Vorschau Herbst 2017
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Sabine Jenzer, Willi Keller, Thomas Meier

Eingeschlossen
Alltag und Aufbruch in der psychiatrischen Klinik Burghölzli zur Zeit der Brandkatastrophe von 1971

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Am 6. März 1971 brach in der psychiatrischen Klinik «Burghölzli» in Zürich ein Brand aus, bei dem 28 Männer der geriatrischen Abteilung den Tod fanden. Wenige Monate zuvor hatte der Pfleger Willi Keller ebendiese Abteilung samt ihren Patienten fotografisch dokumentiert. Zusammen mit Aussagen von Zeitzeugen gewähren die Bilder seltene Einblicke in das Klinikleben zu einer Zeit, als sich die [...]


David Eugster

Manipuliert!
Die Schweizer Werbebranche kämpft um ihren Ruf, 1900–1989

Erscheint 3 / 2018

Die Werbung galt bereits um 1900 als ­Branche mit schwierigem Renommee – besten­falls wurde ihre wirtschaftliche ­Notwendigkeit bezweifelt. Erst ab den 1970er-Jahren liess sich das Stigma des Berufes langsam abschütteln. Das Buch verfolgt den Kampf der Schweizer Werbebranche um ihren Ruf und erzählt anhand des Wandels des ungleichen Figurenpaares Werber–Konsument eine Geschichte der [...]


Max Baumann

Versorgt im Thurhof
Alltagsleben und Führungsstil in einer «Rettungsanstalt für verwahrloste Knaben», 1920–1940

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Frühere Erziehungsmethoden und Lebensumstände in Heimen werden heute breit diskutiert und auch kritisiert. Klagen über einstige Missstände und Missbräuche werden laut. Die Kritik stützt sich vor allem auf Erinnerungen einstiger Zöglinge, deren ganzes Leben von den negativen Erfahrungen in den Jugendjahren geprägt ist. Das vorliegende Buch gibt eine andere Perspektive wieder: Ein ehemaliger [...]


Lukas Ospelt

Über den Atlantik
Private Korrespondenz zwischen liechtensteinischen Amerika-Auswanderern und den Daheimgebliebenen, 1877–1925
Herausgegeben vom Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein

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«Läge doch zwischen Amerika und Liechtenstein nicht dieser Weg, – wie wunder-, wunderschön müsste das sein hie und da zu Ihnen kommen zu dürfen, Sie erzählen zu hören», schrieb Emma Rheinberger am 19. März 1904 an Alois Rheinberger. Die Korrespondenz zwischen Emma Rheinberger in Vaduz und dem Weinbaupionier in Nauvoo (Illinois) aus den Jahren 1903 bis 1915 stellt ein besonderes Kleinod der hier [...]


Mark Wüst

Xaver Suters Reise nach Amerika 1849
Emigration aus dem Gebiet zwischen Walensee und Zürichsee

Erscheint 10 / 2017

Im Frühling 1849 beschloss Xaver Suter, Rapperswil zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Für die Reise über Le Havre und New Orleans bis St. Louis benötigte er ganze elf Wochen. Sein abenteuerliches Unterfangen schrieb der junge Mann in einem siebzehnseitigen Brief nieder. Dieser authentische und teils dramatische Bericht ist Ausgangspunkt der vorliegenden Publikation. Sie schildert im [...]


Museum für Kommunikation, Kurt Stadelmann (Hg.)

Mein Jahr in Amerika
Briefe eines Teenagers aus der Provinz, 1964/65

Erscheint 11 / 2017

«‹Wir freuen uns auf einen Brief von Dir›, schrieb mir meine Mutter, kaum war ich in Amerika angekommen. Wir hatten abgemacht, einander einmal pro Woche zu schreiben; einerseits um mein Heimweh in Grenzen zu halten, anderseits um die zuhause Gebliebenen an meinen Eindrücken und Erlebnissen in der neuen Welt teilhaben zu lassen.» Diese Zeilen schreibt der heute 70-jährige Hans Schläppi, der [...]


