Kiltabend-Geschichten
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Jesko Reiling

in Zusammenarbeit mit Eveline Wermelinger

Schweizer Texte, Neue Folge, Band 58
Gebunden
Erscheint im Dezember 2020. ca. 320 Seiten, ca. 86 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1601-8
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Alfred Hartmann (1814–1897) galt im 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Schweizer Autoren. Seine Zeitgenossen hielten ihn für den solothurnischen Jeremias Gotthelf; mit seinen «Kiltabend-Geschichten» begründete er seinen literarischen Ruf.
In seinen vorwiegend im solothurnischen Jura spielenden Dorfgeschichten bietet er ebenso heitere wie tragische Einblicke in das Leben des Landvolks und berührt viele Facetten von dessen Alltag. Generationenkonflikte, Partnersuche der Landjugend, gesellschaftliche Pro­ble­me wie Armut, Alkoholismus oder soziale Spannungen zwischen Stadt und Land werden geschildert, aber auch humoristische Eskapaden des Soldatenlebens während des Sonderbundkriegs gezeigt oder unheimliche Volks­sagen berichtet.
Die Neuedition der «Kiltabend-Geschichten» enthält einen Stellenkommentar und ein Nachwort, das die Konstellationen des literarischen Feldes im 19. Jahrhundert erläutert und die in den 1840er-Jahren rasch populär gewordene Gattung der Dorfgeschichte beschreibt. Zudem wird die zeitgenössische Rezeption der Erzählungen vorgestellt.


(1814–1897), seit den 1830er-Jahren schriftstellerisch tätig, Korrespondent verschiedener, auch deutscher Zeitungen, Herausgeber des weitverbreiteten Satiremagazins «Der Postheiri. Blätter für Gegenwart, Öffentlichkeit und Gefühl».


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