Felix Maria Diogg (1762–1834)

Ein Porträtmaler in Zeiten des Umbruchs

Herausgegeben vom Stadtmuseum Rapperswil-Jona
Broschur
2019. 112 Seiten, 36 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1553-0
CHF 25.00 / EUR 25.00 
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Felix Maria Diogg (1762–1834) war der bedeutendste in der Schweiz tätige Porträtist des Klassizismus. In rund fünfzig Jahren schuf er ein beachtliches Werk von mehreren Hundert Bildnissen. Seine Bildsprache lebt von der individuellen Ausstrahlung seiner Modelle und verzichtet weitgehend auf die Darstellung von Status und Rang. Diogg porträtierte die bürgerliche Elite eines Landes, das sich im Umbruch befand. Johann Caspar Lavater, Johann Heinrich Pestalozzi und Johannes von Müller sassen ihm Modell. Der aus einfachsten Verhältnissen stammende Diogg erreichte schon in jungen Jahren grosse Bekanntheit.

Geboren in Andermatt und aufgewachsen in den Bündner Bergen, fand Diogg über Studien in Besançon und in Italien den Weg zur Malerei. 1791 liess er sich in Rapperswil nieder und heiratete eine Tochter aus reichem Haus. Privat folgten konfliktreiche Jahre hinsichtlich des Verhältnisses zu seiner Verwandtschaft und den führenden Familien des Städtchens, dafür fand Diogg aber bald Zugang zu den kulturellen Kreisen im nahen Zürich. 1792 publizierte der Arzt und Schriftsteller Johann Caspar Hirzel eine Biografie über den jungen Maler, den er als «Zögling der Natur» bewunderte. Schnell stieg Diogg zu einem gefragten Porträtisten auf, der meist auswärts arbeitete und zu seinen Modellen in der ganzen Schweiz und im Elsass reiste. Die vorliegende Publikation erscheint im Rahmen einer Ausstellung über den heute weitgehend vergessenen Maler im Stadtmuseum Rapperswil-Jona.


Mark Wüst ist als Historiker und Museologe tätig. Seit 2011 leitet er das Stadtmuseum, zudem seit 2017 das Stadtarchiv Rapperswil-Jona.


Bücher im Chronos Verlag


Rudolf Velhagen ist promovierter Kunsthistoriker und seit 2019 Chefkurator Sammlung und Ausstellungen Museum Aargau.