfanden, um sich für das republikanische Spanien zu engagieren. Es präsentiert neue Quellen zu Ludwig Renn, Hans Kahle und Hans Marchwitza, die in den 1930er-Jahren in der Schweiz politisches Asyl erhalten hatten und in Spanien eine bedeutende Rolle bei den Interbrigaden spielten. Damit wird eine wichtige Lücke in deren Biografien geschlossen. Das Buch wirft auch ein neues Licht auf den Militärstrafprozess gegen Hans Mühlestein und Rudolf Sigg, die im Dezember 1936 als erste Schweizer wegen «Vorschubleistung zur Spanienfahrerei» respektive «Teilnahme an den Feindseligkeiten in Spanien» verurteilt wurden. Am Beispiel der beiden Spanienfreiwilligen Otto Brunner und Heinrich Bräm sowie von Walter Günthardt, dessen Wohnung deutschen Emigranten als zeitweiliger Unterschlupf und Anlaufstelle diente, wird gezeigt, wie sich Zürcher Arbeiter am Kampf gegen den europäischen Faschismus beteiligten.
Die Autorin und der Autor, Enkelin und Sohn von Walter Günthardt, konnten aus einem reichen Quellenfundus schöpfen.

studierte deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Allgemeine Geschichte und Philosophie. Sie ist Titularprofessorin an der Universität Zürich sowie Dozentin an der Hochschule Luzern und die Enkelin von Walter Günthart.

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war Direktionsmitglied einer Versicherungsgesellschaft. Als Rentner vertiefte er sich in die Geschichte seiner Familie und entdeckte dabei, dass sein längst verstorbener Vater, Walter Günt­hart, in der antifaschistischen Bewegung Zürichs aktiv war.
Inhalt
Dank

Eine Spur zum Bürgerkrieg
Zürich, 1. August 1936
Ludwig Renn im Schweizer Exil
Eschwiesenstrasse 30, Zürich-Wiedikon
Solidarität mit Spanien
Hans Marchwitza im Zürcher Exil
Von Oerlikon über Köln nach Calvi und zurück
Ludwig Renn unter Beobachtung
Die Gruppe der 13
Zwei Antifaschisten aus der Zürcher Arbeiterschaft
Hans Kahle im Zürcher Exil
Verbot der «Teilnahme an den Feindseligkeiten in Spanien»
Gescheiterte Mission
Barcelona, Hotel Colón
Verhärtung der Fronten in der Schweiz
Briefe aus Madrid
Fliegeroffizier Becker
Rekrutierungszentrum Albacete
Grosse Wandlungen
Der Fall Sigg – Mühlestein
Ludwig Renn in Madrid
Bundesratsbeschluss gegen «kommunistische Umtriebe»
Die XI. Internationale Brigade
Nachforschungen in Zürich
Tod einer Legende
Zwei Politkommissare
Der Prozess
Zürich, Weihnachten 1936
Spanische Eröffnung
Zwanzig Jahre später

Abkürzungsverzeichnis
Anmerkungen
Quellen- und Literaturverzeichnis
Abbildungsnachweis
Personenregister

Pressestimmen
«Erich und Romy Günthart erzählen in ihrem Buch nah an den zeitgenössischen Quellen die Zürcher Lokalgeschichte der Spaniensolidarität im Jahr 1936. So detailgetreu wie niemand zuvor. Hans Beimler, Hans Kahle, Hans Marchwitza und andere herausragende Persönlichkeiten aus Deutschland spielen in dieser Recherche eine zentrale Rolle. Das führt vor Augen, welch internationale Bedeutung das rote Zürich im antifaschistischen Kampf hatte.» Ralph Hug, Ostschweizer Kulturmagazin Saiten

«In der sorgfältig recherchierten, schön bebilderten, flüssig geschriebenen Recherche vermischt sich Familiengeschichte mit Weltgeschichte.» Fabian Brändle, P.S.