Bedrohungen in Friedenszeit

Ein Schweizer Kloster in Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg

Murenser Monografien, Band 3
Gebunden
Erscheint im Dezember 2018. ca. 304 Seiten, ca. 28 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-0340-1489-2
ca. CHF 48.00 / EUR 48.00 
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Buchreihe

Das Kriegsende 1918 kennzeichnete für das Kloster Muri-Gries den Beginn einer Phase existentieller Herausforderungen. Verlorene Kriegsinvestitionen, Währungsumstellung und drohende Rechtsangleichung bereiteten den Mönchen Sorge. Die auf die Pariser Friedensverträge folgende völkerrechtliche Annexion des deutsch geprägten und bisher zu Österreich-Ungarn gehörenden Südtirol durch Italien schürte Ängste. Abt Alfons Maria Augner und seine Mitbrüder fürchteten eine erneute Aufhebung ihres Klosters. Der Weg dieser Benediktinergemeinschaft durch die Krisenzeit nach 1918 wird erstmalig und anhand klosterinterner Dokumente aus einer nicht-monastischen, weiblichen Aussenperspektive nachgezeichnet. Die ­Arbeit vermittelt die problematische Situation des Konvents sowie dessen einfallsreiche, erfolgreiche und rechtlich zuweilen strittigen Lösungsstrategien. Die Verschränkung von Kloster- und Welt­geschichte zeigt Auswirkungen politischer Entscheide auf die Entwicklung einer Institution, einer Ordensgemeinschaft.

Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri sein tausendjähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde das Projekt «Geschichte Kloster Muri» ins Leben gerufen, das von der gleichnamigen Stiftung getragen wird. Zum Gesamtprojekt gehört auch die Publikation von Themenheften und Monografien, die sich mit Aspekten der Klostergeschichte befassen.