Können tote Tiere reden?

Geschichte der Veterinärpathologie und ihre Entwicklung in Zürich (1820–2013)

Gebunden
2018. 252 Seiten, 71 Abbildungen s/w., 47 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1446-5
CHF 48.00 / EUR 48.00 
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Können tote Tiere reden? – Nein, im wörtlichen Sinn natürlich nicht, und doch gelingt es, durch die Untersuchung toter Tiere Aussagen über die Art ihres Todes und über ihre Erkrankungen zu machen. Bereits vor Jahrtausenden begann der Mensch tote Tiere zu untersuchen und die dadurch erworbenen Botschaften zu interpretieren und Rückschlüsse zum Beispiel für Orakel zu ziehen.
Die weitere Entwicklung zur Veterinärpathologie setzte hingegen erst im 19. und im 20. Jahrhundert intensiv ein. Es zeigte sich dabei, dass viele Erkrankungen Mensch und Tier in gleicher Weise betreffen, gegenseitig übertragen werden und von der gemeinsamen Umwelt beeinflusst werden können.
Am Beispiel der Entwicklung der Veterinärpathologie in Zürich, beginnend mit der Gründung der Tierarzneischule im Jahr 1820 bis zur heutigen Vetsuisse-Fakultät an der Universität Zürich, wird gezeigt, wie man gelernt hat, tote Tiere im naturwissenschaftlichen Sinn zum Reden zu bringen. An der Entwicklung dieses Teilgebiets der Veterinärmedizin zeigt sich, welche Voraussetzungen dazu gegeben sein müssen und welche Infrastruktur sich im Laufe der Zeit als notwendig erwiesen hat. Nicht zuletzt bedarf es zu allen Zeiten gut ausgebildeter und engagierter Personen. Auch auf deren Geschichte und Engagement wird eingegangen.

Andreas Pospischil, Tierarzt mit Spezialausbildung in Veterinärpathologie, emeritierter Professor für Veterinärpathologie der Universität Zürich und von 1987 bis 2013 Direktor des gleichnamigen Instituts.
Pressestimmen

«Das Buch ‹Können tote Tiere reden? › von Prof. Andreas Pospischil gibt interessante Einblicke in die Welt der Veterinärpathologie. Pospischil, der die Veterinärpathologie an der Universität Zürich von 1987 bis 2013 leitete, vermittelt neben einem historischen Umriss der Veterinärpathologie auch wichtige Informationen zur Entwicklung der Tierarzneischule in Zürich bis zur heutigen Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich. Spezifisch geht er auf die Arbeiten seiner Vorgänger am Institut ein, und wie diese von den Studierenden der damaligen Zeit gesehen wurden. Dabei zeigt sich, dass sich nicht nur die Veterinärpathologie entwickelt hat, sondern auch das Empfinden, was man als Dozent ‹von sich geben darf›. Das Buch gibt nicht zuletzt interessante Einblicke in die jüngere Geschichte des Instituts und der Fakultät, die stark geprägt war durch die Fusion der beiden veterinärmedizinischen Fakultäten Bern und Zürich zur gemeinsamen Vetsuisse-Fakultät. Die Kernfrage des Buchs, die im Titel steckt, wird klar mit ‹nein› (im wörtlichen Sinn) und ‹ja› (im übertragenen Sinn) beantwortet. Insgesamt stellt das Buch eine spannende Zusammenfassung der Entwicklung des Fachgebiets, aber auch des Instituts für Veterinärpathologie dar, die von Andreas Pospischil während langer Zeit mitgeprägt wurde.»

Thomas Lutz, Vetsuisse News

«Mit spürbar viel Liebe zum Fach und deren Geschichte schildert der ehemalige Institutsleiter, Andreas Pospischil, detailliert und teils farbig illustriert, die Entwicklung der Veterinärpathologie anhand des Zürcher Institutes. [...] Gut geschrieben und lehrreich entführt uns Andreas Pospischil auf eine faszinierende Zeitreise anhand einer wichtigen Institution, die wertvolle Beiträge im Alltag oftmals abseits des Scheinwerferlichts vollbringt.»

Naturwissenschaftliche Rundschau 8/9 August 2018, Dr. Roland Sedivy