Christian Ritter

Postmigrantische Balkanbilder
Ästhetische Praxis und digitale Kommunikation im jugendkulturellen Alltag

Erscheint 1 / 2018

Im Social Web inszenieren Jugendliche eine gemeinsame Herkunft aus den westlichen Balkanstaaten auf vielfältige und kreative Art. Dabei entstehen komplexe Fotografien und Collagenbilder. Über diese werden stereotype Zuschreibungen des «Balkanischen» verhandelt und vor dem Hintergrund von Jugendkultur und globaler Populärkultur mit neuen Bedeutungen überformt. Das postmigrantische «doing [...]


Heidy Zimmermann, Michelle Ziegler, Roman Brotbeck (Hg.)

Mondrian-Musik
Die graphischen Welten des Komponisten Hermann Meier

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Der Solothurner Komponist Hermann Meier (1906–2002) verfolgte in seinem Schaffen visionäre Ideen. In den 1950er Jahren löste er sich von bekannten Verfahren der Avantgarde und imaginierte anhand grossformatiger Kompositionspläne seine «Mondrian-Musik», eine musikalische «Architektonik mit Rechtecksfeldern». Zeit seines Lebens kaum aufgeführt, wird Meier heute als wichtiger Vertreter der [...]


Anja Huber

Fremdsein im Krieg
Die Schweiz als Ausgangs- und Zielort von Migration, 1914–1918

Erscheint 1 / 2018

Der Erste Weltkrieg hatte einen Strukturbruch in der Migrationsgeschichte Europas zur Folge. Ab 1914 wurden transnationale Wanderungsbewegungen immer stärker durch politische Entwicklungen und staat­liche Rahmenbedingungen ausgelöst und reglementiert. Von diesen Entwicklungen war auch die mitten in Europa liegende Schweiz betroffen. Der neutrale Kleinstaat wurde vermehrt zum Zufluchtsort für [...]


Niklaus Ingold, Sibylle Marti, Dominic Studer

Strahlenmedizin
Krebstherapie, Forschung und Politik in der Schweiz, 1920–1990

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Energiereiche Strahlen werden in der Schweiz bei jeder zweiten Krebspatientin, jedem zweiten Krebspatienten zur Zerstörung von Tumorzellen eingesetzt. Doch wie ist diese Strahlenmedizin entstanden? Die Atombombenabwürfe am Ende des Zweiten Weltkriegs waren das folgenreiche Ereignis. Sie gaben medizinischem Wissen über Strahlenwirkungen sicherheitspolitisches Gewicht und trieben zugleich die [...]


Daniel Kauz, Martin Illi, Fabian Saner, Marisa Thöni-Coray

Vom Bauerndorf zur «Uhrenmetropole»
Grenchen im 19. und 20. Jahrhundert

Erscheint 12 / 2017

Grenchen wurde einst als Stadt mit «geradezu amerikanischem Entwicklungstempo» bezeichnet. Diese Charakterisierung zeigt, wie sehr sich die Stadt am Jurasüdfuss mit ihren stürmischen Aufschwung- und Krisenphasen vom schweizerischen Durchschnitt abhob. Rasant hatte sie sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vom beschaulichen Bauerndorf zur Industriestadt gewandelt. Geradezu [...]


Jean-Daniel Gross (Hg.)

Denkmalpflege in der Stadt Bern
Vierjahresbericht 2013–2016

Erscheint 12 / 2017

Warum ist der fachgerechte Umgang mit wertvoller Baukultur wichtig, welche Auswirkungen haben sorgfältige Sanierungen auf Stadtbild und Lebensqualität? Der reich bebilderte Band zeigt das kontinuierliche Wirken der Denkmalpflege anhand exemplarischer Umbauten und Sanierungen, die in den letzten vier Jahren in der UNESCO-Stadt Bern durchgeführt wurden. Ein Buch für interessierte Laien wie für [...]


Heidy Greco-Kaufmann, Elke Huwiler (Hg.)

Das Sarner Bruderklausenspiel von Johann Zurflüe (1601)
Kommentierte Erstausgabe
Mitarbeit: Simone Gfeller

Erscheint 11 / 2017

Das 1601 in Sarnen an zwei Tagen aufgeführte Bruderklausenspiel des Sarner Pfarrers Johann Zurflüe behandelt das Leben und Wirken des heiligen Niklaus von Flüe. Neben der Erstedition des ältesten deutschsprachigen Bruderklausenspiels bietet das Buch Kommentare zum historisch-politischen Kontext der Aufführung und zur zeitgenössischen Tradition der Heiligenspiele, ergänzt durch Ausblicke auf [...]


