Spielstätten der Schweiz – Scènes de Suisse – Luoghi teatrali in Svizzera
Historisches Handbuch – Manuel historique – Manuale storico
Theatrum Helveticum, Band 4
Gebunden
1998. 656 Seiten, 100 Abbildungen s/w.
ISBN 978-3-905312-88-1
CHF 88.00 / EUR 80.00 
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Die Schweiz ist im 18. und 19. Jahrhundert Schnitt- und Treffpunkt deutscher, französischer, italienischer und Schweizer Direktoren und deren Ensembles. Wie vielfältig und rege das Theaterleben damals war, dokumentiert dieses Buch: 137 Städte und Gemeinden mit 314 Spielstätten, an denen 527 Direktoren wirkten, werden aufgeführt. Jede Angabe ist durch Literaturverweise sowie Quellenbezeichnungen belegt. Hinweise zur aktuellen Situation der Spielstätten bieten den Bezug zur Gegenwart. Zahlreiche Abbildungen vermitteln einen lebendigen Eindruck des Spielortes.

Aux 18ème et 19ème siecle, la Suisse est le carrefour et le point de rencontre de directeurs et de troupes allemands, français, italiens et suisses. Ce livre témoigne de la diversité et de l'effervescence de la vie théâtrale d'alors : 137 villes et communes pour 314 lieux de spectacle et 527 directeurs y sont mentionnés. Les sources de chaque information sont citées de manière complète. Une rubrique renseignant sur l'état actuel des lieux de spectacle fait de ce livre un guide complet. Les nombreuses illustrations donnent également une impression visuelle des lieux décrits.

Die gebürtige Konstanzerin studierte in Erlangen Theaterwissenschaft und wurde mit einer Arbeit zum Theater der Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert an der Universität Bern promoviert. Von 1997 bis 2005 war sie Chefredaktorin des Theaterlexikons der Schweiz an der Universität Bern.


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Besprechungen
Bedencken von Spilen ked. Es sei «bey diesem bewilligten Schauspiel gute Ordnung und angemessene Polizey beobachtet, in Sunderheit zur Verhütung des unanständigen Gedränges das Nöthige vergekehrt, wie nicht weniger auch darauf geachtet werde, dass keine unanständige, den guten Sitten zuwiderlaufende Stüke vorgestellt werden»: Im Bern des 18. Jahrhunderts nimmt man es genau mit den Bewilligungen von Theatervorstellungen. Auch Zürich prüfte seinerzeit sorgfältig, was es seinen Bürgern an Vergnügungen zutraute; immerhin hatte Johann Jakob Breitinger 1624 seine «Bedencken von Comoedien oder Spilen» veröffentlicht. Die früheste wirklich etablierte Spielstätte lässt sich dort überhaupt erst 1834 - mit der Eröffnung des Aktientheaters am Hirschengraben - ausmachen. Diese und andere kleine Dramen des Dramas, all die Geschichten der Theater-Spielstätten in der Schweiz, hat Simone Gojan in einem dreisprachigen «Historischen Handbuch» gesammelt, ausgewertet und benutzerfreundlich aufbereitet. Standorte, Architekten, Platzkapazitäten, Umbauten, Bespielung, Eigentümer, heutiger Stand: Es gibt kaum einen Aspekt der bespielten Bretter, dem sich die Assistentin am Berner Institut für Theaterwissenschaft in ihrer 650seitigen Doktorarbeit nicht gewidmet hätte. 137 Gemeinden mit 314 Spielstätten, wo 527 Direktoren wirkten, hat Simone Gojan aufgeschlüsselt; ist die Schweiz im 18. und 19. Jahrhundert - die Epochen, auf denen der Schwerpunkt der Studie liegt - doch ein Tummelplatz in- und ausländischer Theaterschaffender, die damals noch mobiler waren - sein mussten - als heute. Ohne unanständiges Gedränge zu verursachen, hat Gojan den zahlreichen Schweizer Spielstätten eine Bühne geschaffen. Simone Gojan: Spielstätten der Schweiz - Scènes de Suisse - Luoghi teatrali in Svizzera. Historisches Handbuch. Theatrum Helveticum 4. Chronos-Verlag, Zürich 1998. 654 S., Fr. 88.-. Abgedruckt mit freundlicher Genehmigung der NZZ. Neue Zürcher Zeitung FEUILLETON 06.03.1999 Nr. 54 68

Diese Buchreihe fördert die Publikation von Texten zur Grundlagenforschung in der Theaterwissenschaft. In Aufsatzbänden bleibt bei einer Vielfalt der Gegenstände auch eine methodische Variationsbreite gewahrt. Sie bereiten als Sondierungen das Terrain für Monografien vor, für historische Längsschnitte, in denen eine Theaterform über einen längeren Zeitraum untersucht, und für historische Querschnitte, in denen das Nebeneinander, die Wechselwirkungen verschiedener Theaterformen in einem relativ kurzen Zeitraum erforscht werden