Lass mir diese, meine Stimme
Erster Teil: Über Sprache, Dichtung und Dichter. Zweiter Teil: Spanische Dichtung
Herausgegeben von Gina Maria Schneider, Elmar Schübl und Lukas Dettwiler
Jean-Gebser-Reihe (JGR), Band 2
Gebunden
2016. 448 Seiten, 27 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1347-5
CHF 58.00 / EUR 52.00 
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Jean Gebser (1905–1973) hat als Dichter, Übersetzer und Philosoph ein vielschichtiges und beziehungsreiches Werk geschaffen. Seine Philosophie gründet in der eingehenden Beschäftigung mit den Phänomenen Sprache und Dichtung sowie mit einzelnen Dichtern: Eliot, Mallarmé, Valéry, Aragon, Lorca, Guillén, Hölderlin, Trakl und vor allem Rilke sind zu nennen. Picasso, dessen Kunst Gebsers Philosophieren ebenfalls nährte, schenkte ihm die auf dem Cover dieses Bandes abgebildete Zeichnung.
«Lass mir diese, meine Stimme», dieser zweite Band der Jean-Gebser-Reihe, versammelt Schriften – «Der grammatische Spiegel», «Rilke und Spanien», «Lorca oder das Reich der Mütter» –, ausgewählte Essays und literarische Übersetzungen, die den poetischen Hintergrund von Gebsers Philosophieren in den Vordergrund rücken.
Gebsers Übersetzungstätigkeit ist eine der Hauptquellen für seine Einsichten in die strukturelle Vielschichtigkeit der Sprachen. Er hatte in Spanien Dichter der bedeutenden «27er-Generation» übersetzt, von denen einige, wie Salinas, Guillén, Lorca und Aleixandre, Weltruhm erlangten. Zahlreiche seiner Übersetzungen sind heute immer noch die einzigen in deutscher Sprache. Es sind hier parallel zu den Übersetzungen erstmals die spanischen Gedichte mit abgedruckt und zudem bislang unveröffentlichte Übersetzungen aus Gebsers Nachlass, der im Schweizerischen Literaturarchiv (Bern) aufbewahrt wird, berücksichtigt worden.
Beiträge von Elmar Schübl, Gina Maria Schneider und Rudolf Hämmerli sind unterschiedlichen Aspekten von Gebsers in diesem Band präsentierten Frühwerk gewidmet.

(1905–1973) hat als Dichter, Übersetzer und Philosoph ein umfangreiches und vielschichtiges Werk hinterlassen. Es spiegelt sich darin ein durch tiefgreifende Wandlungen geprägtes Jahrhundert wider. Dies gilt auch für Gebsers Leben, das zahlreiche Ortswechsel (Breslau, Berlin, Madrid, Paris, Bern), ausgedehnte Reisen (Westeuropa, Asien) und Begegnungen mit namhaften Wissenschaftlern (Werner Heisenberg, Carl Gustav Jung, Jean Rudolf von Salis), Künstlern (Federico García Lorca, Pablo Picasso) und Intellektuellen (Victor Otto Stomps, Max Brod) prägten. Davon zeugt Gebsers Nachlass, der im Schweizerischen Literaturarchiv aufbewahrt wird.

Bücher im Chronos Verlag

Inhalt
Rudolf Hämmerli: Geleitwort
Elmar Schübl: Jean Gebser – Dichter, Übersetzer, Philosoph
Editorische Notiz und Dank der Herausgeber


Erster Teil
Über Sprache, Dichtung und Dichter


Der grammatische Spiegel (21963)
Über die poetische Korrektur (1945)
Über das Wesen des Dichterischen (1944)
Zur Geschichtsschreibung des Unsichtbaren (1971)
Die drei Sphären. Bemerkungen zu T. S. Eliots «Die Familienfeier» (1945)
Rainer Maria Rilke und unsere Zeit (1952)
Orphischer Rilke (1946)
Rilke und Spanien (21946)
Lorca oder das Reich der Mütter (1949)

Anhang (1)
Bibliographie
Personenregister


Zweiter Teil
Spanische Dichtung


Detailliertes Inhaltsverzeichnis

Gina Maria Schneider: Jean Gebser und die spanische Dichtung

Rafael Alberti
Vicente Aleixandre
Manuel Altolaguirre
Luis Cernuda
Jorge Guillén
Federico García Lorca
Emilio Prados
Pedro Salinas

Anhang (2)
Jean Gebser und Roy Hewin Winstone
Juan Gil-Albert
Pablo Picasso
Jean Gebser
Hölderlin [Übertragung von 18 Gedichten, gem. mit Luis Cernuda]

Kommentare zu den Originaltexten und zu Gebsers Übersetzungen
Bibliographische Angaben zu den Übersetzungen von Jean Gebser
Bibliographische Angaben zu den spanischen Gedichten