Heidy Greco-Kaufmann (Hg.)

Stadtnarren, Festspiele, Kellerbühnen
Einblicke in die Berner Theatergeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart

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Die illustrierte Darstellung der Berner Theatergeschichte vermittelt Einblicke in die Vielfalt der Theateraktivitäten vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Spanne reicht von religiös-brauchtümlichen Schauereignissen über Repräsentationsformen verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen, Auftritte von Wandertruppen, Engagements von Emigranten am Stadttheater und Kellerbühnenexperimente bis [...]


Rudolf Gamper

Joachim Vadian, 1483/84–1551
Humanist, Arzt, Reformator, Politiker
Mit Beiträgen von Rezia Krauer und Clemens Müller

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Die Reformation in der Stadt St. Gallen ist fest mit dem Namen Joachim Vadian (1483/84–1551) verbunden. Der Kaufmannssohn studierte an der Universität Wien Medizin und machte Karriere als neulateinischer Dichter und Geograph. Er liess sich in St. Gallen nieder, um in seiner Heimat das Leben als Humanist und Arzt weiterzuführen. Unter dem Einfluss der Publikationen Luthers lösten glaubensbezogene [...]


Maud Harivel, Florian Schmitz, Simona Slanicka (Hg.)

Fremde Gelder?
Pensionen in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft

Erscheint 3 / 2018

Pensionen, ausländische Zahlungen an eidgenössische Orte, konnten in der Frühen Neuzeit bis zu ein Drittel der gesamten Staatseinnahmen betragen. Einzelne Pen­sionenempfänger erhielten für die Werbung von «Freunden» und Söldnern mitunter fast das Vierfache der Standespension. Waren Pensionen sowie der Solddienst lange Zeit Tabuthema in der Schweizer Historiografie, weist nun eine Reihe jüngerer [...]


Ute Holfelder, Klaus Schönberger, Thomas Hengartner, Christoph Schenker (Hg.)

Kunst und Ethnografie – zwischen Kooperation und Ko-Produktion?
Anziehung – Abstossung – Verwicklung: Epistemische und methodologische Perspektiven

Erscheint 2 / 2018

Die in diesem Band versammelten ­Beiträge verweisen auf die Gemengelage zwischen künstlerischer und ethnografischer Forschung, zwischen der Praxis der Feld­forschung und der Kunstbetriebe, zwischen Künstler*innen, Ethnograf*innen und ­hybriden Akteur*innen, die heute dies und morgen etwas anderes sind. Im Fokus ­stehen transdisziplinäre Perspektiven, die die gegenwärtigen entgrenzten [...]


Lena Hoffmann

Crossover
Mehrfachadressierung in Text, Markt und Diskurs

Erscheint 1 / 2018

Die internationale Buchbranche bringt seit Rowlings Bestseller «Harry Potter» immer mehr Romane heraus, die ein erwachsenes Publikum ebenso ansprechen sollen wie Kinder und Jugendliche. Warum werden bestimmte Texte von unterschiedlichen Generationen gelesen? Ist diese Rezeption in den Texten angelegt oder wird sie über den Markt gesteuert? Lässt sich dieser überhaupt noch in einen [...]


Stefan Geyer

Die Unterwerfung der Zeichen
Zur «Konstitution» von Herrschaftsrecht durch das Krönungszeremoniell im späten Mittelalter

Erscheint 4 / 2018

Die Studie begreift die Königskrönung als mediale Anordnung, in der Recht sichtbar gemacht werden konnte, und versucht, das Verhältnis zwischen Recht und Ritual neu zu bestimmen. Dabei nimmt sie die Krönungen in den Königreichen Aragón-­Katalonien und Frankreich im 14. Jahrhundert in den Blick. In beiden Reichen wurden zu dieser Zeit die Krönungsordines in neu gestalteten und teilweise [...]


Marc-Antoine Camp, Bernd Brabec de Mori, Dorit Klebe (Hg.)

