Stadtgestalt und Stadtgesellschaft

Identitätskonstruktionen in Winterthur, Luzern und Bern um 1900

Gebunden
Erscheint im Mai 2020. ca. 320 Seiten, ca. 50 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1565-3
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wandelten sich europäische Städte in sozialer, politischer, wirtschaftlicher und städtebaulicher Hinsicht grundlegend. Dieses Buch untersucht die Auswirkungen dieses Wandels auf die Konstruktion von Stadtidentitäten am Beispiel von Winterthur, Luzern und Bern. Die drei Städte stehen für Typen, die im 19. Jahrhundert entstanden sind: Winterthur war eine moderne Industriestadt, Luzern die wichtigste städtische Tourismusdestination in der Schweiz und Bern als Bundeshauptstadt ein Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum.
Die Autorin analysiert die Selbstdarstellung dieser drei Städte anhand vielfältiger Quellen, unter anderem Postkarten, Fremdenblättern, Festschriften, Reiseführern, Reiseberichten, Zeitungsartikeln und Vereinsprotokollen. Sie erläutert die Prozesse der Identitätsbildung und fragt nach Unterschieden: Welche Ziele verfolgten die jeweiligen Akteure? Gibt es Charakteristika, die die Konstruktionen prägten? Wie beeinflussten Stadt­identitäten den Städtebau, die Wirtschaft? Die Studie zeigt, dass drei Aspekte in den untersuchten Städten auf je eigene Weise zentral waren: der Bezug auf Geschichte, der Umgang mit Modernisierung und die Hervorhebung der Natur.

hat Geschichte und Philosophie studiert. 2017 promovierte sie mit dieser Arbeit an der Universität Luzern.