Ein Fürstabt ohne Fürstabtei

Pankraz Vorsters Weg von St. Gallen ins Kloster Muri

Murensia, Band 14
Broschur
Erscheint im August 2026. ca. 76 Seiten, ca. 25 Farbabbildungen
ISBN 978-3-0340-1863-0
  • Kurztext
  • Autor/in
  • Buchreihe
  • Downloads

1796 wurde Pankraz Vorster gegen seinen Willen zum Fürstabt von St. Gallen gewählt. Aber im dortigen Kloster verbrachte er nur eine kurze Zeit. Nach dem Einfall der französischen Truppen musste er, mit Ausnahme eines einzigen Rückkehrversuchs 1799, den Rest seines Lebens Zuflucht im Aus- und Inland suchen. Die in diesem Band präsentierten Quellenbestände ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Leben eines Fürstabts ohne Fürstabtei, eines Klostervorstehers im fremden Kloster, eines St. Gallers im Aargau.
Während seiner Reisen sowie längerer und kürzerer Aufenthalte in Ebringen, Wien, Arth oder – zuletzt – Muri, führte Pankraz Vorster bis zu seinem Tod 1829 nicht nur ein privates Tagebuch, sondern pflegte auch regelmässigen Briefverkehr mit Korrespondenten und Korrespondentinnen in ganz Europa. Auch in den letzten zehn Jahren seines Lebens, die er zurückgezogen im Kloster Muri verbrachte, erhielt er die (vermehrt schriftlichen) Kontakte ausser- und innerhalb der Klostermauern aufrecht. Aus diesem breiten Beziehungsgeflecht entstanden wiederum Briefe und Tagebucheinträge zu Pankraz Vorsters Person und Alltag – eine aussergewöhnliche Vielfalt von Perspektiven auf das Leben des letzten Fürstabts von St. Gallen, das er nicht als Abt beschloss, sondern vielmehr als Lehrer, Naturwissenschaftler,
Stifter und Wohltäter.

ist Mediävistin und Archivarin. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stiftsarchiv St. Gallen edierte sie Pankraz Vorsters Tagebuch und erschloss seinen Nachlass. Aktuell leitet sie im Staatsarchiv Zürich das Projekt «Ratsmanuale 1484–1798».

Im Jahr 2027 wird das Benediktinerkloster Muri sein tausendjähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde das Projekt «Geschichte Kloster Muri» ins Leben gerufen, das von der gleichnamigen Stiftung getragen wird. Zum Gesamtprojekt gehört auch die Publikation von Themenheften und Monografien, die sich mit Aspekten der Klostergeschichte befassen.