Autoritätsbildungen in der Musik

Erscheint 3 / 2018

Im Musikbereich schaffen Personen, Institutionen und Instanzen eigene Orientierungen, setzen Normen und wirken als Autoritäten. Solche Positionen werden aber auch immer wieder hinterfragt. Die Autorinnen und Autoren der Publikation erörtern Fragen nach der Entstehung, Demonstration, An- und Aberkennung von musikalischer Autorität sowie von Antiautoritarismus in der Musik. Sei es in [...]


Luca Tori

Ornamento e abbigliamento nell’arco sud-alpino nel I millennio a. C.
Tra archeologia sociale e antropologia

Erscheint 2 / 2018

Il volume è dedicato alla ricostruzione dell’abito come sistema di comunicazione non verbale che permette al portatore di identificare se stesso davanti alla comunità e al di fuori di essa. La complessità dell’abito e delle sue manifestazioni è analizzata e decodificata attraverso un approccio diversificato, con particolare riferimento all’identità dei gruppi umani stanziati nell’arco alpino [...]


Sarah Kay

Philology's Vomit
An Essay on the Immortality and Corporeality of Texts

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This essay considers philology from the standpoint of its recent reinvention as a theoretical discipline, reflecting in particular on how corporeal insistence and immortal significance compete for priority in the philo­logical study of texts. It takes as its guiding thread the episode in Martianus Capella’s “Marriage of Philology and Mercury” in which Philology, touched by Immor­tality, vomits up [...]


Sabine Eggmann, Konrad J. Kuhn (Hg.)

Museum als Ort kulturwissenschaftlicher Forschung und Praxis
Schweizerisches Archiv für Volkskunde
Archives suisses des traditions populaires

Erscheint 12 / 2017

Das Heft 2017/2 ist dem Museum als Ort und Medium der kulturwissenschaftlichen (Forschungs-)Praxis gewidmet. Im Fokus stehen dabei sowohl neue Formen der Vermittlung, neue Themenstellungen im Museum als auch methodische und theoretische Reflexionen. Von unterschiedlichen Stand­orten aus – vom Freilichtmuseum Schweiz auf dem Ballenberg über das Musée gruérien in Bulle, das vorarlberg museum in [...]


Tina Asmussen, Pierre Eichenberger, Gisela Hürlimann, Michael Jucker, Hans-Ulrich Schiedt (Hg.)

Alles wird teurer! Wucher! Brot!
Les prix s'envolent! C’est du vol! Du pain!
Traverse 2017/3

Erscheint 11 / 2017

Das Heft behandelt die kollektive, individuelle, allgemeine und schichtspezifische Wahrnehmung steigender Preise für Waren, des fallenden Werts des Gelds und sinkender Löhne. Phänomene der Teuerung zeigen sich offen oder verdeckt und sie haben unterschiedliche Gründe: von Naturkatastrophen und Missernten über Kriege, fiskal- oder konjunkturpolitische Massnahmen bis zu Güter- und [...]


Sacha Zala (Hg.)

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Bd. 26 (1973–1975)
Documents diplomatiques suisses, vol. 26 (1973–1975)
Documenti diplomatici svizzeri, vol. 26 (1973–1975)

Erscheint 4 / 2018

Einen Meilenstein der Aussenpolitik der Jahre 1973–1975 markiert die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte am 1. August 1975 in Helsinki. Der Band dokumentiert die zunehmende Bedeutung multilateraler Lösungen: Der starke Preisanstieg im Zuge der Ölkrise intensiviert den Regelungsbedarf insbesondere im Währungs- und Energiebereich und bedingt für die Schweiz eine Lockerung der [...]


Caroline Arni, Matthieu Leimgruber, Simon Teuscher (Hg.)

Neue Beiträge zur Sozialgeschichte
Nouvelles contributions à l'histoire sociale

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Sozialgeschichte ist kein neues Forschungsfeld – sondern eines, dessen weitere Existenz auch schon mal als bedroht gilt. Zugleich ist das Soziale unbestreitbar im Gespräch. Dass sich Geschichte und Gegenwart der sozialen Ungleichheit nicht in ein lineares Fortschrittsnarrativ fügen, gehört zu den grossen politischen und intellektuellen Herausforderungen unserer Zeit. Derweil fordern KritikerInnen [...]


Vanja Hug, Martin Schmid, Gerd Folkers (Hg.)

Adolf Traugott von Gersdorfs Schweizer Reise 1786

Erscheint 3 / 2018

Die Grundlage dieses interdisziplinären Forschungsprojektes bildet das gut tausend Seiten umfassende Reisejournal «Bemerkungen auf einer Reise durch die Schweiz in Gesellschaft meiner Frau und des Herrn von Meyers im Jahre 1786» von Adolph Traugott von Gersdorf (1744–1807), das heute in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften aufbewahrt wird. Gersdorf war ein naturhistorisch [...]


Philippe Della Casa (Hg.)

The Leventina Prehistoric Landscape (Alpine Ticino Valley, Switzerland)

Erscheint 1 / 2018

This comprehensive volume presents the results of a large interdisciplinary archaeological project realized in the Ticino valley of Switzerland and its adjacent regions between 2006 and 2012. The focus of the manifold surveys, analyses and modelings is on settlement structures, environmental contexts, and ecodynamic processes, from the younger Prehistoric periods to Roman times. The texts are [...]


Fabienne Amlinger

Im Vorzimmer der Macht?
Die Frauenorganisationen der SPS, FDP und CVP, 1971–1995

Erscheint 11 / 2017

Lange mussten Schweizerinnen in politischer Unmündigkeit verharren: Als einer der letzten europäischen Staaten gewährte die stets das Selbstbild der «Wiege der Demokratie» zelebrierende Schweiz, so die Ironie der Geschichte, ihren Bürgerinnen erst 1971 das Stimm- und Wahlrecht. Aus der Sicht der Parteien – das könnte zumindest angenommen werden – bildeten Frauen eine Gruppe, die es für politische [...]


Philipp Eigenmann

Migration macht Schule
Bildung und Berufsqualifikation von und für Italienerinnen und Italiener in Zürich, 1960–1980

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Die italienischen Arbeiterinnen und Arbeiter, die nach 1945 in die Schweiz geholt wurden, begannen sich nach 1964 für die Bildung zu engagieren. Sie initiierten ein differenziertes Angebot an allgemeiner und beruflicher Weiterbildung und bauten schulergänzende Betreuung und Unterstützung für ihre Kinder auf. Ebenso diskutierten sie Berufsqualifikation und Schulbildung in der Emigration und [...]


Johannes Müske, Ute Holfelder, Thomas Hengartner (Hg.)

Fixing and Circulating the Popular
Ethnographies of Technology, Media, Archives and the Dissemination of Culture

Erscheint 2 / 2018

Die Beiträge in diesem Band zur kulturwissenschaftlichen Technikforschung stellen Praxen, Techniken und Pfade der (Wieder-)Aneignung, (Neu-)Schöpfung und (Weiter-)­Verbreitung von populärer Kultur vor. Sie behandeln Techniken des Sammelns von als kulturell codierten Arte­fakten in Geschichte und Gegenwart, volkskundliche Archive sowie Kulturpolitiken, die mittels populärer Musik im Radio zur [...]


Kate Heslop, Jürg Glauser (Hg.)

RE:writing
Medial perspectives on textual culture in the Icelandic Middle Ages
With editorial assistance from Isabelle Ravizza

Erscheint 3 / 2018

Among the texts examined are Sturlunga saga, a narrative cycle depicting the bitter feuding preceding Iceland’s loss of independence in 1262/4; Hauksbók or «Haukr’s Book», a manuscript «micro-library», containing among other things a history of the Christianisation of Iceland, narratives about legendary Vikings, the story of Troy, and computistical material; Víglundar saga, [...]


Yvonne Schmidt

Ausweitung der Spielzone
Experten – Amateure – behinderte Darsteller im Gegenwartstheater

Erscheint 2 / 2018

Seit den 1990er Jahren treten vermehrt Darsteller auf den Bühnen des professionellen Theaters auf, die den Kriterien für Berufsschauspieler eigentlich nicht entsprechen. Unter welchen Prämissen tauchen diese Darsteller ohne Schauspielschuldiplom in der Theaterlandschaft auf? Der Bogen reicht vom Spiel mit Authentizität über die Teilhabe marginalisierter Gruppen bis hin zu den «Freaks» bei [...]


Stefan Fuchs

Herrschaftswissen und Raumerfassung im 16. Jahrhundert
Karten und Landesaufnahmen im Dienste des Nürnberger Stadtstaates

Erscheint 1 / 2018

An der Schwelle zur Neuzeit verbindet sich kartographische Gelehrsamkeit mit systematischer administrativer Raumerfassung. In den Fürstenspiegeln des 16. Jahrhunderts wird der Fürst als erster Kartograph seines Landes bezeichnet. Ein in Zahl und Bedeutung wachsender, zunehmend gebildeter Beamtenstand beginnt das Land, das jetzt zum ‹Territorium› wird, in all seinen Facetten zu beschreiben und zu [...]


Hugo Münsterberg

Das Lichtspiel
Eine psychologische Studie (1916) und andere Schriften zum Kino
Revidierte und erweiterte Ausgabe, herausgegeben von Jörg Schweinitz

Erscheint 4 / 2018

Hundert Jahre nach ihrer amerikanischen Erstpublikation erscheint die erste klassische Filmtheorie in einer revidierten, reichhaltig kommentierten und erweiterten deutschen Ausgabe. Damit liegt ein Schlüsseldokument zur Geschichte der Filmtheorie und Medialität im 20. Jahrhundert dem aktuellen Forschungsstand entsprechend neu vor. Der Band wird durch die weiteren Schriften Hugo Münsterbergs zum [...]


Onur Erdur

Die epistemologischen Jahre
Philosophie und Biologie in Frankreich, 1960–1980

Erscheint 1 / 2018

Epistemologie – hinter diesem Wort verbarg sich im intellektuellen Paris der 1960er- und 1970er-Jahre mehr als nur eine philosophische Teildisziplin, die nach dem Wissen fragt. Epistemologie avancierte bei Strukturalisten, Marxisten, Dekonstruktivisten und vielen anderen kritischen Geistern, die sich damals zwischen der Universität, dem Café und der Strasse im radikalen Denken übten, zum [...]


Daniel Waldmeier

Ritterliche Heilsgeschichten
Eine Untersuchung medialer Dynamiken im «Prosa-Lancelot»

Erscheint 12 / 2017

Der mittelhochdeutsche Prosa-Lancelot gehört nicht nur zu den eindrücklichsten Zeugnissen mittelalterlicher Dichtkunst, sondern auch zu den rätselhaftesten: Im 13. Jahrhundert in Frankreich entstanden, verquickt dieser gigantische Romanzyklus arthurisches Rittertum, Gralswelt und christliche Heilsgeschichte. Unter Einbezug der altfranzösischen Tradition geht Daniel Waldmeier der Frage [...]


Christian Mächler

Der Drache – Theater als Staatsaffäre
Politische Aufführungsgeschichte der Inszenierung Der Drache am Deutschen Theater 1965 in Ostberlin

Erscheint 2 / 2018

Es war einmal ein Märchenstück, das hiess Der Drache und handelt vom Schrecken der Diktatur, verkörpert durch einen furchtbaren Drachen. Aufgeführt wurde es 1965 in Ostberlin im Glanze des Deutschen Theaters, des ersten Staatstheaters der DDR. Warum durfte das Antidiktaturstück hier gespielt werden? Warum wurde es nicht sofort verboten von jenem Staat, der sich darin kritisiert sehen konnte? Was [...]


Johanna Thali

Schauliteratur
Historische Formen und Funktionen literarischer Kommunikation in Text und Bild

Erscheint 12 / 2017

Zu den Rezeptionsformen mittelalterlicher Literatur gehört nicht nur das Lesen und Hören, sondern auch das «Schauen»: Das Bild ist wesentlicher Bestandteil der literarischen Kultur der Vormoderne. Fragt man nach seinen historischen Funktionen, so zeigt sich, dass es weit mehr ist als blosse «Illustration» zum Text. Die Reformulierung literarischer Themen im visuellen Medium setzt gegenüber der [...]